Mehr als 1.300 Hotels bereiten Sammelklage gegen Booking vor - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Mehr als 1.300 Hotels bereiten Sammelklage gegen Booking vor
Forderungen könnten sich auf bis zu 400 Millionen Euro summieren
Mehr als 1.300 Hotels bereiten Sammelklage gegen Booking vor

In Spanien formiert sich eine groß angelegte Klage gegen die Buchungsplattform Booking. Mehr als 1.300 Hotels könnten sich nach Angaben der beteiligten Kanzleien einer Sammelklage anschließen, in der Schadenersatzforderungen von bis zu 400 Millionen Euro geltend gemacht werden sollen. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Paritätsklauseln, die nach Ansicht der Kläger über Jahre hinweg die unternehmerische Freiheit der Hotels eingeschränkt haben.

Die Initiative wird von der Anwaltskanzlei Eskariam koordiniert. Bereits 753 Hotels haben sich der Klage angeschlossen. Das bisherige Forderungsvolumen liegt bei rund 200 Millionen Euro.

Weitere Hotels vor dem Beitritt

Nach Angaben von Eskariam befinden sich derzeit rund 580 weitere Hotelbetriebe im Beitrittsverfahren. Sollte sich diese Zahl bestätigen, würden sich sowohl die Zahl der Kläger als auch das Gesamtvolumen der Forderungen nahezu verdoppeln.

Die Einreichung der Klage wird derzeit für den Zeitraum zwischen September und Oktober vorbereitet. Damit soll das Verfahren nach Abschluss der touristischen Hochsaison starten.

Streit um Paritätsklauseln

Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen Vertragsklauseln, die Hotels verpflichteten, auf anderen Vertriebskanälen keine günstigeren Preise oder besseren Konditionen anzubieten als auf der Buchungsplattform selbst.

Die Kläger vertreten die Auffassung, dass diese Regelungen den Wettbewerb eingeschränkt und wirtschaftliche Nachteile für die Hotels verursacht haben. Booking weist diese Vorwürfe zurück und hat die Rechtmäßigkeit seines Geschäftsmodells stets verteidigt.

Bevor der Rechtsweg beschritten wird, will Eskariam dem Unternehmen nach eigenen Angaben zunächst einen außergerichtlichen Vergleichsvorschlag unterbreiten.

Fokus auf touristische Regionen

Um weitere Hotels für die Klage zu gewinnen, hat Eskariam seine Aktivitäten insbesondere in Andalusien verstärkt. Obwohl die Region zu den wichtigsten Tourismusgebieten Spaniens zählt, haben sich dort bislang lediglich 25 Hotels der Initiative angeschlossen.

Zur Unterstützung arbeitet die Kanzlei inzwischen mit der Rechtsanwaltskanzlei Montero Aramburu & Gómez-Villares Atencia zusammen.

Unterstützung durch neue EU-Regeln

Die Initiatoren der Klage verweisen zudem auf die Einstufung von Booking als sogenannter „Gatekeeper“ durch die Europäische Kommission im Rahmen des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act). Die Verordnung soll verhindern, dass marktbeherrschende Plattformen den Wettbewerb durch bestimmte Geschäftspraktiken einschränken.

Für die Finanzierung umfangreicher Verfahren gegen internationale Konzerne hat Eskariam nach eigenen Angaben kürzlich eine Finanzierungslinie über 50 Millionen Euro mit dem US-Investor Victory Park Capital vereinbart.

Derzeit betreut die Kanzlei Wettbewerbs- und Schadenersatzverfahren mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1,5 Milliarden Euro und rechnet in den kommenden Jahren mit einem weiteren Ausbau dieses Geschäftsbereichs.

Quelle: https://www.tourinews.es/resumen-de-prensa/notas-de-prensa-empresas-turismo/booking-macrodemanda-1300-hoteles-400-millones-preparan-eskariam_4493083_102.html

Bildnachweis: © Tourinews


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