Roaming außerhalb der EU kann teuer werden: 13 Sekunden TikTok kosten bis zu 60 Euro - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Roaming außerhalb der EU kann teuer werden: 13 Sekunden TikTok kosten bis zu 60 Euro
Studie zeigt große Preisunterschiede für mobile Daten in beliebten Urlaubsländern
Roaming außerhalb der EU kann teuer werden: 13 Sekunden TikTok kosten bis zu 60 Euro

Wer außerhalb der Europäischen Union mit dem Smartphone online geht, kann schnell in eine Kostenfalle geraten. Eine Analyse des Online-Reisevermittlers ab in den urlaub zeigt, dass Roaming-Gebühren in vielen Urlaubsländern erheblich variieren und innerhalb weniger Sekunden die gesetzliche Kostensperre von 59,50 Euro auslösen können. Verglichen wurden die Roaming- und eSIM-Tarife von zwölf Mobilfunkanbietern in 26 beliebten Reisezielen.

Besonders problematisch wird es, wenn Anbieter für ein bestimmtes Reiseland kein Datenpaket anbieten. In solchen Fällen erfolgt die Abrechnung häufig pro Kilobyte oder Megabyte. Bei besonders hohen Tarifen können bereits drei Megabyte Datenvolumen ausreichen, um die erste gesetzliche Kostenbremse von 59,50 Euro zu erreichen. Das entspricht etwa 13 Sekunden Scrollen durch TikTok.

Große Preisunterschiede zwischen den Reisezielen

Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede bei den durchschnittlichen Kosten pro Gigabyte. Im Vergleich der 26 analysierten Länder ist die Schweiz mit durchschnittlich 2,74 Euro pro Gigabyte das günstigste Ziel außerhalb der EU. Es folgen die Türkei mit 4,48 Euro sowie die USA mit 4,69 Euro pro Gigabyte.

Am oberen Ende der Skala liegen Kap Verde mit durchschnittlich 10,67 Euro pro Gigabyte sowie Mauritius mit 9,92 Euro. Auch auf den Seychellen und in Monaco fallen die durchschnittlichen Datenpreise vergleichsweise hoch aus.

In Großbritannien surfen deutsche Reisende dagegen weiterhin meist zu den gleichen Konditionen wie im Inland, obwohl das Land nicht mehr Mitglied der Europäischen Union ist.

Malediven besonders kritisch

Besonders riskant ist die Situation auf den Malediven. Für dieses Reiseziel bieten mehrere Anbieter überhaupt kein Datenpaket an. In solchen Fällen greift häufig sofort die Einzelabrechnung zu hohen Standardtarifen.

Auch für Nordzypern können die Tarifbedingungen je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen. Reisende sollten hier vorab prüfen, welche Roaming-Regeln tatsächlich gelten.

„Außerhalb der EU gelten beim Roaming oft völlig andere Spielregeln als innerhalb Europas“, sagt Ralph Michaelsen, Geschäftsführer von ab in den urlaub. „Wer seinen Urlaub plant, sollte die Mobilfunkkosten genauso im Blick haben wie Flug und Hotel. Schon ein kurzer Blick auf den eigenen Tarif vor der Reise kann verhindern, dass am Ende eine unerwartet hohe Rechnung im Postfach liegt.“

Große Unterschiede je nach Mobilfunkanbieter

Neben dem Reiseland spielt auch der gewählte Mobilfunkanbieter eine entscheidende Rolle für die Kosten. In der Türkei reicht die Preisspanne beispielsweise von 88 Cent pro Gigabyte beim günstigsten Anbieter bis zur automatischen Kostenbremse von 59,50 Euro bei Tarifen ohne Datenpaket.

Ein weiteres Risiko entsteht, wenn das gebuchte Datenvolumen vollständig aufgebraucht wird. Bei einigen Providern kann anschließend automatisch eine deutlich teurere Einzelabrechnung pro Kilobyte greifen, sofern kein neues Paket aktiviert wird.

„Wir empfehlen Urlaubern, sich bereits bei der Reisebuchung mit dem Thema Roaming zu beschäftigen“, sagt Michaelsen. „Eine eSIM kann je nach Surfverhalten und Reiseziel eine gute Lösung sein. Deshalb legen wir unseren Kunden bei jeder Reisebuchung eine kostenlose eSIM mit ins Gepäck.“

eSIM oft günstiger, aber nicht immer

Digitale eSIM-Angebote gelten häufig als preiswerte Alternative zum klassischen Roaming. Für Thailand bieten einige Anbieter beispielsweise Unlimited-Datentarife ab rund 2,79 Euro pro Tag, für Indonesien ab etwa 3,12 Euro.

Allerdings ist eSIM nicht in jedem Fall günstiger. Für die Dominikanische Republik bieten einige klassische Mobilfunkanbieter Datenpakete für rund fünf Euro pro Gigabyte an und liegen damit unter den günstigsten eSIM-Angeboten.

Auch bei der Netzabdeckung bestehen Unterschiede. Für Kap Verde bietet einer der untersuchten eSIM-Anbieter keinen Tarif an, und bei mehreren Zielen – darunter Seychellen oder Dominikanische Republik – fehlen teilweise Unlimited-Angebote.

Die Analyse zeigt damit deutlich: Wer außerhalb der EU reist, sollte sich vorab über Roaming-Optionen informieren. Je nach Anbieter und Reiseziel können sich die Kosten erheblich unterscheiden.

Bildnachweis: © AA


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