Tourexpi
Hapag-Lloyd
Cruises richtet den Blick im Winter 2027/28 gezielt auf den Indischen Ozean und
stellt dabei nicht nur neue Routen, sondern vor allem die Menschen hinter den
Expeditionen in den Mittelpunkt. Auf zehn Reisen der HANSEATIC nature zwischen
Oktober 2027 und März 2028 stehen Westafrika, Südafrika, die Seychellen und
Madagaskar auf dem Programm. Im Fokus: ein intensives Verständnis für Natur und
Kultur, das durch interdisziplinäre Expertenteams, persönliche Begegnungen und
bewusst gestaltete Reiseformate entsteht.
Die
Expeditionen führen bewusst abseits klassischer Routen und lösen bekannte
Postkartenmotive aus ihrem Kontext. Was auf den ersten Blick wie tropische
Idylle erscheint, wird durch wissenschaftliche Einordnung zu einem
vielschichtigen Bild aus ökologischen, geologischen und kulturellen
Zusammenhängen erweitert. Dabei ist der Austausch zwischen Gästen, Experten und
lokaler Bevölkerung integraler Bestandteil jeder Reise.
Expertise
macht Zusammenhänge sichtbar
Jede
Expedition wird von einem bis zu 16-köpfigen Team begleitet, darunter Biologen,
Geologen, Ornithologen und Ethnologen. Sie sind nicht nur Vortragende, sondern
Teil des täglichen Geschehens – bei Zodiacfahrten, Anlandungen und Wanderungen
ebenso wie in Gesprächen an Bord.
„Expedition
entsteht nicht durch Inszenierung, sondern durch Begegnung und Verständnis“,
sagt Isolde Susset, Managing Director Hapag-Lloyd Cruises. „Unsere Gäste
erleben Natur nicht aus der Distanz, sondern im direkten Austausch mit den
Expertinnen und Experten an Bord, und genau das macht den Unterschied.“
Gerade
in tropischen Regionen zeigt sich, wie stark wissenschaftliche Einordnung das
Erleben vertieft. „Der Indische Ozean ist weit mehr als eine ästhetische
Kulisse, er ist ein geologisches und biologisches Juwel“, erklärt Biologe Mario
Aigner. „Unsere Aufgabe ist es, diese Komplexität verständlich zu machen – etwa
zu erklären, warum sich auf Madagaskar eine so außergewöhnliche Vielfalt an
endemischen Arten entwickeln konnte oder welche geologischen Prozesse die
Inselwelten der Seychellen geprägt haben.“
Madagaskar
wird dabei zum „Labor der Evolution“: Die lange Isolation der Insel hat
einzigartige Lebensräume hervorgebracht, in denen Lemuren, Chamäleons und
seltene Pflanzen in hoher Endemismusrate vorkommen. Auch auf den Seychellen
richtet sich der Blick gezielt auf abgelegene Regionen wie das streng
geschützte Aldabra-Atoll, eines der größten gehobenen Korallenatolle der Welt
und UNESCO-Weltnaturerbe.
„Dort
erleben wir Natur in einem Zustand, wie er ursprünglich einmal überall
existiert haben muss“, so Aigner. „Dieses unmittelbare Erleben bringt eine
große Verantwortung mit sich, für uns als Team und für unsere Gäste.“
Verantwortung
als gelebte Praxis
Mit
der Intensität der Erfahrung wächst auch das Bewusstsein für den Schutz
sensibler Ökosysteme. Anlandungen erfolgen in kleinen Gruppen und werden eng
durch das Expeditionsteam begleitet. Routen werden sorgfältig geplant und
situativ angepasst – immer im Einklang mit Natur, lokalen Vorgaben und den
Gegebenheiten vor Ort.
