Tourexpi
Deutschland ist das beliebteste Reiseland der Deutschen.
Innerhalb des Landes stehen die verschiedenen Regionen im ständigen Wettbewerb
um die Gunst der Urlauberinnen und Urlauber. Und wenn es um Urlaub in
Deutschland geht, hat Bayern unter allen deutschen Bundesländern das beste
Image: Über 88 Prozent der Befragten Deutschland-Urlauber haben zu Bayern ein
konkretes Bild im Kopf. Selbst ungestützt nennen knapp 30 Prozent den
blauweißen Freistaat als Urlaubsziel. Bayern ist damit die am klarsten profilierte
Urlaubsdestination unter den Bundesländern.
Das ist ein Ergebnis einer von Brandmeyer Markenberatung
und INNOFACT gemeinsam durchgeführten Studie. Befragt wurden
bevölkerungsrepräsentativ 4.000 Menschen in Deutschland zwischen 18 und 74
Jahren, die Urlaub im eigenen Land machen. Mit dem Marken-Monitor Tourismus
2024/2025 liegt nun erstmals eine empirische Studie vor, die den Status quo
wichtiger touristischer Regionen als Marke misst. Die Befragung umfasste Fragen
zum Image, zu tatsächlich unternommenen Reisen sowie zu spezifischen Merkmalen
der 16 Bundesländer und von 43 wichtigen Urlaubsregionen Deutschlands.
Herausgekommen ist der „Marken-Monitor Tourismus 2024/2025“, der ab sofort
erhältlich ist.
Dem südlichen Bundesland Bayern folgt auf Platz zwei der
Bundesländer mit Hamburg ein Nordlicht. Damit schlägt die Hansestadt die auf
Platz drei befindliche Hauptstadt Berlin. Auf Platz vier liegt mit
Schleswig-Holstein das zweite Flächenland. Aucher Nord-Osten spielt ganz oben
mit: Mecklenburg-Vorpommern auf Platz sechs des Rankings, lässt bei den
Menschen in Deutschland starke Bilder im Kopf entstehen. Der tiefe Westen mit
Nordrhein-Westfalen schafft es auf Platz acht.
Und welches Bundesland liegt im Ranking ganz hintern? Das
viel zitierte und für allerlei Größenvergleiche herangezogene kleine Bundesland
Saarland. Knapp 62 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass sie kein
konkretes Bild vom Saarland haben. Ausgerechnet eine Region, die wegen der Nähe
zu Frankreich, gutem Wein und gutem Essen weitaus besser punkten könnte. Aber
auch Sachsen-Anhalt muss sich profilieren. Deutlich über die Hälfte der
Menschen in Deutschland haben keine Vorstellung von dem Bundesland als
Urlaubsregion.
Und welche Eigenschaften ordnen die Befragten den
Bundesländern jeweils zu? Bei Bayern ist es ganz klar die Natur mit über 77
Prozent sowie die Einzigartigkeit der Landschaft (68,4 %) gefolgt von sehr
gutem Essen und Trinken (66,5%). Radfahren und Wandern, Sehenswürdigkeiten und
Familienfreundlichkeit werden Bayern ebenfalls stark zugeschrieben.
Hamburg als Image-Sieger unter den Stadtstaaten
Hamburg hat als Urlaubsregion ebenfalls ein klares Profil
und punktet u.a. mit Shopping (das schreiben über 63% der Hansestadt zu),
attraktiven Veranstaltungen/Festivals (58,8%), vielen Sehenswürdigkeiten
(57,3%), Kulturangebot und guter Erreichbarkeit. Damit ist der Stadtstaat im
Image ein klarer Kontrapunkt zum naturnahen Bayern.
Zu den Image-Siegern gehört auch das viertplatzierte
Schleswig-Holstein. Das Bundesland im hohen Norden punktet bei Urlaubern
besonders mit Natur (60,5%), Radfahren (58,7%) und seiner
Familienfreundlichkeit (51,8%).
Bodensee, Rügen und Nordsee punkten mit Natur und
einzigartigen Landschaften
Neben den 16 Bundesländern wurden auch 43 bedeutende
Urlaubsregionen abgefragt. Hier führt der Bodensee die Hitliste an. Über 74
Prozent der Befragten verbinden konkrete Vorstellungen mit der Region. Nach dem
zweitplatzierten Schwarzwald liegt mit Rügen eine Region aus dem Nord-Osten auf
Platz drei.
So unterschiedlich diese drei Regionen auch sind, so
punkten sie doch alle mit viel Natur, einzigartigen Landschaften sowie guten
Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern.
„Für die Vermarktung der Urlaubsregionen ist daher
entscheidend, dass nicht nur Themen wie „Natur“ oder „Natur erleben“ an sich
kommuniziert werden. Entscheidend ist, ganz konkrete Stärken zu vermitteln.
Also das, was z.B. die Landschaft der Bodensee-Region oder die Natur von Rügen
einzigartig macht. So entstehen einzigartige Bilder in den Köpfen, die
Urlaubswünsche entstehen lassen“, so Peter Pirck, Geschäftsführender
Gesellschafter der Brandmeyer Markenberatung.
Kultur-Hotspot Ruhrgebiet
Der Westen liegt als Urlaubsregion eher im
Image-Mittelfeld der Destinationen: Das Ruhgebiet schafft es als Botschafter
des Westens immerhin auf Platz 21. Mit seinem Profil hebt es sich von vielen
anderen Regionen ab, denn hier schätzen die Menschen die gute Erreichbarkeit,
die Shoppingmöglichkeiten, ein gutes Kulturangebot und attraktive
Veranstaltungen und Festivals. Damit hebt sich der Westen deutlich vom Rest der
Urlaubsregionen ab. Mit positiven Folgen: Immerhin ein knappes Drittel der
Befragten kann sich grundsätzlich vorstellen, hier Urlaub zu machen.
Und mit welchen Urlaubsregionen verbinden die
Deutschland-Reisenden am wenigsten Vorstellungen? Mit dem Ruppiner Seenland und
der Altmark liegen zwei Regionen aus den neuen Bundesländern im Ranking ganz
hinten. Auch von der doch so traditions- wie weinreichen Region Rheingau haben
über 70% der Befragten kein konkretes Bild vor Augen.
Peter Pirck: „Ein klar definiertes Profil ist der
Schlüssel zum Erfolg für jede Urlaubsregion. Denn wie unsere Studie erneut
zeigt: Wo ein starkes Bild entsteht, folgt die Nachfrage. Regionen, die sich
mit klarem Profil präsentieren, ziehen nicht nur mehr Besucher an – sie
schaffen auch eine unverwechselbare Identität, die sich im Gedächtnis der
Reisenden festsetzt.“
Bildnachweis:
© INNOFACT AG
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