Rekordzahlen verdecken wachsende Investitionslücke im Deutschlandtourismus - Wissen, was im Tourismus los ist!



Deutschland
Rekordzahlen verdecken wachsende Investitionslücke im Deutschlandtourismus
Der Deutsche Tourismusverband warnt vor Risiken für Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit
Rekordzahlen verdecken wachsende Investitionslücke im Deutschlandtourismus

Der Deutschlandtourismus hat 2025 das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Hotels, Pensionen und Campingplätze verzeichneten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 497,5 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland. Das sind 0,3 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024. Treiber der Entwicklung bleiben inländische Reisende, auf die 83 Prozent der Übernachtungen entfallen.

Langfristiges Wachstum erhöht den Druck

Seit 2005 sind die Übernachtungszahlen um mehr als 150 Millionen gestiegen. Für den Deutschen Tourismusverband (DTV) ist das ein Erfolg – zugleich aber auch ein Warnsignal. „Die touristische Infrastruktur muss mit der steigenden Nachfrage Schritt halten. Sonst drohen Überlastungen in den Tourismusregionen und ein Imageschaden für das Reiseland Deutschland“, sagt DTV-Präsident Reinhard Meyer.

Gäste erwarteten funktionierende Bus- und Bahnverbindungen, gut ausgebaute Rad- und Wanderwege, gepflegte öffentliche Räume sowie barrierefreie Angebote. Der demografische Wandel verstärke den Bedarf an leicht zugänglicher Infrastruktur zusätzlich.

Finanzielle Belastung der Kommunen

Nach Einschätzung des Verbandes geraten jedoch genau jene Akteure unter Druck, die den Tourismus vor Ort maßgeblich tragen: die Kommunen. Sie investieren in Ausbau, Pflege und Instandhaltung der touristischen Basisinfrastruktur, sehen sich jedoch zunehmend mit wachsenden Haushaltsdefiziten konfrontiert.

„Angesichts leerer Kassen in den Kommunen blicken wir mit Sorge in die Zukunft, ob die Infrastruktur den Ansprüchen der Reisenden weiter gerecht werden kann“, erklärt Meyer.

Warnung vor Substanzverlust

Der DTV sieht Bund und Länder in der Verantwortung, die kommunale Ebene finanziell zu entlasten. „Entlasten Bund und Länder die Kommunen nicht, droht die Basisinfrastruktur in den Tourismusregionen zu bröckeln. Das gefährdet die erfolgreiche Entwicklung des Deutschlandtourismus“, warnt Meyer.

Die aktuellen Rekordzahlen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Qualität des Reiseerlebnisses langfristig von kontinuierlichen Investitionen abhänge. Ohne ausreichende Mittel, so der Verband, könnten selbst stabile Gästezahlen nicht verhindern, dass Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität einzelner Destinationen leiden.

Bildnachweis: © DTV


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