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Flexjet eröffnet erstes europäisches Privatterminal in Farnborough
34 Millionen US-Dollar fließen in ein exklusives Terminal bei London mit eigener Sicherheitsabfertigung, G700-Kabinenlounge und neuer Europazentrale
Flexjet eröffnet erstes europäisches Privatterminal in Farnborough

Flexjet hat am Farnborough Airport sein erstes eigenes Privatterminal in Europa eröffnet. Die 2.098 Quadratmeter große Anlage kostete 34 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 29,3 Millionen Euro, und steht ausschließlich Flexjet-Flugzeugeigentümern und ihren Gästen zur Verfügung. Das Unternehmen will damit das Servicekonzept seiner Privatjets bereits am Boden beginnen lassen und zugleich seine Infrastruktur in Europa deutlich ausbauen.

Das neue Gebäude liegt unmittelbar am Vorfeld und ist vom bestehenden Hauptterminal des Flughafens getrennt. Farnborough gilt als wichtigstes Privatluftfahrt-Drehkreuz für London und zählt zu den führenden europäischen Flughäfen für Geschäfts- und Privatjets. Flexjet betreibt weltweit mehr als 350 Privatjets und Hubschrauber.

Eigenes Terminal statt klassischer Flughafenlounge

Anders als ein konventionelles FBO-Terminal, das unterschiedlichen Kunden der Geschäfts- und Privatluftfahrt offensteht, ist die neue Einrichtung ausschließlich für Flexjet-Passagiere bestimmt. Mitarbeiter des Unternehmens betreuen die Gäste vor und nach dem Flug.

Dazu kommen eigene Sicherheitskontrollen und eine Einreiseabfertigung durch den Farnborough Airport. Private Besprechungsräume und eine zentrale Bar und Lounge mit raumhohem Blick auf das Vorfeld ergänzen das Angebot.

„Mit dieser Eröffnung entsteht eines der bedeutendsten markengeprägten Luxusumfelder in der Privatluftfahrt und zugleich ein entscheidender Meilenstein in der globalen Expansion von Flexjet“, sagt Chairman Kenn Ricci. Es handele sich um das bislang ambitionierteste abgeschlossene Infrastrukturprojekt des Unternehmens außerhalb seines nordamerikanischen Hauptsitzes.

Gulfstream G700 wird am Boden zur Lounge

Zu den ungewöhnlichsten Elementen des von Carver Hain Art + Design gestalteten Terminals gehört eine originalgroße Nachbildung der Kabine einer Gulfstream G700. Die sogenannte Flexjet Gulfstream G700 Fuselage Lounge bildet die Ultra-Langstreckenkabine des Unternehmens einschließlich einer privaten Master-Bedroom-Suite nach.

In der Lobby empfängt die Passagiere zudem die eigens angefertigte Skulptur „Aero“ des britisch-kanadischen Künstlers David Spriggs. Das Kunstwerk greift in wirbelnden, wolkenartigen Strukturen die Wirbelschleppen an den Flügelspitzen eines Flugzeugs auf.

Herzstück der öffentlichen Bereiche ist die Owners Bar & Lounge. Von dort reicht der Blick durch raumhohe Fenster unmittelbar auf das Flugfeld.

Farnborough wird zur Europazentrale

Das Gebäude dient nicht allein den Passagieren. Im Obergeschoss befinden sich ein neues Tactical Control Centre und die Europazentrale für Betriebs- und Supportmitarbeiter von Flexjet.

Ebenfalls ausgebaut wurde die Red Label Academy. In dem Trainingszentrum werden die weltweit fast 300 Cabin Server des Unternehmens geschult.

Auch beim Energie- und Wassermanagement wurden entsprechende Anlagen integriert. Insgesamt 138 Solarpaneele sollen jährlich rund 37.848 Kilowattstunden Strom erzeugen. Ein Siphonic-Drainage-System sammelt zudem Regenwasser und bereitet es für die Wiederverwendung innerhalb des Gebäudes auf.

Zehn private Flexjet-Terminals weltweit

Mit Farnborough wächst das Netz eigener Flexjet-Terminals auf insgesamt zehn Standorte, die bereits eröffnet wurden oder sich in Entwicklung befinden. Neun davon liegen in den USA. Zu ihnen gehört das Terminal am Teterboro Airport bei New York. Mit Farnborough und Teterboro verfügt das Unternehmen damit über eigene Zugänge zu zwei der wichtigsten Finanzmetropolen diesseits und jenseits des Atlantiks.

Insgesamt unterhält Flexjet Betriebs-, Vertriebs- und Wartungsstandorte an mehr als 25 Standorten weltweit. Die Expansion wird von erheblichen Investitionen begleitet. Im Juli 2025 gab das Unternehmen eine Investition von 800 Millionen US-Dollar durch ein von L Catterton angeführtes Konsortium bekannt. Seit Juli 2026 ist Flexjet zudem Official Private Aviation Supplier der Formula 1.

Neue Wartungsbasis ergänzt Investition in Farnborough

Parallel zum Passagierterminal hat Flexjet am Farnborough Airport eine 3.530 Quadratmeter große Anlage für Maintenance, Repair and Overhaul eröffnet. Die Wartungsbasis soll die Einsatzbereitschaft der internationalen Flotte verbessern.

Weltweit beschäftigt das interne MRO-Netzwerk nach Unternehmensangaben mehr als 1.500 Mitarbeiter an 15 Standorten. Flexjet bezeichnet es als größtes unternehmenseigenes Wartungsnetzwerk innerhalb der Privatluftfahrt.

„Von unserem wachsenden Netzwerk exklusiver privater Flexjet-Terminals über unsere internen Wartungskapazitäten und privaten Hubschrauber bis hin zu kuratierten Events, dem FXLUXE-Reiseprogramm und exklusiven Partnerschaften: Das Flexjet-Erlebnis – und das eigens dafür geschaffene Ökosystem, in das wir investieren – verschiebt auch weiterhin die Grenzen dessen, was Luxuserlebnisse heute ausmacht“, sagt Ricci.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Flexjet


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