Tourexpi
Aena
hat die Ausschreibung für den umfassenden Umbau des Flughafens Teneriffa Süd
gestartet. Allein für die Arbeiten am Terminal sind 464 Millionen Euro
vorgesehen. Hinzu kommen 48,4 Millionen Euro für die Erweiterung der Parkplätze
P1 und P3. Einschließlich der später noch auszuschreibenden Gepäckförder- und
Abfertigungssysteme soll das Gesamtvolumen der Modernisierung mehr als 550
Millionen Euro erreichen.
Die
Bauarbeiten sollen 2027 beginnen und sich bis 2036 erstrecken. Um den Flughafen
während dieser Zeit vollständig betriebsfähig zu halten, wird der Umbau in
mehreren aufeinander abgestimmten Phasen umgesetzt. Veränderungen sind vor
allem im Terminalbereich geplant. Das Vorfeld und die übrigen
Flugbetriebsflächen bleiben unverändert, da Aena dort ausreichende Kapazitäten
für die erwartete Nachfrage sieht.
Größter
Umbau in der Geschichte des Flughafens
Aena
bezeichnet das Vorhaben als die bislang umfassendste Modernisierung des
Flughafens Teneriffa Süd. Ziel ist es, die Passagierführung grundlegend zu
verbessern und das Terminal stärker als repräsentatives Eingangstor zur Insel
zu positionieren.
„Der
Flughafen Teneriffa Süd ist ein zentraler Bestandteil der Destination. Deshalb
verfolgt Aena das Ziel, eine moderne Infrastruktur zu schaffen, die für
Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation steht und sich unter den
internationalen Ferienflughäfen als Referenz etabliert“, erklärt Luis López
Chapí, Direktor der kanarischen Flughafengruppe von Aena.
Neue
Ankunfts- und Gepäckbereiche
In
der bestehenden Terminal 1 sollen zunächst die ersten neun Gebäudesegmente
verstärkt und sämtliche Oberflächen erneuert werden. Die übrigen Bereiche
werden abgerissen und neu errichtet.
Dort
entstehen eine neue zentrale Ankunftszone, eine gemeinsame Passkontrolle für
Reisende aus Nicht-Schengen-Staaten sowie ein vollständig neugestalteter
Gepäckausgabebereich. Die heutigen Gebäude von Terminal 2 und dem
Verbindungsbau werden erweitert, um eine zusammenhängende neue Check-in-Zone zu
schaffen. Darunter wird das künftige Gepäckfördersystem eingerichtet.
Mehr
Flexibilität für Schengen- und Nicht-Schengen-Verkehr
Eine
zusätzliche Abflugzone soll sich künftig über die gesamte Rückseite des
Terminals und Teile des heutigen Check-in-Bereichs erstrecken. Geplant ist dort
auch eine zentrale Passkontrolle für abfliegende Passagiere.
Mehrere
direkt am Terminal gelegene Flugsteige sollen je nach Verkehrsaufkommen
flexibel für unterschiedliche Passagiergruppen genutzt werden können.
Zusätzlich entstehen in einem neuen Abfluggebäude neben dem Kontrollturm sechs
weitere Flugsteige für Nicht-Schengen-Verbindungen.
Neue
Verbindung zwischen Terminal und Verkehrsmitteln
Ein
zentrales Element des Projekts ist die sogenannte Rambla Intermodal. Sie soll
künftig als Hauptverbindung zwischen dem Terminal und den verschiedenen
Verkehrsmitteln dienen. Fußwege vom Ankunftsbereich zu Bussen,
Mobilitätsangeboten und dem geplanten Tren del Sur werden dort gebündelt.
Entlang
dieser neuen Achse sollen zusätzliche Handels- und Gastronomieflächen
entstehen. Auch innerhalb des Terminals wird das Angebot erweitert. Vorgesehen
sind unter anderem ein großer zentraler Food Court sowie neue VIP-Lounges.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration
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