Armeniens Erntezeit lädt zu kulinarischen Entdeckungen im Kaukasus ein - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Armeniens Erntezeit lädt zu kulinarischen Entdeckungen im Kaukasus ein
Reife Aprikosen, Granatäpfel, traditionelle Märkte und regionale Spezialitäten prägen den Spätsommer
Armeniens Erntezeit lädt zu kulinarischen Entdeckungen im Kaukasus ein

Wenn im Ararat-Tal die Obstgärten ihre reifen Früchte tragen und auf den Märkten frisches Lavash, Gewürze und regionale Spezialitäten angeboten werden, zeigt sich Armenien von seiner genussvollsten Seite. Dank des sonnigen Klimas und der mineralreichen Vulkanböden entstehen hier hochwertige landwirtschaftliche Erzeugnisse, die eng mit der Kultur und den kulinarischen Traditionen des Landes verbunden sind. Besucher können die Erntezeit nutzen, um historische Orte mit regionalen Genusserlebnissen zu verbinden.

Aprikosen gehören zu den Wahrzeichen Armeniens

Die Aprikose gilt als eine der bekanntesten Früchte Armeniens. Ihr botanischer Name Prunus armeniaca verweist auf die jahrtausendelange Verbindung mit dem Land und seine lange Anbautradition. Während der Erntezeit werden die aromatischen Früchte frisch angeboten, sonnengetrocknet oder zu Konfitüren und Edelbränden verarbeitet.

Auch das international bekannte Golden Apricot International Film Festival in Jerewan trägt den Namen der Frucht. Wer Aprikosen direkt vom Baum probieren möchte, findet im Ararat-Tal zahlreiche Obstgärten.

Granatapfel steht für Glück und Wohlstand

Ebenso tief in der armenischen Kultur verwurzelt ist der Granatapfel. Er symbolisiert Fruchtbarkeit, Wohlstand und Glück und spielt bis heute bei Hochzeiten und Familienfeiern eine wichtige Rolle. Das traditionelle Streuen seiner Kerne gilt als Segenswunsch für eine glückliche und kinderreiche Zukunft.

Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im Süden Armeniens rund um Meghri. Dort werden die Früchte frisch verzehrt oder zu Saft, dem traditionellen Granatapfelsirup Narsharab sowie zu Granatapfelwein verarbeitet.

Märkte bieten Einblicke in die regionale Genusskultur

Besonders lebendig präsentiert sich die Erntezeit auf den traditionellen Märkten des Landes. Der GUM-Markt in Jerewan zählt zu den bekanntesten Adressen und bietet eine große Auswahl an getrockneten Früchten, in eingekochtem Traubensaft umhüllten Walnüssen (Sujukh), regionalem Käse, Kräutern und gerösteten Nüssen.

Auch Kürbisse für das traditionelle Festtagsgericht Ghapama gehören während der Saison zum typischen Angebot und vermitteln einen Eindruck von der regionalen Esskultur.

Kulinarische Routen verbinden Kultur und Genuss

Themenrouten durch Armenien führen zu historischen Klöstern, Weingütern und familiengeführten Manufakturen. Zu den Stationen zählt unter anderem das Kloster Noravank, das sich mit kulinarischen Erlebnissen in der Umgebung verbinden lässt.

Ein Höhepunkt vieler Touren ist die traditionelle Zubereitung von Lavash im Tonir, einem in den Boden eingelassenen Lehmofen. Die jahrhundertealte Backkunst wurde von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Feste in den ländlichen Regionen, bei denen Besucher regionale Spezialitäten und Weine direkt bei den Erzeugern kennenlernen können.

Bildnachweis: © armenia travel


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