Hotelbars entwickeln sich zu urbanen Treffpunkten - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Hotelbars entwickeln sich zu urbanen Treffpunkten
Marriott International sieht Hotelbars zunehmend als eigenständige Erlebnisorte für Einheimische und Reisende
Hotelbars entwickeln sich zu urbanen Treffpunkten

Hotelbars wandeln sich zunehmend von klassischen Lobbybereichen zu eigenständigen gastronomischen Konzepten mit starker lokaler Verankerung. Statt vor allem Hotelgäste anzusprechen, entwickeln sich viele Bars zu festen Treffpunkten im urbanen Leben und setzen auf individuelle Konzepte, hochwertige Barkultur und wiederkehrende Veranstaltungsformate. Zu diesem Ergebnis kommt Marriott International anhand aktueller Beispiele aus Hotels in Deutschland und Österreich.

Dabei stehen nicht spektakuläre Neueröffnungen im Mittelpunkt, sondern Veränderungen im Nutzungskonzept. Gäste verbringen mehr Zeit in den Bars, nutzen sie über den gesamten Tagesverlauf und schätzen sie als Orte für Begegnungen, Gespräche oder entspannte Auszeiten. Gleichzeitig gewinnen alkoholfreie Getränke und bewusstes Genießen weiter an Bedeutung.

Eigenständige Konzepte statt klassischer Lobbybars

Exemplarisch für diese Entwicklung steht die CHRONOBAR im Berlin Marriott Hotel. Die Bar wurde im Zuge der Neugestaltung des Erdgeschosses als eigenständiger Treffpunkt konzipiert und begleitet Gäste vom ersten Kaffee am Morgen bis zu Signature-Cocktails am Abend. Die Getränkekarte greift unterschiedliche Berliner Stadtviertel auf und wird durch saisonale Angebote sowie regelmäßige Formate wie „Whiskey Wednesdays“ ergänzt.

„Reine Funktionalität reicht heute nicht mehr aus. Gäste erwarten eine klare Identität – einen Ort, zu dem sie auch unabhängig vom Hotel eine Beziehung aufbauen können“, sagt Royden Cooper, Bar Manager der CHRONOBAR.

Einheimische prägen die Barkultur

Immer häufiger zählen Einheimische zur Stammkundschaft von Hotelbars. Im The Curtain Club des The Ritz-Carlton Berlin kommt inzwischen rund die Hälfte der Gäste gezielt von außerhalb des Hotels. Livemusik, hochwertige Cocktails und eine lebendige Atmosphäre machen die Bar zu einem festen Bestandteil des Berliner Nachtlebens.

Auch die BRICKS Bar im Renaissance Hamburg versteht sich als offener Treffpunkt für Geschäftsreisende, Touristen und Hamburger. Saisonale Cocktailkonzepte, alkoholfreie Alternativen sowie regelmäßige Veranstaltungen wie der Nordic Brunch oder Cocktail-Pairings stärken die Bindung an die lokale Zielgruppe.

„Eine gute Hotelbar merkt man nicht daran, wo sie liegt, sondern daran, wer bleibt. Wenn Locals wiederkommen und Reisende sich wie selbstverständlich dazusetzen, entsteht genau die Offenheit, die wir wollen“, sagt Bar Manager Miguel Schulze.

Wiederkehrende Formate schaffen Bindung

Viele Hotels setzen heute weniger auf einzelne Großveranstaltungen als auf regelmäßig stattfindende Formate. In der Pianobar des Hamburg Marriott Hotels lädt die Veranstaltungsreihe „Mixclub“ alle sechs Wochen zu kulinarischen und musikalischen Themenabenden ein. Ergänzt wird das Angebot durch Cocktailkurse, die Gästen einen Blick hinter die Kulissen der Barkultur ermöglichen.

Auch tagsüber gewinnen Hotelbars an Bedeutung. Kaffee, Kuchen oder kleine Speisen am Nachmittag ergänzen das klassische Abendgeschäft. In der BLICK Bar des The Westin Hamburg Elbphilharmonie wird dieser Trend besonders rund um Konzertbesuche deutlich, wenn die Bar zum Treffpunkt vor und nach Veranstaltungen wird.

Alkoholfreie Cocktails etablieren sich

Parallel verändert sich der Umgang mit Alkohol. Low- und No-Alcohol-Drinks gehören heute vielerorts selbstverständlich zum Angebot und werden mit derselben Sorgfalt entwickelt wie klassische Cocktails. In der D-Bar des The Ritz-Carlton, Vienna verbindet das Konzept „Discover the Symphony“ Mixologie mit Musik und umfasst bewusst gestaltete alkoholfreie Kreationen.

„Es reicht nicht mehr, ein paar Säfte zu mischen. Alkoholfreie Drinks müssen die gleiche Tiefe und Technik haben wie klassische Cocktails“, sagt Senior Bars Manager Tamir Katsap.

Bars erzählen die Geschichte ihrer Stadt

Neben hochwertiger Barkultur setzen viele Häuser auf regionale Bezüge. Im Sheraton Frankfurt Airport Hotel stehen handwerklich zubereitete Cocktails und persönliche Beratung im Mittelpunkt.

„Gerade an einem internationalen Drehkreuz braucht es einen Ort, an dem Genuss wieder Ruhe bekommt“, sagt Chef Mixologist James Vetter.

Lokale Identität spielt auch in Wien eine wichtige Rolle. Während die Bar The Farrier im Imperial Riding School Vienna historische Bezüge zur Umgebung aufgreift, verbindet die D-Bar im The Ritz-Carlton, Vienna Cocktails mit musikalischen Themenwelten und interpretiert damit die Kultur der österreichischen Hauptstadt auf moderne Weise.

Bildnachweis: © Marriott International


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