Tourexpi
Istanbul
entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Homeports im östlichen
Mittelmeer. Immer mehr internationale Kreuzfahrtgesellschaften nutzen die
türkische Metropole nicht nur als Anlaufhafen, sondern auch als Ausgangs- und
Endpunkt ihrer Reisen. Davon profitiert nicht nur der Kreuzfahrtsektor, sondern
auch die Tourismuswirtschaft der Stadt.
Kreuzfahrttourismus
wächst weiter
Nach
Angaben der türkischen Generaldirektion für Seefahrt liefen im Mai 169
Kreuzfahrtschiffe türkische Häfen an. Das entspricht einem Plus von 14,2
Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere stieg
um 10,8 Prozent auf 257.897.
Von
Januar bis Mai wurden insgesamt 324 Kreuzfahrtschiffe und 455.580 Passagiere
registriert. Das waren 2,2 beziehungsweise 3,9 Prozent mehr als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Nach
Kuşadası war Istanbul in den ersten fünf Monaten des Jahres der zweitwichtigste
Kreuzfahrthafen der Türkei. Von den 66 Schiffen, die den Bosporus anliefen,
nutzten viele die Stadt bereits als Homeport.
Internationale
Reedereien setzen verstärkt auf Istanbul
Vor
allem die Reedereien MSC Cruises, Costa Crociere und AROYA Cruises haben ihre
Istanbul-basierten Programme in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet.
Dadurch ist die Zahl der Kreuzfahrtgesellschaften, die Istanbul als Homeport
nutzen, zwischen 2023 und 2025 um rund 50 Prozent gestiegen.
Für
die Wahl eines Homeports spielen eine gute internationale Fluganbindung,
moderne Hafenanlagen, effiziente Einreise- und Abfertigungsprozesse sowie die
touristische Attraktivität einer Destination eine entscheidende Rolle. Mit
seiner verkehrsgünstigen Lage zwischen Europa und Asien, dem internationalen
Flughafen und seinem reichen kulturellen Erbe erfüllt Istanbul diese
Voraussetzungen in besonderem Maße.
Homeport-Gäste
sorgen für höhere Wertschöpfung
Für
Städte ist die Funktion als Homeport wirtschaftlich deutlich attraktiver als
die Rolle eines reinen Anlaufhafens. Kreuzfahrtgäste reisen häufig bereits
einige Tage vor der Einschiffung an oder verlängern ihren Aufenthalt nach der
Reise. Davon profitieren Hotels, Restaurants, Einzelhandel, Verkehrsbetriebe
sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen.
Selami
Pirçek, stellvertretender Generaldirektor von Sunorama Cruises, sieht
insbesondere die hervorragende Erreichbarkeit als entscheidenden
Wettbewerbsvorteil: „Eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines
Homeports ist die Erreichbarkeit. Dank des Flughafens Istanbul und des
weltweiten Streckennetzes von Turkish Airlines verfügt die Stadt hier über
einen klaren Vorteil. Istanbul bietet Kreuzfahrtgästen alles, was sie
erwarten.“
Auch
das moderne Kreuzfahrtterminal Galataport Istanbul trage mit effizienten
Check-in- und Check-out-Prozessen sowie einem hochwertigen Serviceangebot
wesentlich zur Attraktivität des Standorts bei.
Ausblick
bleibt positiv
Ahmet
Yazıcı, Vorsitzender der Sea Genesis Group, betont die hohe wirtschaftliche
Bedeutung von Homeport-Passagieren: „Passagiere, die ihre Kreuzfahrt an einem
Homeport beginnen, geben durchschnittlich zwischen 1.500 und 2.000 US-Dollar
pro Person aus. Das entspricht etwa dem Siebenfachen der wirtschaftlichen
Wertschöpfung eines Transitpassagiers.“
Nach
dem Rekordjahr 2025 rechnet Yazıcı für 2026 mit einem weiteren Anstieg der
Kreuzfahrtpassagiere um rund 20 Prozent. Die verbesserte Wahrnehmung der Türkei
als sicheres Reiseziel sowie die moderne Infrastruktur des Galataport Istanbul
dürften dazu beitragen, dass künftig noch mehr internationale Reedereien die
Metropole als Homeport in ihre Fahrpläne aufnehmen.
Bildnachweis:
© AA
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