Hotelverband fordert Gebührenfreiheit für Digitalen Euro - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Hotelverband fordert Gebührenfreiheit für Digitalen Euro
IHA sieht Akzeptanz an praxistaugliche Kostenmodelle geknüpft
Hotelverband fordert Gebührenfreiheit für Digitalen Euro

Der Hotelverband Deutschland (IHA) unterstützt die geplante Einführung des Digitalen Euro und verbindet damit klare Erwartungen an die Ausgestaltung. In einer Stellungnahme an die Bundesregierung mahnt der Verband wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen an. Zentrale Forderung ist die Gebührenfreiheit für Transaktionen im Niedrigbetragssegment am Point of Sale.

Alltagstauglichkeit entscheidet über Erfolg

Aus Sicht der Branche wird sich die Akzeptanz des Digitalen Euro vor allem im täglichen Zahlungsverkehr erweisen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank entfallen 54 Prozent der Zahlungen an stationären Verkaufsstellen auf Beträge bis 20 Euro – ein erheblicher Anteil davon wird weiterhin bar abgewickelt. Gerade in Cafés, Restaurants, Bars und Hotels prägen solche Kleinbeträge das Zahlungsverhalten.

„Wenn der Digitale Euro im Alltag der Menschen ankommen soll, entscheidet sich sein Erfolg an der Ladenkasse, Theke und an der Rezeption“, erklärt Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbands Deutschland (IHA). „Unsere Branche mit ihrer hohen Zahlungsfrequenz kann als Multiplikator wirken und helfen, neue Zahlungsgewohnheiten zu etablieren. Dafür müssen aber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen.“

Nullentgeltregime für Kleinbeträge

Der Verband fordert für Digital-Euro-Transaktionen im Niedrigbetragssegment ein vollständiges Nullentgeltregime. Nur gebührenfreie Kleinbetragszahlungen könnten dem neuen Zahlungsmittel im Wettbewerb mit bestehenden Lösungen eine realistische Chance verschaffen.

Kritik an prozentualen Gebühren

Zugleich spricht sich der Hotelverband gegen prozentuale Transaktionsgebühren aus. Der technische Aufwand einer Zahlung sei unabhängig von der Höhe des Betrags. Für Zahlungen ohne Zahlungsausfallrisiko sei daher eine feste, transparente Gebühr sachgerechter.

„Gerade vor dem Hintergrund einer möglichen Akzeptanzpflicht müssen die Kosten für die Betriebe so niedrig wie möglich und dauerhaft kalkulierbar bleiben. Sie dürfen das heutige Entgeltniveau keinesfalls überschreiten“, fordert Otto Lindner.

Marktstruktur als Argument

Der Verband verweist zudem auf die Konzentration im europäischen Zahlungsmarkt. Derzeit kontrollieren die zwölf größten Acquirer 78 Prozent des Marktes, ein erheblicher Teil davon außerhalb der Europäischen Union. Kleine und mittlere Unternehmen seien häufig mit höheren Entgelten konfrontiert als Großunternehmen. Ein wettbewerbsfähig ausgestalteter Digitaler Euro könne hier als europäische Alternative wirken.

Bereitschaft zur konstruktiven Begleitung

„Der Digitale Euro wird kein Selbstläufer sein“, betont Otto Lindner. „Er wird nicht aus einer spontanen Marktnachfrage heraus entstehen, sondern ist ein politisch und strategisch motiviertes Projekt. Umso wichtiger ist es, dass er für die Unternehmen von Anfang an einen klar erkennbaren Mehrwert bietet.“

Der Hotelverband Deutschland (IHA) kündigt an, die Einführung konstruktiv begleiten zu wollen. Ziel müsse ein Zahlungsmittel sein, das sich einfach, kostengünstig und verlässlich in bestehende betriebliche Abläufe integrieren lasse.

Bildnachweis: © AA


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