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Häufigkeit des Essengehens außer Haus
Außer Haus essen gehört weiterhin für viele zum Alltag: 31 Prozent der Befragten tun dies mindestens einmal im Monat, rund ein weiteres Viertel sogar wöchentlich oder öfter. Besonders jüngere Menschen nutzen gastronomische Angebote häufiger. Gehen bei den 18- bis 29-Jährigen noch 37 Prozent einmal pro Woche oder häufiger essen, sind es bei den 70- bis 74-Jährigen nur noch knapp zwölf Prozent. Insgesamt hat sich die Besuchsfrequenz seit der BZT‑Befragung 2024 kaum verändert. Waren es 2024 noch 31 Prozent die „seltener als monatlich“ außer Haus essen gehen, sind es 2026 28 Prozent. Bei „mindestens einmal im Monat“ zeigt sich ein umgekehrtes Bild: Das gaben 2024 noch 28 Prozent an und 2026 erhöhte sich die Zustimmung auf 31 Prozent.
Häufigkeit des Essengehens außer Haus im Vergleich zu 2024
- Täglich
- 2026 - 2%
- 2024 - 3%
- Mehrmals in der Woche
- 2026 - 8%
- 2024 - 8%
- Einmal in der Woche
- 2026 - 14%
- 2024 - 13%
- Mindestens einmal im Monat
- 2026 - 31%
- 2024 - 28%
- Seltener als monatlich
- 2026 - 28%
- 2024 - 31%
- Nie/so gut wie nie
- 2026 - 16%
- 2024 - 16%
Basis: Deutschsprachige Bevölkerung in Deutschland von 18 bis 74 Jahren (2024: n=2.024 | 2026: n=2.028); keine Angabe je 1 Prozent
Präferenzen beim Besuch von gastronomischen Betrieben
Klassische Restaurants werden mit 64 Prozent am häufigsten besucht. Dahinter folgen Fast‑Food‑Angebote (33 Prozent), Gaststätten (28 Prozent) sowie Cafés und Bäckereien (25 Prozent). Mit zunehmendem Alter gewinnen Gaststätten an Bedeutung, während insbesondere die 18‑ bis 29‑Jährigen Cafés und Bäckereien bevorzugen (38 Prozent). Grundsätzlich gehen also alle Altersklassen in klassische Restaurants essen, jüngere suchen jedoch vermehrt die schnelle und informelle Art der Verpflegung. Kulinarisch dominieren weiterhin die italienische (58 Prozent), deutsche bzw. regionale (50 Prozent), asiatische (43 Prozent) und griechische Küche (41 Prozent). Gegessen wird überwiegend in Begleitung – meist mit Partner oder Partnerin (59 Prozent), der Familie (52 Prozent) oder Freunden (45 Prozent).
TOP 3 der beliebtesten gastronomischen Betriebe
- Italienische Küche - 58%
- Deustche/regionale Küche - 50%
- Asiatische Küche - 43%
TOP 3 Begleitung beim Besuch von gastronomischen Betrieben
- Mit dem Partner/ der Partnerin - 59%
- Mit der Familie - 52%
- Mit Freunden/ Freundinnen - 45%
Basis: Deutschsprachige Bevölkerung in Deutschland von 18 bis 74 Jahren (n=2.028); Teilgruppe: Personen, die außer Haus essen gehen ( n=1.702)
Beweggründe für und gegen das Essengehen außer Haus
Außer Haus essen zu gehen ist für die meisten Personen mehr als eine reine Nahrungsaufnahme: 52 Prozent verbinden dies mit dem Wunsch nach einem schönen Abend, für 51 Prozent ist es ein sozialer Anlass und 33 Prozent stellen den kulinarischen Genuss in den Vordergrund. Neben den positiven Motiven zeigt sich auch, warum ein Teil der Bevölkerung selten oder gar nicht außer Haus essen geht. Hauptgrund ist für 49 Prozent, dass sie sich Restaurantbesuche nicht leisten können. Weitere 36 Prozent geben an, dass Preis und Qualität aus ihrer Sicht nicht (mehr) zusammenpassen. Auch die Präferenz für selbst gekochtes Essen (31 Prozent) sowie die Bequemlichkeit, zu Hause zu essen (29 Prozent), spielen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus nennen kleinere Anteile Unzufriedenheit mit der Qualität gastronomischer Angebote (10 Prozent), die Nutzung von Lieferservices als Alternative (9 Prozent) oder Zeitmangel (8 Prozent).
