Warum der Ramadan in AlUla eine besondere Reisezeit ist - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Warum der Ramadan in AlUla eine besondere Reisezeit ist
Entschleunigung, milde Temperaturen und geöffnete Kulturstätten / AlUla zeigt sich während des Fastenmonats ruhiger, aber intensiver erlebbar
Warum der Ramadan in AlUla eine besondere Reisezeit ist

Wenn in den arabischen Ländern der Ramadan beginnt, verändert sich der Takt des Alltags spürbar. Auch in AlUla im Nordwesten Saudi-Arabiens scheinen die Uhren langsamer zu laufen. Die Tage wirken gedehnter, die Geräuschkulisse gedämpfter, die Hitze weniger fordernd. Was manche Reisende zunächst zögern lässt, erweist sich vor Ort als besondere Qualität: Der Fastenmonat eröffnet einen anderen, konzentrierteren Zugang zu Landschaft, Geschichte und Begegnungen.

Entgegen verbreiteter Annahmen sind in AlUla auch während des Ramadans tagsüber Restaurants für nicht fastende Gäste geöffnet, Sehenswürdigkeiten bleiben zugänglich, und organisierte Erlebnisse finden weiterhin statt. Zugleich entsteht eine Atmosphäre, die Raum lässt für Wahrnehmung jenseits fester Programme.

Angenehme Reisezeit im frühen Frühjahr

Im Jahr 2026 fällt der Ramadan in den Zeitraum zwischen Mitte Februar und Mitte März. Damit liegt er in einer Phase, in der die Temperaturen in der Wüstenoase bereits angenehm warm sind, während die Hochsaison ihrem Ende entgegengeht. Die Besucherzahlen nehmen ab, das Tempo verlangsamt sich, der Ramadan verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.

Gerade die großen historischen Stätten profitieren davon. Die antike Stadt Hegra, Saudi-Arabiens erste UNESCO-Welterbestätte mit ihren monumentalen nabatäischen Felsgräbern, kann ebenso besichtigt werden wie Dadan und Jabal Ikmah mit ihren in Stein gemeißelten Inschriften entlang früher Handelsrouten. Auch geführte Touren durch die Oase finden statt, vorbei an Dattelpalmen und jahrhundertealten Bewässerungssystemen, die das Leben in der Wüste bis heute ermöglichen.

Erlebnisse mit reduziertem Tempo

Während der islamischen Fastenzeit stehen in AlUla mehr als 28 kuratierte Aktivitäten zur Auswahl. Dazu zählen Wanderungen, Safaris und Ballonfahrten in den frühen Morgenstunden. Orte wie die Old Town oder der AlJadidah Arts District bleiben ganztägig zugänglich. Die Atmosphäre ist ruhiger und weniger auf Inszenierung ausgerichtet, Begegnungen entstehen beiläufig, Gespräche entwickeln sich ohne Eile.

Diese Form der Entschleunigung verändert auch den Blick auf die Umgebung. Monumentale Felsformationen, offene Landschaften und archäologische Stätten rücken näher heran, weil weniger Trubel die Wahrnehmung überlagert.

Abendliches Leben nach Sonnenuntergang

Mit dem Sonnenuntergang verschiebt sich der Schwerpunkt des Tages. Nach dem Iftar, dem gemeinsamen Fastenbrechen, beginnt in AlUla eine zweite Tageshälfte. Plätze, Märkte, Geschäfte und Restaurants füllen sich, warmes Licht taucht die Lehmfassaden der Altstadt in Goldtöne.

Kunstformate nutzen diese Stunden ganz bewusst. Installationen der Kunstbiennale Desert X AlUla entfalten ihre Wirkung im Zusammenspiel von Mondlicht, Felsen und Himmel. Auch erzählerische Formate finden überwiegend abends statt, etwa geführte Rundgänge mit lokalen Geschichtenerzählern, nächtliche Wüstentouren oder Sternenbeobachtungen fernab künstlicher Lichtquellen.

Kulinarik als gemeinsames Ritual

Auch kulinarisch zeigt sich der Ramadan in AlUla vielfältiger, als oft erwartet. Einige Restaurants und Cafés servieren tagsüber Speisen für Gäste, die nicht fasten. Abends jedoch wird das Essen zum sozialen Mittelpunkt. Iftar-Menüs, ausgedehnte Dinner bis spät in die Nacht und die nährstoffreichen Suhoor-Mahlzeiten vor Sonnenaufgang prägen den Rhythmus. Gegessen wird langsam, häufig unter freiem Himmel und meist in großer Runde.

Attraktive Konditionen und stabile Anbindung

Neben der besonderen Atmosphäre bietet der Ramadan auch praktische Vorteile. Aufgrund eines günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses gilt diese Zeit als eine der attraktivsten Reisephasen für AlUla. Hotels bieten häufig reduzierte Raten, viele Erlebnisse sind weniger schnell ausgebucht. Die Anbindung mit Linienflügen aus Städten wie Riyadh, Jeddah, Dubai oder Doha bleibt auch während des Fastenmonats stabil.

Ramadan in AlUla ist damit kein Ausnahmezustand, sondern eine Verschiebung der Perspektive. Die Wüste wird leerer, leiser und gewinnt gerade dadurch an Intensität.

Bildnachweis: © Royal Commission for AlUla


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