AlUla belebt seine Wüstenlandschaft durch ambitionierte Naturschutzprojekte - Wissen, was im Tourismus los ist!



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AlUla belebt seine Wüstenlandschaft durch ambitionierte Naturschutzprojekte
Wiederansiedlung bedrohter Tierarten eröffnet neue Naturerlebnisse zwischen Canyons, Wüste und Weltkulturerbe
AlUla belebt seine Wüstenlandschaft durch ambitionierte Naturschutzprojekte

In der Wüstenregion AlUla im Nordwesten Saudi-Arabiens kehrt das Leben sichtbar zurück. Zwischen roten Sanddünen, zerklüfteten Felsen und tief eingeschnittenen Canyons entstehen durch umfassende Naturschutzprogramme wieder stabile Ökosysteme. Besucher können heute Wildtiere erleben, die hier seit Jahrhunderten heimisch sind oder nach langer Abwesenheit wieder angesiedelt wurden.

Die sechs Naturschutzreservate der Region erstrecken sich über rund 12.160 Quadratkilometer und umfassen damit etwa die Hälfte der gesamten Destination. In diesen Schutzgebieten wurden bislang mehr als 1.400 Tiere bedrohter Arten ausgewildert, darunter Arabische Sandgazellen, Berggazellen, Nubische Steinböcke und Arabische Oryxantilopen. Mehr als 150 Ranger überwachen die Reservate und unterstützen die Schutzprogramme.

Shaaran Nature Reserve als Zentrum der Renaturierung

Eine zentrale Rolle spielt das Shaaran Nature Reserve im Herzen der Region. Das rund 1.540 Quadratkilometer große Schutzgebiet gilt als eines der wichtigsten Renaturierungsprojekte AlUlas. Ziel ist es, die ursprüngliche Artenvielfalt der Wüste wiederherzustellen und ein stabiles Gleichgewicht zwischen Pflanzen, Beutetieren und Raubtieren zu schaffen.

In den vergangenen Jahren konnten hier mehrere Pflanzenfresserarten erfolgreich angesiedelt werden, darunter Arabische Sandgazellen, Berggazellen, Nubische Steinböcke und Arabische Oryxantilopen. Auch Arabische Wölfe und Großohrfüchse sind inzwischen im Reservat heimisch geworden. Die Wiederherstellung stabiler Tierpopulationen gilt als wichtige Voraussetzung für die mögliche Rückkehr größerer Raubtiere.

Hoffnung auf die Rückkehr des Arabischen Leoparden

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Arabischen Leoparden, einer der seltensten Großkatzen der Welt. Nur noch wenige Dutzend Tiere leben in freier Wildbahn. In AlUla arbeiten internationale Partnerorganisationen daran, die Voraussetzungen für eine langfristige Wiederansiedlung zu schaffen.

Die Royal Commission for AlUla kooperiert dabei unter anderem mit der Smithsonian Institution, der International Union for the Conservation of Nature sowie weiteren internationalen Partnern. Ergänzt wird das Programm durch ein spezialisiertes Zucht- und Schutzzentrum, das nach internationalen Standards arbeitet und den Bestand der Art sichern soll.

Der jährlich am 10. Februar begangene Tag des Arabischen Leoparden unterstreicht das Engagement der Region für den Schutz dieser bedrohten Art.

Geier kehren in die Lüfte der Wüste zurück

Neben Säugetieren profitieren auch Vogelarten von den Schutzmaßnahmen. Im Herbst 2025 wurde im Shaaran Nature Reserve erstmals ein Rüppellgeier gesichtet – eine der seltensten Geierarten der Welt und erst die zweite dokumentierte Sichtung in Saudi-Arabien.

Der afrikanische Rüppellgeier gilt zudem als der am höchsten fliegende Vogel der Welt und kann Höhen von mehr als 11.000 Metern erreichen. Parallel dazu verzeichnen Forscher der Royal Commission for AlUla Erfolge bei der Aufzucht und Auswilderung von Schmutzgeiern. Gemeinsam mit Gänse-, Ohren- und Mönchsgeiern tragen sie zur Stabilisierung der natürlichen Kreisläufe im Ökosystem bei.

Naturerlebnisse zwischen Wüste und Weltkulturerbe

Die Naturschutzprogramme eröffnen zugleich neue Möglichkeiten für nachhaltigen Tourismus. Besucher können die Tierwelt und Landschaften der Region auf geführten Safaris, Wanderungen oder Sternbeobachtungstouren entdecken.

Im Shaaran Nature Reserve werden unter anderem Geländewagen-Safaris angeboten, bei denen mit etwas Glück Nubische Steinböcke, Gazellen oder Rotnackenstrauße beobachtet werden können. Anbieter organisieren zudem Touren durch die Canyons der Region sowie Wanderungen durch abgelegene Wüstentäler.

Auch rund um die UNESCO-Welterbestätte Hegra verbinden sich Natur und Geschichte. Auf geführten Touren durch die Landschaft der ehemaligen nabatäischen Stadt begegnen Besucher nicht nur Felsgräbern und antiken Inschriften, sondern auch einer Tierwelt, die zunehmend wieder Teil dieser historischen Wüstenlandschaft wird.

Bildnachweis: © Royal Commission for AlUla


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