Ibiza stellt maritimes Erbe in den Mittelpunkt eines Workshops für Reisebüros - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Ibiza stellt maritimes Erbe in den Mittelpunkt eines Workshops für Reisebüros
Ein kostenloser Online-Workshop am 16. September verbindet Ibizas maritime Geschichte mit neuen Ansätzen für nachhaltigen Küsten- und Kulturtourismus
Ibiza stellt maritimes Erbe in den Mittelpunkt eines Workshops für Reisebüros

Ibizas touristische Identität reicht weit über Strände und Nachtleben hinaus. Die Balearische Agentur für Tourismus AETIB stellt deshalb am 16. September 2026 das maritime und kulturelle Erbe der Mittelmeerinsel in den Mittelpunkt eines kostenlosen Online-Workshops für Reisebüros und Fachmedien.

Unter dem Titel „The Maritime Legacy and its Reflection in Ibiza's Cultural Heritage“ geht es um die jahrtausendealte Verbindung Ibizas mit dem Mittelmeer und die Frage, wie sich dieses Erbe für einen nachhaltigen und authentischen Tourismus erschließen lässt. Die Veranstaltung findet von 15.30 bis 18.00 Uhr Madrider Zeit online über Zoom statt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich, der Zugangslink wird anschließend per E-Mail verschickt.

Phönizier, Römer und Spuren unter Wasser

Das Meer war für Ibiza über Jahrtausende Verkehrsweg, Handelsraum und Verbindung zu anderen Kulturen des Mittelmeers. Phönizische Handelswege, römische Häfen und archäologische Fundstätten unter Wasser dokumentieren die strategische Bedeutung der Insel und haben ihre kulturelle Entwicklung nachhaltig geprägt.

Der Workshop soll zeigen, wie diese maritime Vergangenheit bis heute in der kulturellen Identität Ibizas fortlebt. Für Reisebüros eröffnet sich damit zugleich die Möglichkeit, die Insel mit touristischen Angeboten zu verbinden, die stärker auf Geschichte, Kultur und Naturerlebnisse ausgerichtet sind.

Experten verbinden Archäologie und Tourismus

Die wissenschaftliche Perspektive übernimmt Prof. Dr. Marcus Heinrich Hermanns. Der Universitätsprofessor und Unterwasserarchäologe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit maritimen Fundstätten und der Unterwasserarchäologie der Balearen. Im Workshop gibt er Einblicke in die Spuren, die frühere Kulturen im und am Mittelmeer hinterlassen haben.

Miquel Àngel Rosselló, Generaldirektor für Tourismus der Balearischen Landesregierung, beleuchtet das Thema aus touristischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung des kulturellen Erbes für den Tourismus und die Möglichkeiten, diesen Reichtum für eine nachhaltige Entwicklung der Balearen zu nutzen.

Europäisches Projekt entwickelt neue Routen

Der Workshop gehört zum europäischen Projekt ECO-SEAROUTES, das im Rahmen des Programms Interreg Euro-MED einen nachhaltigeren Küsten- und Wassertourismus im Mittelmeerraum fördern soll.

Ein zentraler Ansatz besteht darin, Besucherströme von stark frequentierten Häfen und bekannten touristischen Hotspots stärker in weniger besuchte Küstengebiete und Regionen im Hinterland zu lenken. Damit sollen Umweltbelastungen reduziert und zugleich lokale Wirtschaftskreisläufe und neue touristische Angebote gestärkt werden.

An ECO-SEAROUTES beteiligen sich zehn Partner aus sieben Mittelmeerländern: Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich, Montenegro, Zypern und Slowenien. Gemeinsam arbeiten sie an einem transnationalen Netzwerk nachhaltiger Marinas und an gemeinsamen Umweltstandards für einen verantwortungsvollen Tourismus.

Neun Routen sollen Küste und Hinterland verbinden

Das Projekt verfolgt mehrere miteinander verknüpfte Ansätze. Eine gemeinsame ECO-SEA-ROUTE-Strategie soll einen Rahmen für nachhaltiges Hafenmanagement schaffen und Marinas im Mittelmeer über gemeinsame Umweltstandards miteinander verbinden.

Parallel entstehen neun ECO-SEAROUTES-Reiserouten. Sie sollen Küstenregionen mit dem Hinterland verknüpfen und Reisenden kulturelle Erlebnisse abseits stark frequentierter touristischer Zentren erschließen.

Ergänzt werden die Routen durch neun sogenannte Community Heritage Hubs. Dort sollen lokale Gemeinschaften ihr kulturelles Erbe präsentieren und Besucher an nachhaltige touristische Erlebnisse heranführen. Ibiza dient beim Online-Workshop als Beispiel dafür, wie sich historische maritime Verbindungen in zeitgemäße touristische Angebote übersetzen lassen.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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