Tourexpi
Die
Kinder- und Jugendreisebranche hat die Krisenjahre hinter sich gelassen, doch
die Erholung verläuft ungleichmäßig. Das zeigt das erstmals vorgelegte
Branchenbarometer des Reisenetz – Fachverband für Kinder- und Jugendreisen e.
V., entwickelt gemeinsam mit der Ostfalia Hochschule für angewandte
Wissenschaften. Während größere Anbieter häufiger von stabilen oder positiven
Entwicklungen berichten, stehen kleinere Betriebe unter besonderem
wirtschaftlichem Druck.
Stabilisierung
mit deutlichen Unterschieden
Im
Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 bewerten 44 Prozent der befragten Unternehmen
ihre wirtschaftliche Lage als besser oder deutlich besser. 22 Prozent sehen
keine Veränderung, 30 Prozent sprechen von einer Verschlechterung. Eine
differenzierte Betrachtung nach Umsatzklassen zeigt ein klares Gefälle: Große
Unternehmen melden überwiegend stabile bis positive Entwicklungen, während
insbesondere Betriebe mit weniger als einer Million Euro Jahresumsatz häufiger
stagnierende oder rückläufige Zahlen verzeichnen.
Gleichzeitig
berichten nahezu alle Unternehmen von steigenden Kosten. Besonders betroffen
sind Ausgaben für Unterkunft, Verpflegung und Waren, aber auch Personal-,
Reise- und Betriebskosten haben spürbar angezogen. Diese Dynamik schmälert die
Spielräume selbst dort, wo sich Umsätze und Nachfrage bereits erholt haben.
Nachfrage
bleibt stabil, Preisbewusstsein wächst
Inhaltlich
konzentriert sich die Nachfrage weiterhin auf etablierte Formate wie
Klassenfahrten und Freizeitcamps. Insgesamt zeigt sich ein gradueller Wandel im
Buchungsverhalten mit stärkerem Preisbewusstsein der Kundschaft. Für die
kommenden drei Jahre sehen 82 Prozent der Unternehmen Digitalisierung und
Prozessautomatisierung als relevant oder sehr relevant für ihre
Zukunftsfähigkeit. Ebenso wichtig werden Fachkräftesicherung,
Personalentwicklung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz eingeschätzt.
Verband
fordert politische Absicherung
Peter
Schuto, Vorstandsvorsitzender des Reisenetz, sieht Handlungsbedarf: „Die
Ergebnisse machen klar, dass Kinder- und Jugendreisen als Bildungs- und
Teilhabeangebot politisch und wirtschaftlich stärker abgesichert werden müssen.
Wer verlässliche Klassenfahrten und Ferienangebote für junge Menschen will,
muss den Kostendruck ernst nehmen und gerade kleinere Anbieter gezielt stärken.
Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Lage sorgen gemeinsame
Reiseerlebnisse für Weltoffenheit, Toleranz und ein nachhaltiges Verständnis
für Natur und Umwelt – zentrale Fähigkeiten in einer zunehmend globalisierten
und komplexen Welt. Damit wirken Kinder- und Jugendreisen weit über den Moment
hinaus: Sie stärken persönliche Entwicklung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und
die demokratische Kultur von morgen.“
Auch
Geschäftsführerin Anne Riediger betont den Nutzen des neuen Instruments: „Für
die Verbandsarbeit ist besonders wichtig, dass wir die unterschiedlichen
Herausforderungen kleiner und großer Unternehmen nun schwarz auf weiß sehen:
vom Kostendruck über Fachkräftesicherung bis hin zu Digitalisierung und
Nachhaltigkeit. Auf dieser Basis können wir unsere Angebote – von Information
über Schulungen bis hin zur politischen Interessenvertretung – noch gezielter
ausrichten.“
Das
Branchenbarometer liefert damit erstmals eine systematische Bestandsaufnahme
der Kinder- und Jugendreisebranche – mit klaren Hinweisen darauf, wo Stabilität
erreicht ist und wo strukturelle Unterstützung nötig bleibt.
Bildnachweis:
© Tourexpi
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