LNGVTY bewertet Hotels erstmals nach Longevity-Kriterien - Wissen, was im Tourismus los ist!



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LNGVTY bewertet Hotels erstmals nach Longevity-Kriterien
Neuer Score misst Schlafqualität, Regeneration, Ernährung und Bewegung im tatsächlichen Gästeerlebnis
LNGVTY bewertet Hotels erstmals nach Longevity-Kriterien

Ein Fitnessraum, ein Pool und ein gesundes Frühstück sagen noch wenig darüber aus, ob ein Hotel tatsächlich einen regenerativen Aufenthalt ermöglicht. Das Münchner Start-up LNGVTY will diese Lücke schließen und Hotels künftig systematisch danach bewerten, wie gut ihre Angebote gesundheitsbewusste Routinen auf Reisen unterstützen.

Unter dem Leitgedanken „Verifying Longevity“ untersucht die Plattform Faktoren wie Schlafqualität, Ruhe, Verdunklung, Luftqualität, Ernährung, Regeneration und die tatsächliche Nutzbarkeit von Sportangeboten. Hotels und Resorts aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich ab sofort für die Bewertung bewerben.

Mehr als einzelne Suchfilter

Bislang orientieren sich Reisende bei der Hotelauswahl meist an einzelnen Merkmalen wie Wellnessbereich, Fitnessstudio, Pool oder Frühstücksangebot. Ob diese Einrichtungen unter realen Bedingungen tatsächlich zur Erholung beitragen, bleibt dabei häufig offen.

Ein Fitnessraum kann für Geschäftsreisende wenig hilfreich sein, wenn er erst nach dem ersten Termin öffnet. Ein Pool eignet sich nicht automatisch zum Schwimmen, und selbst ein hochwertig eingerichtetes Zimmer kann die Nachtruhe beeinträchtigen, wenn Licht oder Geräusche eindringen.

„Viele Reisende bauen sich beim Buchen aus einzelnen Filtern ein vermeintliches Longevity-Paket. Wellness, Fitness, Pool und Frühstück ergeben aber noch lange kein regeneratives Gesamterlebnis“, sagt Valerie Constanze Dietrich, Mitgründerin von LNGVTY.

Entscheidend sei nicht allein, welche Angebote ein Hotel besitze, sondern ob Gäste diese sinnvoll nutzen könnten und ob sie aus Longevity-Sicht tatsächlich funktionierten.

Acht Dimensionen fließen in den Score ein

Kern der Bewertung ist der LNGVTY Score. Die Plattform untersucht Hotels anhand von acht fest gewichteten Dimensionen, die jeweils auf einer Skala von null bis zehn bewertet werden.

Mit einem Anteil von 24 Prozent erhält die Schlafqualität das höchste Gewicht. Hinzu kommen Lärm und Ruhe, Wellness und Recovery, Ernährung und Room Service, Gästeerlebnis und Stressreduktion, Licht und Verdunklung, Luftqualität und Raumklima sowie Fitness.

In die Auswertung fließen nicht nur Angaben der Hotels ein. LNGVTY analysiert auch öffentlich zugängliche qualitative Gästeerfahrungen und überführt statistisch wiederkehrende Aussagen in ein vergleichbares Bewertungssystem.

„Wir betrachten nicht nur, ob ein Angebot vorhanden ist, sondern ob es im Alltag des Gastes funktioniert“, erklärt Dietrich.

Klassische Hotelsterne reichen nicht aus

Die traditionelle Sterneklassifizierung gibt vor allem Auskunft über Ausstattung und Serviceniveau. Ob ein Hotel Gästen ermöglicht, ihre gewohnten Schlaf-, Ernährungs-, Bewegungs- und Erholungsroutinen fortzuführen, lässt sich daraus jedoch nur eingeschränkt ableiten.

Nach Einschätzung der Gründer wächst zugleich die Zahl der Reisenden, die gezielt auf diese Aspekte achten und bereit sind, für entsprechend ausgerichtete Hotels höhere Zimmerpreise zu bezahlen.

„Für eine wachsende Zielgruppe ist Longevity mehr als ein Modetrend“, sagt Mitgründer Kai Oppel. Viele Gäste achteten im Alltag selbstverständlich auf Schlaf, Bewegung, Ernährung und Regeneration. Auf Geschäfts- und Urlaubsreisen gerieten diese Routinen jedoch häufig durcheinander.

Drei Bewertungsstufen für Hotels

Je nach Ergebnis und Umfang der Prüfung können Hotels als „Featured“, „Approved“ oder „Certified“ eingestuft werden. Für die höchste Stufe ist zusätzlich eine physische Inspektion vor Ort erforderlich.

Die ersten bewerteten Häuser und ihre redaktionellen Profile sollen schrittweise auf der Plattform veröffentlicht werden.

Für Hotels soll das Scoring nicht nur ein Kommunikationsinstrument sein. Die Analyse soll ihnen auch helfen, bestehende Stärken sichtbar zu machen, Schwachstellen zu erkennen und einzelne Angebote stärker zu einem schlüssigen Gesamterlebnis zu verbinden.

„Viele Häuser verfügen bereits über sehr gute Voraussetzungen“, sagt Oppel. „Häufig werden die einzelnen Angebote aber isoliert geplant oder vermarktet. Unser Ziel ist es, Hotels dabei zu unterstützen, daraus ein stimmiges Gästeerlebnis zu machen, und Reisenden eine verlässliche Orientierung zu geben.“

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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