Tourexpi
Kenia
hat die ITB Berlin 2026 genutzt, um seine Position im europäischen Markt
gezielt zu stärken. Im Mittelpunkt standen der Ausbau der Flugverbindungen
sowie neue Partnerschaften, mit denen die Zahl der Besucher aus Europa weiter
steigen soll. Der Kontinent stellt bereits rund 28 Prozent der internationalen
Gäste und bleibt damit ein zentraler Wachstumstreiber.
Vom
3. bis 5. März präsentierte sich das ostafrikanische Land mit mehr als 30
Tourismuspartnern auf der weltweit führenden Reisemesse. Organisiert wurde der
Auftritt vom Ministerium für Tourismus und Wildlife gemeinsam mit dem Kenya
Tourism Board. Im Fokus standen neben der besseren Erreichbarkeit auch neue
Angebote, die gezielt auf europäische Reisende zugeschnitten sind.
Europa
bleibt strategischer Schlüsselmarkt
Tourismusministerin
Rebecca Miano betonte die Bedeutung der Messe für die internationale
Positionierung Kenias. Die ITB habe erneut eine zentrale Plattform geboten, um
die Vielfalt des Landes sowie die verbesserten Anreisemöglichkeiten einem
breiten europäischen Publikum zu präsentieren. Gleichzeitig sei es gelungen,
den Austausch mit Entscheidungsträgern zu intensivieren und neue Impulse für
nachhaltiges Wachstum zu setzen.
Die
wirtschaftliche Bedeutung Europas unterstreichen aktuelle Zahlen. Deutschland
zählt nach Großbritannien und Italien zu den wichtigsten Quellmärkten. Im Jahr
2025 reisten 89.649 deutsche Gäste nach Kenia, ein Plus von rund 3,5 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt kamen 187.481 Besucher aus Großbritannien und
109.430 aus Italien.
Nachhaltigkeit
und Resilienz im Fokus
Die
ITB Berlin stand im Zeichen ihres 60-jährigen Bestehens und widmete sich
insbesondere den Themen Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und Resilienz.
Kenia griff diese Schwerpunkte auf und stellte seine Fortschritte in einer
zunehmend digitalisierten und nachhaltigen Tourismusentwicklung vor.
Im
Zusammenhang mit dem Global Tourism Resilience Day hob Miano hervor, dass das
Land seine Kompetenzen im Krisenmanagement sowie in nachhaltigen
Tourismuspraktiken gezielt ausgebaut habe. Diese Aspekte gewinnen insbesondere
für europäische Reisende zunehmend an Bedeutung.
Neue
Partnerschaften und Marketingimpulse
Auch
aus Branchensicht fiel das Fazit positiv aus. June Chepkemei, CEO des Kenya
Tourism Board, verwies auf zahlreiche neue Kontakte und vertiefte
Kooperationen. Mehr als 500 Geschäftskontakte wurden im Rahmen der Messe
erwartet. Besonders im Fokus standen langfristige Partnerschaften, da
europäische Reisende durch hohe Pro-Kopf-Ausgaben, längere Aufenthaltsdauer und
ein wachsendes Interesse an authentischen Erlebnissen als besonders wertvoll
gelten.
Parallel
dazu knüpfte Kenia an bestehende Marketinginitiativen an. Die regionale
Kampagne „Visit East Africa: Feel the Vibe“ wurde weiter gestärkt. Ergänzend
stellte das Land die internationale Kampagne „Magical Kenya – The Origin of
Wonder“ vor, die Kenia als Ursprungsort der Menschheit und als vielseitiges
Reiseziel über klassische Safari-Angebote hinaus positioniert.
Langfristige
Wachstumsziele im Blick
Die
Teilnahme an der ITB Berlin ist Teil einer umfassenden Strategie zur Steigerung
der globalen Sichtbarkeit. Ziel bleibt es, bis 2027/2028 insgesamt 5,5
Millionen internationale Besucher zu gewinnen und die Rolle Europas als
zentralen Markt weiter auszubauen.
Bildnachweis:
© Kenya Tourism Board
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