Aspekte bei der Auswahl von gastronomischen Betrieben
Bei der Wahl eines gastronomischen Betriebs steht für viele Gäste das Preis‑Leistungs‑Verhältnis an erster Stelle: 65 Prozent derer, die grundsätzlich essen gehen, nennen es als zentralen Entscheidungsfaktor – noch vor Ambiente (52 Prozent), Art der Küche (39 Prozent) und der räumlichen Nähe der Lokalität (34 Prozent). Erlebnisorientierte Aspekte ergänzen diese Entscheidungskriterien: Eine besondere Lage beeinflusst die Auswahl bei 40 Prozent der Befragten, eine außergewöhnliche Einrichtung bei 27 Prozent. Themenabende und Veranstaltungen spielen für jeweils 17 Prozent eine Rolle. 34 Prozent der Befragten wären dabei auch bereit, für solche Erlebnisangebote einen Aufpreis zu zahlen. Im Gegensatz dazu legen 32 Prozent der Befragten, die grundsätzlich essen gehen, keinen Wert auf diese Erlebnisfaktoren. Ebenfalls eine Rolle spielt für 34 Prozent das Thema Saisonalität der Speisen, weitere 33 Prozent legen Wert auf die Verwendung regionaler Zutaten. Für 26 Prozent sind Nachhaltigkeitsaspekte bei der Wahl des gastronomischen Betriebs jedoch nicht relevant.
Auswirkungen von Preissteigerungen auf das Essengehen außer Haus
Die steigenden Preise wirken sich auf das Verhalten der Gäste aus: 48 Prozent gehen im Vergleich zum letzten Jahr seltener essen, während 40 Prozent ihr Verhalten nicht verändert haben und nur rund vier Prozent häufiger essen gehen. Für 27 Prozent der Befragten liegt die finanzielle Preisgrenze für ein abendliches Hauptgericht (ohne Getränke) bei 19 Euro, für 42 Prozent bis 29 Euro, während 29 Prozent bereit wären, 30 Euro und mehr auszugeben. Auch in Zukunft ändert sich die Häufigkeit des Außer-Haus-Essens: 42 Prozent wollen dies seltener tun, 47 Prozent sehen für die Zukunft keine Veränderung und vier Prozent wollen häufiger essen gehen.
Basis: Deutschsprachige Bevölkerung in Deutschland von 18 bis 74 Jahren (n=2.028)
Lieferservices
Lieferservices spielen im Vergleich zum klassischen Restaurantbesuch weiterhin eine untergeordnete Rolle. Nur rund 30 Prozent der Bevölkerung nutzen diese mindestens einmal im Monat oder häufiger, während 44 Prozent Lieferservices kaum oder gar nicht in Anspruch nehmen. Die Nutzung von Lieferservices erfolgt vor allem aus pragmatischen Gründen: Bequemlichkeit (42 Prozent), fehlende Lust zu kochen (33 Prozent) sowie Zeitersparnis (21 Prozent) sind die wichtigsten Treiber.
Kulinarik im Urlaub
Auch beim Thema Reisen zeigt sich die hohe Bedeutung von Kulinarik: Für 64 Prozent ist Essen im Urlaub wichtig oder sehr wichtig. Gleichzeitig spielt es bei der konkreten Wahl des Reiseziels eine differenziertere Rolle – 41 Prozent messen kulinarischen Angeboten eine (sehr) wichtige Bedeutung bei, während für 28 Prozent das Thema eher oder völlig unwichtig ist. Innerhalb Deutschlands verbindet knapp die Hälfte (45 Prozent) der Befragten Bayern mit einem besonderen kulinarischen Angebot, mit deutlichem Abstand vor Baden-Württemberg (18 Prozent) und Hamburg (14 Prozent).
TOP 3 Assoziation der deutschen Bundesländer mit besonderen kulinarischen Angeboten
- Bayern - 45%
- Baden-Württemberg - 18%
- Hamburg - 14%
Basis: Deutschsprachige Bevölkerung in Deutschland von 18 bis 74 Jahren (n=2.028)
Bildnachweis: © IStock Com / Sol Stock via Bayerisches Zentrum für Touristik
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