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Spanien unter den sichersten LGBTQ+-Reisezielen – USA verlieren deutlich
Studie zu 46 Ländern und Gebieten sieht Spanien bei Akzeptanz und Sicherheit weit vorn, während sich die Wahrnehmung der USA gegenüber 2025 stark verschlechtert
Spanien unter den sichersten LGBTQ+-Reisezielen – USA verlieren deutlich

Spanien festigt seine Position als eines der von LGBTQ+-Reisenden als besonders sicher und akzeptierend wahrgenommenen Reiseziele. Das zeigt die Studie „LGBTQ+ Travel Safety 2026“ von ITB Berlin, A3M Global Monitoring und Diversity Tourism. Untersucht wurde anhand von Befragungen und Experteninterviews die Wahrnehmung von Akzeptanz und Sicherheit in insgesamt 46 Ländern und Gebieten.

Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass die Wahl des Reiseziels für LGBTQ+-Reisende von zusätzlichen Kriterien geprägt wird. Neben Preis, touristischer Infrastruktur und klassischem Urlaubsangebot spielen gesellschaftliche Akzeptanz, Sichtbarkeit und das persönliche Sicherheitsgefühl eine wichtige Rolle.

Spanien gehört zur Spitzengruppe

Die höchsten Bewertungen für gesellschaftliche Akzeptanz erhielten Kanada und die Niederlande. Die Befragten bewerteten dort unter anderem den respektvollen Umgang mit LGBTQ+-Personen, die Möglichkeit, Zuneigung in der Öffentlichkeit zu zeigen, sowie Erfahrungen im Kontakt mit Behörden positiv.

Auch Spanien und Österreich erzielten hohe Zustimmungswerte und zählen damit zu den Reisezielen, die von den Befragten als besonders LGBTQ+-freundlich wahrgenommen werden.

Für die Tourismuswirtschaft ist diese Wahrnehmung von Bedeutung, weil Sicherheit und gesellschaftliche Akzeptanz neben klassischen Faktoren zunehmend Einfluss auf die Reiseentscheidung dieser Zielgruppe nehmen.

USA verzeichnen starken Vertrauensverlust

Die auffälligste Veränderung gegenüber 2025 zeigt sich in den Vereinigten Staaten. Nur noch 17 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass LGBTQ+-Personen dort im Allgemeinen respektvoll behandelt werden. Im Vorjahr waren es noch 35 Prozent.

Noch deutlicher wird der Vertrauensverlust beim Blick auf staatliche Institutionen. Der Anteil der Befragten, die einen respektvollen Umgang durch die Polizei wahrnehmen, sank von 39 auf ebenfalls 17 Prozent.

Auch die Einschätzung, Diskriminierung oder Hasskriminalität zuverlässig melden zu können, verschlechterte sich erheblich. Dieser Wert fiel innerhalb eines Jahres von 52 auf 33 Prozent.

Risikokarte zeigt Verbesserungen und Verschlechterungen

Parallel zur Studie veröffentlichte A3M Global Monitoring die LGBTQ+ Risk Map 2026. Sie bildet Veränderungen der Rahmenbedingungen für LGBTQ+-Reisende in verschiedenen Ländern ab.

Positive Entwicklungen verzeichnet die Risikokarte unter anderem für Kanada, die Niederlande, Österreich, China und Kolumbien. Verschlechterungen beziehungsweise stärkere Einschränkungen werden dagegen für Niger, Senegal, Burkina Faso, Kasachstan und Belarus ausgewiesen.

Die Ergebnisse verdeutlichen damit, dass sich die Bedingungen für LGBTQ+-Reisende international unterschiedlich entwickeln. Für Destinationen wird die wahrgenommene gesellschaftliche und rechtliche Sicherheit zugleich zu einem Faktor, der ihre Wettbewerbsposition innerhalb dieses Reisemarktes beeinflussen kann.

Quelle: https://www.tourinews.es/destinos-turismo/espana-se-consolida-en-top-5-destinos-mas-seguros-segmento-lgtbi-estados-unidos-se-hunde_4494181_102.html

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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