„Wir
verstehen uns überall als Gäste“, sagt General Expedition Managerin Wilma
Rehberg. „Unser Anspruch ist es, unseren Fußabdruck so gering wie möglich zu
halten und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wertvoll und
schützenswert diese Regionen sind.“
Auch
die Schiffe selbst sind auf diese Anforderungen ausgelegt. Die
Expeditionsflotte mit HANSEATIC nature, HANSEATIC inspiration und HANSEATIC
spirit ist für Fahrten in sensiblen Regionen konzipiert und auf maximal 230
Gäste begrenzt. Moderne Umwelttechnologien wie SCR-Katalysatoren reduzieren
Stickoxide um bis zu 95 Prozent, optimierte Rumpf- und Propellertechnik senkt
Emissionen zusätzlich. Seit 2020 nutzt die Flotte schwefelarmes Marine Gasöl,
zudem sind alle Schiffe landstromfähig.
Wissensvermittlung
ist dabei fest im Konzept verankert: Im HanseAtrium finden täglich Briefings
und Vorträge statt, während die Ocean Academy vertiefende Einblicke in
Ozeanografie, Biodiversität und kulturelle Zusammenhänge bietet.
Gemeinsames
Entdecken statt passives Erleben
Die
Reisen sind darauf ausgelegt, Eindrücke nicht nur zu sammeln, sondern zu
verstehen. „Wir bereiten unsere Gäste gezielt auf jede Anlandung vor und
greifen Erlebnisse im Anschluss wieder auf“, erklärt Rehberg. „Es geht nicht um
die Quantität von Eindrücken, sondern um deren Tiefe.“
Besonders
prägend sind dabei die gemeinsamen Entdeckungen in der Natur. „In warmen
Regionen muss man sich viele Erlebnisse erarbeiten“, so Rehberg. „Tiere sind
oft gut getarnt, Lebensräume komplex. Genau deshalb sind Erfahrung und
Expertise so entscheidend und machen die Momente, in denen man etwas gemeinsam
entdeckt, umso prägender.“
Expedition
als Haltung
Neben
der Natur spielt auch der Austausch mit der lokalen Bevölkerung eine zentrale
Rolle. Begegnungen vor Ort eröffnen Einblicke in Lebensrealitäten und erweitern
den Blick auf die Regionen über ihre landschaftliche Schönheit hinaus.
„Es
geht darum, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Perspektiven und
Herausforderungen zu verstehen“, sagt Aigner. „Diese Begegnungen sind oft
genauso prägend wie die Naturerlebnisse selbst.“
Unabhängig
von der Destination bleibt das Grundprinzip gleich: Expedition ist für
Hapag-Lloyd Cruises eine Haltung, geprägt von Wissen, Respekt und
Entdeckergeist. Mit dem neuen Schwerpunkt im Indischen Ozean wird dieser
Anspruch erstmals konsequent in tropischen Regionen gebündelt.
Im
Winter 2027/28 umfasst das Programm zehn Expeditionen der HANSEATIC nature und
ergänzt die parallel stattfindenden Antarktisreisen um eine tropische Route.
Reisebeispiele
im Überblick
Die
Reise NAT2725 vom 8. bis 20. Dezember 2027 führt von Mahé nach Mauritius und
erschließt neben den Inner Islands unter anderem das Saint-Francois-Atoll, die
Aldabra-Inseln und das Farquhar-Atoll. Die zwölftägige Expedition ist im
PLATIN-Tarif ab 9.480 Euro pro Person bei Doppelbelegung buchbar, inklusive
Frühbucherermäßigung bis Ende Januar 2027 sowie An- und Abreisepaket.
Die
Expedition NAT2802 vom 15. bis 30. Januar 2028 verbindet Mahé mit Mauritius
über die Ost- und Nordküste Madagaskars sowie Stationen wie Mayotte und
Réunion. Die Preise beginnen bei 11.890 Euro pro Person bei Doppelbelegung,
ebenfalls inklusive Frühbucherermäßigung und An- und Abreisepaket.
Weitere
kombinierte Routen zwischen Kapstadt, Seychellen, Madagaskar und Mauritius
ergänzen das Programm bis März 2028 und bilden eine neue tropische
Expeditionsachse im Portfolio von Hapag-Lloyd Cruises.
Bildnachweis:
Wilma Rehberg General Manager ©
NiklasFaralisch
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