Auf Alfred Wegeners Spuren: Mikro-Expedition durch Westgrönland - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Auf Alfred Wegeners Spuren: Mikro-Expedition durch Westgrönland
Kleine Gruppe, große Nähe zur Arktis: Arktis Tours folgt vom 27. Juni bis 9. Juli 2026 der historischen Route des Polarforschers
Auf Alfred Wegeners Spuren: Mikro-Expedition durch Westgrönland

Grönland steht derzeit im Fokus internationaler Aufmerksamkeit – als geopolitischer Raum, als Projektionsfläche für Ressourcen und Interessen. Wer Kalaallit Nunaat jedoch mit Zeit und Offenheit bereist, begegnet einer Wirklichkeit jenseits der Schlagzeilen. Eis, Wind und Gezeiten bestimmen den Rhythmus, Gemeinschaft und Anpassungsfähigkeit prägen den Alltag. Genau hier setzt die Grönland-Expedition „Auf den Spuren Alfred Wegeners“ von Arktis Tours an: als bewusste Annäherung an Landschaft, Geschichte und Gegenwart Westgrönlands.

Expedition im Mikro-Format

An Bord der MS Balto, einem der kleinsten Expeditionsschiffe der Polarregion, reisen maximal zwölf Gäste entlang der Westküste Grönlands. Das Schiff ist wendig genug für flexible Routenentscheidungen und bietet zugleich Raum für Austausch, Vorträge und intensive Naturerlebnisse. Statt fester Fahrpläne bestimmen Eis, Licht und Wetter den Tagesablauf – eine Rückkehr zu einer Expeditionsform, die auf Beobachtung und Anpassung setzt.

Alfred Wegener als Haltung

Der Meteorologe, Geophysiker und Polarforscher Alfred Wegener steht im Zentrum der Reise. Seine Grönlandexpeditionen gelten bis heute als Beispiel für wissenschaftliche Neugier und praktische Erfahrung. Wegener, der 1930 während einer Expedition starb, beschrieb Grönland nicht als Bühne, sondern als Lernraum:

„Die arktisch-technischen Erfahrungen, die ich hier sammle … sind allein so viel wert, daß es sich der 2 Jahre lohnt.“

Diese Haltung prägt auch die heutige Route, die sich bewusst nicht über Naturbedingungen hinwegsetzt, sondern ihnen folgt.

Geschichte aus erster Hand

Ein besonderes Merkmal der Expedition ist die Begleitung durch Claudia Weiken-Hackstein als Referentin und Lektorin an Bord. Sie greift auf den Expeditionsfundus ihres Großvaters Karl Weiken zurück, der an der Grönlandexpedition 1930/31 teilnahm und zeitweise Verantwortung an der Weststation trug. Originalbilder, Briefe und Tagebücher machen die historische Dimension greifbar. Tagsüber prägen Anlandungen und Wanderungen den Reisealltag, abends öffnet sich der Blick ins Archiv – sachlich, präzise und ohne Pathos.

Von der Diskobucht bis Uummannaq

Ausgangspunkt der Expedition ist Ilulissat. Von dort führt die Route, abhängig von den Bedingungen, über die Disko-Insel Qeqertarsuaq durch die Vaigat-Straße zwischen Disko und Nuussuaq bis in den Raum Uummannaq. Annäherungen an Gletscherfronten wie Eqip Sermia gehören ebenso dazu wie tägliche Zodiac-Anlandungen. Ein zentraler Ort ist der Qaamarujuk-Fjord, Standort der historischen Weststation von 1930/31, an dem sich Forschungsgeschichte und Landschaft unmittelbar verbinden.

Inuit-Perspektiven statt Inszenierung

Lokale Partner begleiten die Expedition vor Ort. Auf der Disko-Insel führt Mark von Basaltic Tours, im Raum Uummannaq Paaluk von Uummannaq Sea Safaris. Beide sind Inuit und vermitteln ihre Heimat aus eigener Perspektive. Dabei geht es um Gegenwart und gelebte Kultur, um das Zusammenspiel von Tradition und Moderne, um Jagdgeschichte, Infrastruktur und die Realität des Klimas – ohne Folklore, dafür mit Nähe und Offenheit.

Wissen im kleinen Kreis

Ein erfahrenes Expeditionsteam ergänzt die Reise mit Vorträgen zu Flora, Fauna und Kultur. Im kleinen Rahmen entstehen Gespräche statt Durchsagen, Orientierung statt Unterhaltung. Expedition wird so nicht konsumiert, sondern verstanden – als Prozess des Beobachtens, Einordnens und Lernens.

Arktis Tours ist seit den 1980er-Jahren in Grönland aktiv und arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen. Geschäftsführer Ingo Oswald beschreibt den Kern der Reise so: „In Grönland zählt flexible Anpassung. Du planst – und dann kommen Eis, Wind oder Nebel. Wer hier reist, lernt Fokus und den hohen Wert von Gemeinschaft. Bei den Inuit hat Anpassungsfähigkeit an die raue Natur seit jeher das Leben geprägt. Genau das nehmen viele unserer Gäste mit zurück in ihren Alltag.“

Die Expedition „Alfred-Wegener-Route“ findet vom 27. Juni bis 9. Juli 2026 statt, dauert 13 Tage und wird einmal jährlich durchgeführt. Weitere Informationen sind auf der Website von Arktis Tours abrufbar.

Bildnachweis: © Arktis Tours - Fabian Hofstetter


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