Tourexpi
Trotz
geopolitischer Spannungen im Nahen Osten bleibt die Nachfrage nach Osterreisen
hoch. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Preisauswertung des Reiseportals
HolidayCheck, dass Reisende auch kurzfristig noch vergleichsweise günstige
Angebote finden können. Besonders in Destinationen mit aktuell schwächerer
Nachfrage ergeben sich interessante Preisvorteile für spontane Urlauber.
Grundlage
der Analyse sind mehrere Millionen Angebote von mehr als 68 Reiseveranstaltern.
Ausgewertet wurden Durchschnittspreise im März für einwöchige Pauschalreisen
von Paaren mit Transfer und mindestens einer täglichen Verpflegungsleistung für
den Abreisezeitraum zwischen dem 2. März und dem 17. April 2026.
Costa
Brava, Türkei und Tunesien gehören zu den günstigsten Zielen
Zu
den preiswertesten Zielen zählt derzeit die Costa Brava. Für eine einwöchige
Reise zahlen Paare im Schnitt rund 940 Euro. Zwar sind die Wassertemperaturen
im März und April noch kühl, doch die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten
für Aktiv- und Kultururlaub. Küstenwanderungen auf dem Camí de Ronda, Ausflüge
nach Barcelona oder Besuche historischer Städte wie Girona gehören zu den
beliebtesten Programmpunkten.
Auch
die Türkei bleibt im Pauschalreisesegment eine der preislich attraktivsten
Optionen. Eine Reise an die Türkische Riviera kostet aktuell im Durchschnitt
rund 1.120 Euro für zwei Personen. Viele Angebote beinhalten All Inclusive,
wodurch sich die Gesamtausgaben für Urlauber gut kalkulieren lassen.
Tunesien
gehört ebenfalls weiterhin zu den günstigeren Warmwasserzielen. Für eine Reise
nach Djerba müssen Paare derzeit rund 1.260 Euro einplanen. Trotz eines
Preisanstiegs von etwa 14 Prozent gegenüber Februar bleibt die Destination
damit vergleichsweise erschwinglich.
Reisende
sollten jedoch beachten, dass Urlaubsreisen in Länder wie die Türkei, Ägypten
oder Tunesien ohne bestehende Reisewarnung in der Regel nicht kostenfrei
storniert oder umgebucht werden können. Auch Reiserücktrittsversicherungen
greifen meist nicht bei allgemeinen geopolitischen Risiken. Wer sich mehr
Flexibilität sichern möchte, sollte bei der Buchung auf Tarife achten, die eine
kostenfreie Umbuchung oder Stornierung bis kurz vor Abreise ermöglichen.
Sinkende
Preise auf griechischen Inseln
Auf
mehreren griechischen Inseln zeigt sich derzeit besonders deutliches
Sparpotenzial. Für eine Woche Pauschalurlaub auf Kos zahlen Paare aktuell rund
1.190 Euro, was einem Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Februar
entspricht. Auf Kreta liegt der Durchschnittspreis bei etwa 1.350 Euro und
damit rund 13 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.
„Wir
sehen aktuell, dass die Nachfrage nach Osterurlaub im Vergleich zu 2025 auf den
griechischen Inseln unter Vorjahr liegt. Ein Grund dürfte sein, dass Ostern in
diesem Jahr sehr früh liegt – vielerorts sind Ende März und Anfang April noch
keine verlässlichen Badetemperaturen zu erwarten“, erklärt Reiseexpertin Nina
Hammer.
Badeurlaub
deutlich teurer
Wer
über Ostern Wert auf sichere Badetemperaturen legt, muss deutlich höhere Preise
einplanen. In Ägypten kostet eine Woche Urlaub in Marsa Alam derzeit etwa 1.860
Euro. Für eine Reise nach Hurghada werden rund 1.840 Euro berechnet.
Auch
die Kanarischen Inseln bleiben ein hochpreisiges Reiseziel mit stabiler
Nachfrage. Gran Canaria liegt für Paare aktuell bei durchschnittlich rund 2.610
Euro, während eine Woche auf Teneriffa etwa 2.130 Euro kostet. Die Inselgruppe
profitiert zudem von Umbuchungen, da manche Reisende ihre ursprünglichen
Reisepläne aufgrund der geopolitischen Lage angepasst haben.
Gleichzeitig
zeigt sich Bewegung im Markt. Fluggesellschaften reagieren kurzfristig auf die
hohe Nachfrage und erhöhen ihre Kapazitäten für den April, insbesondere für
Ziele wie Mallorca, die Kanaren und Griechenland. Dadurch können sich auch
kurzfristig noch zusätzliche und teilweise günstigere Verbindungen ergeben.
„Die
aktuelle Entwicklung zeigt, dass viele Reisende bereit sind, für Sonne,
Sicherheit und ein planbares Urlaubserlebnis mehr Geld auszugeben – besonders
rund um Ostern, wenn verlässliche Wetterbedingungen entscheidend sind. Das
spiegelt sich auch in der stabil hohen Nachfrage auf den Kanarischen Inseln
wider“, sagt Nina Hammer.
Flexibilität
zahlt sich aus
Die
Auswertung zeigt insgesamt ein klares Bild: Wer beim Reiseziel und bei den
Wettererwartungen flexibel bleibt, kann auch kurz vor den Osterferien noch
vergleichsweise günstige Angebote finden. Besonders Destinationen mit
geringerer Nachfrage oder unsicheren Badetemperaturen bieten derzeit die
größten Sparchancen. Reisende, die hingegen gezielt Sonne und Badeurlaub
suchen, müssen für Ostern 2026 mit höheren Preisen rechnen.
Bildnachweis:
© HolidayCheck AG
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