Tourexpi
Nach
der Eskalation im Nahen Osten und weitreichenden Luftraumsperren hat die
organisierte Rückführung von Reisenden deutscher Veranstalter begonnen. Seit
dem 3. März finden unter strengen Sicherheitsauflagen erste Flüge aus Dubai und
Abu Dhabi nach Deutschland statt. Voraussetzung für jede Verbindung bleibt,
dass die aktuelle Sicherheitslage einen sicheren Flugbetrieb zulässt.
Die
Rückführungen erfolgen schrittweise, da die Lage vor Ort weiterhin als volatil
gilt und sich insbesondere die Situation im Luftraum kurzfristig ändern kann.
Der Deutsche Reiseverband steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit dem
Auswärtigen Amt und den Reiseveranstaltern, um mögliche Evakuierungen zu
koordinieren und betroffene Gäste schnellstmöglich zurückzubringen.
Rückreisen
nur schrittweise möglich
Die
Organisation der Rückflüge gilt aufgrund der angespannten Sicherheitslage und
zahlreicher Luftraumsperren als komplexe logistische Aufgabe. Flüge werden
daher nur dann durchgeführt, wenn die Sicherheit von Passagieren und Crews
gewährleistet ist.
Gäste,
die auf einen der möglichen Rückflüge gebucht werden können, werden direkt von
ihrem Reiseveranstalter informiert. Zugleich weisen Reiseveranstalter und
Auswärtiges Amt darauf hin, dass Reisende weiterhin in ihren Hotels bleiben
sollen. Der Zugang zu den Flughäfen ist ausschließlich Passagieren mit
bestätigter Buchung gestattet.
Wie
lange die aktuelle Situation andauern wird, lässt sich derzeit nicht
verlässlich prognostizieren. Die Branche arbeitet nach eigenen Angaben mit
Hochdruck daran, weitere Rückführungen zu organisieren.
Rund
30.000 Reisende betroffen
Aktuell
halten sich rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter in der Region auf oder
haben Flüge über wichtige Drehkreuze im Nahen Osten gebucht. Darunter befinden
sich auch Passagiere, die lediglich zum Umsteigen über Flughäfen der Region
reisen.
Die
Sicherheitslage gilt weiterhin als äußerst angespannt. In mehreren Ländern der
Region sind Lufträume gesperrt, wodurch zahlreiche Flugverbindungen ausgesetzt
wurden. Das Auswärtige Amt hat Ende Februar Reisewarnungen für eine Reihe von
Staaten ausgesprochen, darunter Israel und die palästinensischen Gebiete,
Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran sowie mehrere Golfstaaten.
Veranstalter
sagen Reisen in betroffene Regionen ab
Reiseveranstalter
haben aufgrund der Lage bereits zahlreiche Reisen in Länder mit bestehender
Reisewarnung abgesagt. Gäste, die ihre Reise noch nicht angetreten haben,
werden aktiv informiert. Sie können ihre Reise kostenfrei auf ein anderes Ziel
oder einen späteren Zeitpunkt umbuchen. Bei einer Stornierung werden bereits
gezahlte Beträge erstattet.
Reisende,
die derzeit vor Ort auf ihre Rückreise warten müssen, werden von ihren
Veranstaltern betreut und bei Bedarf sicher untergebracht. Gleichzeitig stehen
die Unternehmen in engem Kontakt mit Behörden und Partnern in den jeweiligen
Zielgebieten.
Branche
beobachtet Lage kontinuierlich
Die
Reisebranche verfolgt die Entwicklungen im Nahen Osten aufmerksam und bewertet
die Situation fortlaufend. Veranstalter prüfen regelmäßig die offiziellen
Reisehinweise und passen ihre Programme bei Bedarf an.
Reisende,
deren Urlaub in den kommenden Tagen beginnen sollte, werden gebeten, sich
direkt mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen. Branchenvertreter
betonen, dass die Sicherheit der Gäste oberste Priorität hat und Entscheidungen
stets auf Grundlage der aktuellen Lage getroffen werden.
Bildnachweis:
© DRV
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