Tourexpi
Weniger
Hitze, niedrigere Hotelpreise und deutlich kürzere Warteschlangen: Für
Städtereisen nach Südeuropa kann der Oktober gegenüber den klassischen
Sommermonaten erhebliche Vorteile bieten. Eine von Accor durchgeführte
Vergleichsanalyse stellt besonders Sevilla, Rom, Dubrovnik, Athen und Florenz
heraus.
Für
den „European Autumn Travel Index 2026“ wurden 50 europäische Metropolen
untersucht. Bewertet wurden Klima, Preis-Leistungs-Verhältnis,
Besucheraufkommen, Wartezeiten an wichtigen Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen
und die Verfügbarkeit in Restaurants. Die Datenerhebung erfolgte zwischen
Januar und Juni 2026.
Sevilla:
24 Grad statt sommerlicher Gluthitze
Während
Sevilla im Juli häufig Temperaturen von mehr als 40 Grad erreicht, liegt der
Oktober-Durchschnitt laut Analyse bei angenehmen 24 Grad. Auch der Zugang zu
Sehenswürdigkeiten wird einfacher: Am Alcázar sollen die Wartezeiten von
teilweise mehr als anderthalb Stunden im Hochsommer auf weniger als 20 Minuten
sinken.
Rom:
Kürzere Schlangen und günstigere Hotels
In
Rom verbindet der Herbst mildere Temperaturen mit dem charakteristischen
goldenen Licht der „Ottobrate Romane“. Die Wartezeiten an Vatikanischen Museen
und Kolosseum fallen laut Untersuchung um fast 70 Prozent. Gleichzeitig liegen
die durchschnittlichen Zimmerpreise 25 bis 35 Prozent unter dem
Hochsommerniveau.
Auch
kulinarisch beginnt eine interessante Jahreszeit: In den Trattorien stehen
wieder Pilze, Kastanien und andere saisonale Produkte aus Latium auf den
Speisekarten.
Dubrovnik:
Bis zu 48 Prozent günstigere Hotels
Besonders
deutlich verändert sich Dubrovnik nach dem Hochsommer. Im Oktober werden laut
Analyse 75 Prozent weniger Kreuzfahrtanläufe verzeichnet, während die tägliche
Besucherzahl um mehr als 60 Prozent zurückgeht.
Bei
Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie können die Preise bis zu 48 Prozent
niedriger liegen. Gleichzeitig ist das Meer häufig noch warm genug zum Baden.
Athen:
Akropolis bei durchschnittlich 23 Grad
Auch
Athen profitiert von niedrigeren Temperaturen. Statt sommerlicher Werte um 37
Grad nennt die Untersuchung für Oktober durchschnittlich 23 Grad. Das
Besucheraufkommen soll zugleich um 45 Prozent zurückgehen.
Boutique-Hotels
in Pláka und rund um den Syntagma-Platz bieten laut Analyse Preisnachlässe von
bis zu 40 Prozent gegenüber dem Sommer.
Florenz:
Weinlese und kürzere Wartezeiten
In
Florenz fällt der Oktober in die Zeit von Weinlese, Olivenernte und
Trüffelmärkten. Gleichzeitig entspannt sich die Situation an den großen
Sehenswürdigkeiten.
An
den Uffizien sinkt die durchschnittliche Wartezeit laut Untersuchung von mehr
als zwei Stunden im Juli auf etwa 35 Minuten im Oktober. Auch Spaziergänge
durch die Boboli-Gärten oder hinauf zum Piazzale Michelangelo werden bei
niedrigeren Temperaturen angenehmer.
Herbstvorteil
vor allem im Süden
Die
Ergebnisse sprechen besonders für Städtereisen nach Südeuropa. Insgesamt nennt
die Analyse für Oktober Hotelpreisvorteile zwischen 18 und 48 Prozent und je
nach Ziel 30 bis 60 Prozent weniger Besucher. Bei stark frequentierten
Attraktionen können die Wartezeiten um bis zu 80 Prozent zurückgehen.
Der
Effekt lässt sich allerdings nicht auf jede europäische Stadt übertragen. In
Mitteleuropa können Großveranstaltungen die saisonale Entwicklung umkehren –
München etwa verzeichnet rund um das Oktoberfest besonders hohe Preise.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration
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