Tourexpi
TUI
hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 trotz wirtschaftlicher
Unsicherheiten und geopolitischer Krisen ein verbessertes Ergebnis erzielt. Das
bereinigte EBIT lag bei minus 111 Millionen Euro und damit 45 Millionen Euro
über dem Vorjahreswert. Allein im zweiten Quartal belasteten der Iran-Krieg und
der Hurrikan Melissa das Ergebnis mit insgesamt 45 Millionen Euro.
Insgesamt
reisten im ersten Halbjahr 12,8 Millionen Gäste mit TUI. Der Umsatz stieg im
zweiten Quartal um 1,3 Prozent. Der Konzern bestätigte zugleich den im April
angepassten Ausblick für das Gesamtjahr.
„TUI
wächst das vierzehnte Quartal in Folge im operativen Ergebnis. Das sehr gute
Ergebnis gibt uns Zuversicht für das 2. Halbjahr. Es wird aufgrund der
geopolitischen Herausforderungen und dynamischen Rahmenbedingungen hohen
Einsatz und Flexibilität erfordern“, sagte TUI-Vorstandsvorsitzender Sebastian
Ebel.
Auch
Finanzvorstand Mathias Kiep verwies auf die Widerstandsfähigkeit des Konzerns.
„Unser starkes Ergebnis im ersten Halbjahr zeigt, dass wir die finanziellen
Belastungen aus dem Iran-Krieg und dem Hurrikan Melissa in Jamaika erfolgreich
kompensieren können“, sagte Kiep.
Kreuzfahrten
und Erlebnisse treiben Wachstum
Besonders
stark entwickelte sich erneut das Segment Kreuzfahrten. Das bereinigte EBIT
stieg im ersten Halbjahr um 25,9 Prozent auf 163,5 Millionen Euro. Die
Nachfrage in Deutschland und Großbritannien blieb hoch, obwohl einzelne Reisen
infolge des Konflikts im Mittleren Osten ausfielen.
Auch
TUI Musement legte zu. Im zweiten Quartal verkaufte das Segment 1,6 Millionen
Erlebnisse, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Transfers
stieg leicht auf vier Millionen.
Im
Bereich Märkte + Airline profitierte TUI von Effizienzsteigerungen und einer
höheren Nachfrage nach dynamisch paketierten Reisen. Die Verkäufe über die
TUI-App stiegen um 20 Prozent und machten bereits 11,4 Prozent des
Gesamtumsatzes aus.
Kurzfristige
Buchungen prägen Sommergeschäft
Für
das zweite Halbjahr erwartet TUI weiterhin eine stabile Nachfrage, beobachtet
jedoch ein kurzfristigeres Buchungsverhalten. Besonders gefragt bleiben Ziele
im westlichen Mittelmeerraum wie Spanien und Griechenland.
Mehr
als die Hälfte der Sommerkapazitäten ist bereits verkauft. Gleichzeitig setzt
TUI verstärkt auf differenzierte Produkte, höhere Durchschnittspreise und den
Ausbau digitaler Services. Künstliche Intelligenz spiele dabei eine zunehmend
wichtige Rolle, etwa bei Serviceangeboten in der App und neuen Vertriebswegen.
Für
das Gesamtjahr 2026 rechnet TUI unverändert mit einem bereinigten EBIT zwischen
1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Die bisherige Umsatzprognose wurde dagegen
vorübergehend ausgesetzt.
Bildnachweis:
© TUI Group
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