Bleisure-Reisen werden für Geschäftsreisende immer attraktiver - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Bleisure-Reisen werden für Geschäftsreisende immer attraktiver
Neue Studie zeigt: Zwei Drittel verbinden Dienstreisen mit privaten Aufenthalten
Bleisure-Reisen werden für Geschäftsreisende immer attraktiver

Geschäftsreisen werden zunehmend mit Freizeit verbunden. Nach einer aktuellen Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) haben bereits 67 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden ihre beruflichen Termine mit einem privaten Aufenthalt kombiniert. Die sogenannte Bleisure-Reise entwickelt sich damit zu einem festen Bestandteil des Geschäftsreiseverhaltens und eröffnet Destinationen sowie touristischen Anbietern zusätzliche Chancen.

Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit dem GCB German Convention Bureau und dem Verband Deutsches Reisemanagement (VDR). Für die Studie wurden 3.000 Geschäftsreisende befragt.

Private Verlängerung meist nach dem Geschäftstermin

Mehr als die Hälfte der Befragten mit Bleisure-Erfahrung kombinierte im Jahr 2025 mindestens eine Geschäftsreise mit einem privaten Aufenthalt, ein Viertel sogar zwei Reisen. Im Durchschnitt unternahmen die Teilnehmer 1,8 Bleisure-Reisen.

In 78 Prozent der Fälle schließt sich der private Aufenthalt direkt an den beruflichen Termin an. Die zusätzliche Freizeit dauert durchschnittlich 3,1 Nächte. Das Durchschnittsalter der Bleisure-Reisenden liegt bei 36,7 Jahren, 65 Prozent reisen allein.

„Je häufiger Menschen geschäftlich reisen, desto häufiger verbinden sie ihre Dienstreisen mit privaten Aufenthalten. Die Affinität sinkt erst bei sehr mobilen Geschäftsreisenden wieder“, erklärt Prof. Alfred Bauer, Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus.

Deutschland bleibt wichtigstes Reiseziel

Mit 38 Prozent entfällt der größte Anteil der Bleisure-Reisen auf Ziele innerhalb Deutschlands. Im Ausland führen Spanien, Italien und Frankreich die Rangliste an.

Bei den Städten liegen Berlin, Hamburg und München vorne, gefolgt von London, Paris, Wien und Rom.

Die durchschnittlichen Gesamtausgaben pro Bleisure-Reise betragen rund 1.642 Euro. Davon entfallen etwa 616 Euro auf den privaten Aufenthalt.

Erholung und neue Eindrücke stehen im Mittelpunkt

Als wichtigste Gründe für die private Verlängerung nennen die Befragten Erholung und Entspannung (30 Prozent), Abwechslung vom Alltag (26 Prozent) sowie das Kennenlernen neuer Reiseziele (26 Prozent). Auch Besuche bei Familie und Freunden sowie die effizientere Nutzung von Reisezeit und Reisekosten spielen eine wichtige Rolle.

Nach Einschätzung des BZT unterscheiden sich Bleisure-Reisende in ihrem Freizeitverhalten kaum von klassischen Urlaubern.

Trend setzt sich fort

Die Entwicklung dürfte sich weiter verstärken. 76 Prozent der bisherigen Bleisure-Reisenden planen auch 2026 mindestens eine Geschäftsreise mit privatem Aufenthalt. Darüber hinaus kann sich rund ein Drittel der Befragten ohne bisherige Bleisure-Erfahrung vorstellen, künftig erstmals eine Dienstreise privat zu verlängern.

Bildnachweis: © Mit AI erstellte Illustration


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