Oman im Ramadan: Reisezeit zwischen Stille und Begegnung - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Oman im Ramadan: Reisezeit zwischen Stille und Begegnung
Entschleunigte Tage, lebendige Abende und gelebte Gastfreundschaft / Besucher erleben Kultur, Alltag und Gemeinschaft aus nächster Nähe
Oman im Ramadan: Reisezeit zwischen Stille und Begegnung

Kurz vor Sonnenuntergang verändert sich die Stimmung in Maskat. Die Hitze des Tages liegt noch über der Stadt, doch die Straßen werden ruhiger, Geschäfte schließen vorübergehend, Familien kehren heim. In der Luft mischen sich die Aromen von Kardamom, Safran und frisch gebackenem Khubz. Dann beginnt der Iftar, das gemeinsame Fastenbrechen. Für Reisende entsteht einer jener seltenen Momente, in denen sich ein Land nicht über Sehenswürdigkeiten, sondern über Atmosphäre erschließt.

Der Ramadan gilt vielen als sensible Reisezeit. In Oman jedoch zeigt sich der heilige Monat als Phase besonderer Ruhe und gleichzeitiger Offenheit. Der Alltag verlangsamt sich, ohne zum Stillstand zu kommen. Museen und kulturelle Einrichtungen bleiben geöffnet, Hotels arbeiten regulär. Viele Geschäfte verschieben ihre Öffnungszeiten in die späteren Stunden, wodurch sich das öffentliche Leben zunehmend in den Abend verlagert.

Zwischen kontemplativen Tagen und geselligen Nächten

Tagsüber präsentiert sich das Sultanat von seiner stilleren Seite. Strände, Wadis und historische Orte wirken entschleunigt, fast zurückgenommen. Spaziergänge entlang der Corniche von Mutrah, Ausflüge in die Höhenlagen des Jebel Akhdar oder Besuche architektonischer Wahrzeichen wie der Sultan-Qabus-Moschee gewinnen in dieser Zeit eine besondere Qualität. Weniger Trubel schafft Raum für Wahrnehmung und Detail.

Mit dem Sonnenuntergang wandelt sich das Bild. Cafés, Restaurants und Märkte füllen sich, Familien flanieren, Händler bieten Süßigkeiten, Datteln und Weihrauch an. Wer die Gelegenheit erhält, den Iftar mit Einheimischen zu teilen, begegnet einer zentralen Erfahrung des Ramadan: Speisen werden gemeinschaftlich gereicht, Gespräche entstehen beiläufig. Gerichte wie Shuwa oder Machboos stehen dabei ebenso für kulinarische Tradition wie für soziale Verbundenheit.

Erlebnisse zwischen Natur, Geschichte und Nachtlandschaft

Auch während des Ramadan bleibt Oman ein Reiseziel mit großer thematischer Bandbreite. Ausflüge führen zu historischen Stätten, etwa auf den Spuren von Mazin bin Ghadouba, einer prägenden Figur der omanischen Geschichte. Naturerlebnisse wie Schnorcheltouren zu den Daymaniyat-Inseln eröffnen Einblicke in Korallenriffe und die Lebensräume von Meeresschildkröten.

Routen durch Oasenstädte und Lehmforts rund um Nizwa verbinden Landschaft mit Geschichte. Nach Einbruch der Dunkelheit entstehen zusätzliche Perspektiven: Iftar-Fahrten entlang der Küste von Maskat, private Einladungen zum Fastenbrechen oder geführte Nachtwanderungen, etwa durch den Snake Canyon, verbinden Bewegung, Stille und dramatische Naturkulissen.

Reisen mit Aufmerksamkeit und Respekt

Für Besucher gelten während des Ramadan einfache Verhaltensregeln, die sich aus Rücksicht und Respekt ableiten. In der Öffentlichkeit wird tagsüber auf Essen, Trinken und Rauchen verzichtet. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, Badekleidung bleibt auf Hotelbereiche und private Strandabschnitte beschränkt.

Das öffentliche Leben folgt einer ruhigeren Tonlage. Laute Musik und ausgelassene Feierstimmung treten in den Hintergrund, während eine gelassenere, oft kontemplative Atmosphäre den Alltag prägt. Zugleich erleben viele Reisende den Ramadan in Oman als Phase besonderer Offenheit, in der Begegnungen und Einladungen Teil der alltäglichen Erfahrung werden.

Bildnachweis: © Ministry of Heritage and Toruism Oman


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