Tourexpi
Nach
der technischen Störung, die am Vortag an griechischen Flughäfen zu zahlreichen
Flugausfällen geführt hat, sind Ermittlungen eingeleitet worden. Wie der
griechische Staatssender ERT berichtete, ordnete der Athener
Generalstaatsanwalt Aristidis Korias eine dringende Untersuchung an, um die
Ursachen der Störung zu klären, die nahezu den gesamten griechischen Luftraum
betroffen hat.
Staatsanwaltschaft
prüft mögliche externe Einwirkung
Die
Ermittlungen werden von der Abteilung für elektronische Kriminalität geführt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob es zu einer gefährlichen Einwirkung auf die
Kommunikationssysteme der Flugzeuge gekommen ist. Sollte sich ein solcher
Eingriff bestätigen, soll nachvollzogen werden, wie es zu dem Ausfall kommen
konnte, der weite Teile des Luftverkehrs in Griechenland lahmlegte.
Verspätungen
dauern an
Aufgrund
der Vielzahl gestrichener Flüge kommt es auch weiterhin zu Verzögerungen im
Flugplan. Auslöser war eine technische Störung auf den Frequenzen der
griechischen Flugsicherungsdienste, die am Morgen auftrat. In der Folge konnten
zahlreiche geplante Verbindungen nicht durchgeführt werden, Dutzende Flüge
wurden abgesagt.
Experten
sprechen von beispiellosem Vorfall
Die
genaue Ursache der Störung ist bislang unklar. Der ehemalige
Luftwaffenangehörige und Luftfahrtexperte Konstantinos Iatridis erklärte im
Fernsehsender MEGA, der Vorfall sei außergewöhnlich. Die Störung habe den
gesamten FIR Athen erfasst und über einen längeren Zeitraum angehalten, was in
dieser Form beispiellos sei.
Iatridis
wies darauf hin, dass in den ersten Stunden von „Störungen“ die Rede gewesen
sei, was den Verdacht einer äußeren Einwirkung genährt habe. Später sei das
Ereignis als technisches Problem eingestuft worden. Entscheidend sei nun, warum
kein Ersatzsystem habe greifen können. Sollten bei einem Ausfall des
Hauptsystems auch die sekundären Systeme nicht funktionieren, liege ein
gravierendes Planungsproblem vor.
Zudem
betonte der Experte, dass Fluglotsen unter hoher Arbeitsbelastung stünden und
die bestehende Infrastruktur zunehmend an ihre Grenzen stoße. Flugsicherheit
dürfe nicht unter Kostengesichtspunkten bewertet werden.
Hinweise
auf Interferenzen statt Systemausfall
Auch
Konstantinos Kanderakis, Vorsitzender des Verbands der Elektronikingenieure der
griechischen Zivilluftfahrtbehörde, äußerte sich zu dem Vorfall. Seiner
Einschätzung nach könnte die Störung nicht auf einen direkten Systemausfall,
sondern auf durch äußere Einflüsse verursachte Interferenzen zurückzuführen
sein. Die Systeme seien trotz hoher Daten- und Signallast nicht
zusammengebrochen, jedoch habe starker Störlärm auf den Frequenzen eine
Kommunikation unmöglich gemacht.
Modernisierung
der Systeme bis 2028 geplant
Das
griechische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr teilte mit, dass bereits
ein Aktionsplan zur Erneuerung der Flugverkehrs- und Navigationssysteme
umgesetzt werde. Dieser entstehe in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union
und europäischen Luftfahrtbehörden und solle bis 2028 abgeschlossen sein. Der
Plan umfasst 364 Maßnahmen in sieben zentralen Handlungsfeldern.
Vorgesehen
sind unter anderem der Ausbau der digitalen Kommunikation zwischen Piloten und
Fluglotsen, die Erneuerung von Flugsicherungssoftware, die Modernisierung der
Radar-Infrastruktur sowie Maßnahmen zur effizienteren Steuerung des
Luftverkehrs. Ziel ist es, die Flugsicherheit zu erhöhen und künftige Störungen
zu vermeiden.
Tausende
Passagiere betroffen
Nach
Berichten griechischer Medien mussten bis 12.50 Uhr infolge der Störung im FIR
Athen acht Flugzeuge zu ihren Parkpositionen zurückkehren, drei Flüge wurden
auf andere Flughäfen umgeleitet, vier Verbindungen gestrichen und 75 Flüge
verspätet abgefertigt. Die Auswirkungen führten an den Flughäfen zu langen
Wartezeiten und beeinträchtigten tausende Passagiere.
Bildnachweis:
© AA
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