Von New York bis Europa: Das Club Sandwich als Klassiker der Reisekultur - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Von New York bis Europa: Das Club Sandwich als Klassiker der Reisekultur
Seit mehr als 100 Jahren begleitet das Club Sandwich Reisende rund um die Welt und verbindet internationale Vertrautheit mit immer neuen regionalen Varianten
Von New York bis Europa: Das Club Sandwich als Klassiker der Reisekultur

Drei Scheiben gerösteter Toast, Geflügel, Ei, Salat und Sauce: Das Club Sandwich gehört zu den wenigen Gerichten, die Reisende nahezu überall auf der Welt auf Anhieb erkennen. Seine Karriere begann Ende des 19. Jahrhunderts in den Gentlemen’s Clubs von New York, führte über die Grand Hotels in die internationale Hotellerie und dauert bis heute an. Während gastronomische Trends immer schneller kommen und gehen, erlebt der Klassiker nach Beobachtung von Küchenchefs aus Marriott-Hotels derzeit sogar eine neue Wertschätzung.

Dabei steht das Sandwich exemplarisch für einen breiteren Trend in der Hotelgastronomie. Vertraute Gerichte, handwerkliche Qualität und regionale Zutaten gewinnen wieder an Bedeutung. Gerade auf Reisen kann Bekanntes Orientierung bieten – gleichzeitig erwarten Gäste zunehmend einen kulinarischen Bezug zu ihrem Reiseziel.

Vertrauter Geschmack in einer fremden Umgebung

Das Grundprinzip des Club Sandwiches hat sich über Generationen kaum verändert. Geröstetes Brot, Geflügel, Ei, Salat und Sauce sorgen dafür, dass der Gast ungefähr weiß, was ihn erwartet – unabhängig davon, ob er sich in Berlin, Frankfurt, München, Wien, Mailand, Paris oder Rabat befindet.

„Das Club Sandwich verkörpert genau die Eigenschaften, die auch die internationale Hotellerie ausmachen: Es ist weltoffen, unkompliziert und gleichzeitig von hoher Qualität“, sagt Lukas Bachl, Executive Chef im The Ritz-Carlton, Berlin. „Gäste können sich unabhängig von ihrem Herkunftsland darauf verlassen, ein bekanntes und geschätztes Gericht vorzufinden. Dadurch schafft es Vertrauen und vermittelt ein Gefühl von Verlässlichkeit.“

Im Sheraton Frankfurt Airport Hotel und im Frankfurt Airport Marriott Hotel gehört das Club Sandwich nach Angaben der Hotels weiterhin zu den meistbestellten Gerichten in Bar und Room Service. Dort reicht die Nachfrage vom Business Lunch bis zur späten Mahlzeit nach einem Interkontinentalflug. Auch Hotels in München, Wien, Mailand und Paris berichten von der anhaltenden Beliebtheit des Klassikers.

Comfort Food erlebt eine Renaissance

Parallel zu schnell wechselnden Food-Trends beobachten die Küchenchefs eine Rückkehr traditioneller Gerichte. Comfort Food steht dabei zunehmend nicht nur für unkomplizierten Genuss, sondern auch für Vertrautheit, handwerkliche Qualität und emotionale Erinnerungen.

„Ein Club Sandwich ist selten das aufregendste Gericht einer Karte. Aber es vermittelt ein Gefühl von Ankommen, Durchatmen, Verlässlichkeit, Komfort und Gastfreundschaft. Genau diese Emotionen sind Kernwerte erfolgreicher Hotellerie“, sagt Roland Kauer, Executive Chef des Sheraton Frankfurt Airport Hotel und Frankfurt Airport Marriott Hotel.

Gerade die scheinbare Einfachheit stellt allerdings hohe Anforderungen an die Küche. Brot, Frische der Zutaten, Texturen und Zubereitung lassen wenig Raum, Schwächen zu kaschieren. Einige Küchenchefs betrachten das Sandwich deshalb als eine Art Visitenkarte ihrer Hotelküche.

München serviert Obazda, Berlin Prignitzer Maispoularde

Trotz seines international vertrauten Aufbaus ist das Club Sandwich längst kein überall identisches Gericht. Viele Hotels nutzen den Klassiker, um regionale Zutaten und kulinarische Traditionen einzubinden.

Im München Marriott Hotel City West besteht das Isar Club Sandwich unter anderem aus Dinkeltoast, Schwarzwälder Speck und Obazda. Das The Ritz-Carlton, Berlin serviert eine Variante mit Prignitzer Maispoularde und bietet zusätzlich eine vegetarische Version mit mariniertem und gegartem Sellerie an. Im Imperial Riding School, Vienna sorgt eine hausgemachte Mayonnaise mit grobem französischem Senf für eine eigene Handschrift, während das The Ritz-Carlton Rabat, Dar Es Salam marokkanische Zutaten und regionales Gemüse verwendet.

Die Frankfurter Flughafenhotels gehen einen anderen Weg. Statt einer weitreichenden regionalen Neuinterpretation orientieren sie sich am Original, verwenden jedoch vier statt drei Toastscheiben. Im Excelsior Hotel Gallia in Mailand kommen Bio-Hähnchen und Brot einer traditionsreichen Mailänder Bäckerei zum Einsatz. Das Paris Marriott Champs-Élysées Hotel setzt unter anderem auf Freilandhähnchen eines Lieferanten des Élysée-Palasts sowie eine Lachsvariante mit Dijon- und Savora-Senf.

Ein Rezept überdauert mehr als ein Jahrhundert

Mehr als 100 Jahre nach seiner Entstehung funktioniert das Club Sandwich damit nach einem Prinzip, das gut zur modernen Reisekultur passt: Der Reisende findet etwas Vertrautes und entdeckt darin zugleich den Ort, an dem er sich gerade befindet.

Roland Kauer bringt diese Verbindung auf eine einfache Formel: „Vielleicht ist das das eigentliche Geheimnis des Club Sandwiches: Es stillt nicht nur den Hunger. Es gibt dem Reisenden für einen Moment das Gefühl, angekommen zu sein.“

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von Marriott International


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