Afghanistan startet E-Visum zur Förderung des Tourismus - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Afghanistan startet E-Visum zur Förderung des Tourismus
Die afghanische Regierung führt erstmals in ihrer Geschichte ein elektronisches Visasystem ein, um den Zugang für internationale Reisende zu erleichtern.
Afghanistan startet E-Visum zur Förderung des Tourismus

Der Schritt erfolgt in einer Phase, in der der Tourismus im Land langsam, aber stetig wächst. Nach Regierungsangaben besuchten 2024 rund 9.000 ausländische Touristen Afghanistan, während allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 bereits mehr als 7.000 Besucher gezählt wurden. Beobachter gehen davon aus, dass die Gesamtzahl im vergangenen Jahr deutlich über dem Niveau von 2024 lag.

Das neue System soll die bislang komplizierte Visaerteilung vereinfachen. Seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 werden diese international nur von einem Staat als legitime Regierung anerkannt. Entsprechend sind weltweit nur wenige afghanische Botschaften und Konsulate geöffnet geblieben, die Visa ausstellen konnten – die meisten davon in Dubai und den Golfstaaten. Aufgrund des derzeitigen Konflikts zwischen Israel, den USA und Iran ist der Zugang zu diesen Vertretungen jedoch stark eingeschränkt, was die Einführung eines Online-Systems beschleunigte.

E-Visum vorerst nur bei Einreise über Kabul gültig

Das E-Visum-System steckt noch in den Anfängen, ist aber bereits für Reisende nutzbar, die über den internationalen Flughafen von Kabul einreisen. Für Landgrenzen ist das Verfahren derzeit noch nicht verfügbar. Antragstellende müssen einen lokalen Bürgen benennen und eine afghanische Adresse angeben – Angaben, die in der Regel von Reiseveranstaltern wie Untamed Borders bereitgestellt werden können. Nach Genehmigung des Antrags gilt das Visum für bis zu drei Monate Aufenthalt.

Parallel dazu ist jüngst der erste umfassende Reiseführer für Afghanistan seit zwei Jahrzehnten erschienen: Der neue Bradt Guide for Afghanistan stammt von James Willcox, dem Gründer von Untamed Borders. Willcox organisiert seit 2008 geführte Reisen in das Land, darunter Kultur- und Privattouren, sowie 2011 die ersten internationalen Skitouren in Afghanistan. Zudem war er Mitinitiator des Marathon of Afghanistan – bislang die einzige Sportveranstaltung im Land, an der Männer und Frauen gemeinsam teilnehmen durften.

Zu seinen weiteren Projekten zählen Trekkingtouren im Wakhan-Korridor, die Planung der ersten Kajakexpedition in Afghanistan sowie der erste afghanische Snowboardfilm. Als Associate Producer wirkte er außerdem an dem preisgekrönten Film Champions of the Golden Valley mit, der die afghanische Skiszene porträtiert und auf Olympics.com verfügbar ist.

„Für Reisende war die Beantragung eines Visums oft die erste große Hürde“, sagt Willcox.„Auch wenn Afghanistan nach wie vor ein herausforderndes Reiseziel bleibt, ist der bürokratische Aufwand nun deutlich geringer – und das ist eine positive Entwicklung. Wenn der Tourismus weiter wächst, dürfte das vereinfachte Verfahren noch mehr Menschen ermutigen, das Land zu besuchen. Ähnliche Effekte haben wir bereits in Ländern wie Somalia oder Libyen nach der Einführung von E-Visa beobachtet.“

Informationen zu Gruppenreisen nach Afghanistan gibt es auf der Website von Untamed Borders. Anfragen zu Privatreisen oder zum neuen E-Visum-System können an info@untamedborders.com gerichtet werden.

Bildnachweis: © Untamed Borders Ltd


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