Québec feiert am 13. Juli seine historischen Leuchttürme - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Québec feiert am 13. Juli seine historischen Leuchttürme
Die „Route des Phares“ verbindet maritimes Kulturerbe mit eindrucksvollen Naturerlebnissen entlang des Sankt-Lorenz-Stroms
Québec feiert am 13. Juli seine historischen Leuchttürme

Am 13. Juli rückt Québec seine historischen Leuchttürme in den Mittelpunkt. Mit dem Nationalen Leuchtturmtag würdigt die ostkanadische Provinz die Bedeutung dieser markanten Bauwerke für die Schifffahrt und den Küstenschutz. Doch nicht nur rund um den Aktionstag lohnt sich eine Reise entlang der „Route des Phares“: Die historischen Leuchttürme verbinden eindrucksvolle Landschaften, spannende Geschichte und außergewöhnliche Übernachtungs- und Ausflugsmöglichkeiten zu einem abwechslungsreichen Roadtrip entlang des Sankt-Lorenz-Stroms.

Ein Gedenktag für das maritime Erbe

Der Nationale Leuchtturmtag macht auf die historische Rolle der Leuchttürme aufmerksam und unterstützt gleichzeitig den Erhalt dieser bedeutenden Kulturdenkmäler. Zahlreiche Restaurierungsprojekte sorgen dafür, dass die Bauwerke auch künftig als Zeugnisse der maritimen Geschichte Québecs erhalten bleiben.

Viele der Leuchttürme stehen an spektakulären Küstenabschnitten, an denen sich Natur- und Kulturerlebnis auf besondere Weise verbinden. Einige erfüllen bis heute ihre ursprüngliche Aufgabe, andere wurden zu Museen, Besucherzentren oder außergewöhnlichen Unterkünften umgestaltet.

Zehn Leuchttürme erzählen die Geschichte der Küste

Zu den bekanntesten Stationen der Leuchtturm-Route gehört Pointe-à-la-Renommée in der Gaspésie. Der ursprünglich 1880 errichtete Leuchtturm wurde nach seiner Versetzung 1997 dank einer Bürgerinitiative an seinen historischen Standort zurückgebracht. Heute erinnert dort auch Nordamerikas erste Seefunkstation an die maritime Vergangenheit der Region.

Ebenfalls in der Gaspésie erhebt sich der 37 Meter hohe Leuchtturm von Cap-des-Rosiers. Der 1858 errichtete Turm ist der höchste Leuchtturm Kanadas und gilt als markantes Eingangstor zum Nationalpark Forillon. Die Umgebung zählt zudem zu den beliebten Orten für Walbeobachtungen.

Nicht weit entfernt bietet der Leuchtturm Cap-de-la-Madeleine einen weiten Blick über den Sankt-Lorenz-Strom. Ein angeschlossenes Museum vermittelt Einblicke in die Geschichte des Leuchtturms sowie der regionalen Papier- und Lachswirtschaft.

Auf der Île Verte steht der älteste Leuchtturm am Sankt-Lorenz-Strom. Das 1809 errichtete Bauwerk ermöglicht Besuchern sogar eine Übernachtung im ehemaligen Wohnhaus des Leuchtturmwärters.

Der Leuchtturm Pointe-au-Père im Bas-Saint-Laurent beeindruckt mit seiner markanten achteckigen Stahlbetonkonstruktion. Neben dem Ausblick von der Aussichtsplattform können Besucher hier auch das U-Boot Onondaga sowie die Ausstellung zum Schiffsunglück der Empress of Ireland entdecken.

Zu den außergewöhnlichsten Stationen zählt außerdem der Leuchtturm auf den Îles du Pot à l'Eau-de-Vie. Das 1861 errichtete Gebäude spielte während der Prohibition eine Rolle beim Alkoholschmuggel und ist heute im Rahmen von Flusskreuzfahrten erreichbar.

An der Côte-Nord bietet Cap-de-Bon-Désir beste Voraussetzungen, um Wale, Robben und Seevögel zu beobachten. Der Standort gehört heute zum Interpretationszentrum des Meeresparks Saguenay–Saint-Laurent.

Der Leuchtturm Pointe-des-Monts, dessen rot-weiße Streifen schon von weitem sichtbar sind, stammt aus dem Jahr 1830 und bietet Gästen die Möglichkeit, direkt am Meer zu übernachten.

Auch der 1907 errichtete Leuchtturm von Matane ist heute öffentlich zugänglich. Er beherbergt ein Touristeninformationszentrum mit einer maritimen Ausstellung.

Auf den Îles-de-la-Madeleine schließlich erinnert der ehemalige Leuchtturm von L'Anse-à-la-Cabane, der bis 2011 in Betrieb war, als Teil des Parc patrimonial William-Cormier an die lange Geschichte der Schifffahrt in der Region.

Küstenlandschaften, Geschichte und Natur verbinden

Die Leuchttürme entlang des Sankt-Lorenz-Stroms sind weit mehr als historische Bauwerke. Sie liegen an malerischen Küstenstraßen, in Naturparks und an Aussichtspunkten, von denen sich die abwechslungsreiche Landschaft Québecs besonders eindrucksvoll erleben lässt. Ob als kurzer Zwischenstopp, Tagesausflug oder mehrtägiger Roadtrip – die „Route des Phares“ verbindet maritime Geschichte mit Naturerlebnissen und bietet vielerorts die Chance, Wale, Seevögel oder Robben in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Bildnachweis: © Bonjour Québec


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