Polizei zerschlägt Geldwäsche-Netzwerk mit Scheinfirma auf Mallorca - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Polizei zerschlägt Geldwäsche-Netzwerk mit Scheinfirma auf Mallorca
Ermittler werfen Gruppe vor, mehr als neun Millionen Euro aus Online-Betrug über fiktive Bootsvermietungen gewaschen zu haben
Polizei zerschlägt Geldwäsche-Netzwerk mit Scheinfirma auf Mallorca

Nach zweijährigen Ermittlungen hat die spanische Nationalpolizei ein mutmaßliches Geldwäsche-Netzwerk zerschlagen, das mehr als neun Millionen Euro aus Online-Betrugsfällen in ganz Europa gewaschen haben soll. Neun Verdächtige wurden auf Mallorca und in Barcelona festgenommen. Nach Angaben der Ermittler tarnte die Organisation die Geldflüsse über eine angebliche Bootsvermietung auf Mallorca und gab sie als Zahlungen deutscher Urlauber aus.

Scheinfirma diente als Fassade

Die Ermittlungen begannen, nachdem deutsche Staatsanwaltschaften die Behörden auf Betrugsfälle beim Online-Kauf verschiedener Waren aufmerksam gemacht hatten. Das Geld der Opfer war auf Konten eines Unternehmens überwiesen worden, das offiziell auf Mallorca ansässig war und sich als Bootsvermietung ausgab.

Die Ermittler stellten jedoch fest, dass es sich um eine reine Scheinfirma handelte. Weder Boote noch Büros oder Mitarbeiter waren vorhanden. Nach Erkenntnissen der Polizei wurden die Überweisungen als angebliche Zahlungen deutscher Touristen deklariert. Da jedes Jahr Millionen Urlauber aus Deutschland ihre Ferien auf Mallorca verbringen und entsprechende Transaktionen üblich sind, ließen sich die Geldbewegungen zunächst unauffällig in den Zahlungsverkehr einfügen.

Festnahmen und umfangreiche Sicherstellungen

Die sogenannte „Operation Náutica“ wurde vom Geldwäschedezernat der Nationalpolizei auf Mallorca geleitet. Der Zugriff erfolgte in einer Luxusvilla im katalanischen Sitges, wo sich der mutmaßliche Anführer der Organisation gemeinsam mit weiteren führenden Mitgliedern aufhielt. Einsatzkräfte der Spezialeinheit sowie Polizeihundeführer unterstützten die Durchsuchung.

Bereits vor dem Zugriff hatten die Ermittler rund 100 Bankkonten mit Guthaben von mehr als einer halben Million Euro eingefroren. Darüber hinaus beschlagnahmte die Polizei mehr als drei Bitcoin, rund 200.000 Euro in Kryptowährungen, über 100.000 Euro Bargeld sowie 1.300 US-Dollar. Außerdem stellten die Beamten mehrere Goldbarren, 18 Luxusuhren, Schmuck, hochwertige Markenartikel, zwei italienische Sportwagen, vier weitere Luxusfahrzeuge und zwei Jetskis sicher. Der Gesamtwert der sichergestellten Vermögenswerte wird auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

Zusätzlich fanden die Ermittler elf Kartenlesegeräte sowie mehr als 100 Bankkarten verschiedener Länder, die auf Mitglieder und mutmaßliche Helfer der Organisation ausgestellt waren. Diese Beweismittel sollen nun die weiteren Ermittlungen wegen Geldwäsche, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und in einzelnen Fällen auch wegen Urkundenfälschung unterstützen.

Quelle: https://www.tourinews.es/resumen-de-prensa/notas-de-prensa-sucesos-turismo/cae-banda-blanqueo-nueve-millones-euros-haciendose-pasar-por-turistas-alemanes-en-mallorca_4493447_102.html

Bildnachweis: © Tourinews


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