Tourexpi
Die Zahl der Gäste stieg hier um 5,3 Prozent und die der Übernachtungen um 4,9 Prozent. Die klare strategische Ausrichtung auf Kultur, Weinerlebnisse sowie Wander- und Radtourismus zahlt sich aus. Besonders die crossmediale Marketingkampagne sorgte mit über 25 Millionen Markenkontakten für eine enorme Reichweite in den wichtigsten Quellmärkten.
Tourismus in Rheinhessen verzeichnet weiterhin ein gesundes Wachstum
Im letzten Jahr kamen 1.111.813 Gäste nach Rheinhessen; die Zahl der Übernachtungen lag bei 1.981.750. Im 10-Jahres-Überblick zeigt sich ein langfristiger Zuwachs von 32 % bei den Übernachtungen sowie ein Gästezuwachs von 22,4 %.
Das Wachstum findet insbesondere in den Städten statt. Die Landeshauptstadt Mainz führt das Ranking der Zuwachsraten mit 1.159.125 Übernachtungen und einem Plus von 8,9% an. Es folgen Bingen mit einem Plus von 3,4% bei 179.172 Übernachtungen und Worms mit einem Plus von 4,3% bei 153.256 Übernachtungen.
Nach Corona sind auch die Zahlen der ausländischen Quellmärkte wieder gestiegen: 191.131 Gäste (+2,8%) und 391.718 Übernachtungen (+3,8%). Die wichtigsten Märkte für Rheinhessen: USA (40.700 Gäste), Niederlande (23.100 Gäste) und Schweiz (14.800 Gäste).
Erfreulich ist auch die stabile Aufenthaltsdauer der Gäste. Sie hat sich im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr von 1,64 Tagen auf 1,78 Tage gesteigert.
Nach wie vor ist Rheinhessen die Region für Kurzurlaube. Das könnte in aktuell schwierigen Zeiten, bei angespannter Wirtschaftslage ein Vorteil sein. Der Wochenendtrip wird spontan und kurzfristig geplant, wenn man sich was gönnen möchte, eine kurze Auszeit braucht. Die Ausgabe ist dann akzeptabel.
Tourismuswachstum dank steigender Übernachtungskapazitäten
Die steigenden Gästezahlen in der Region sind unter anderem auf den erheblichen Ausbau der Übernachtungskapazitäten in den vergangenen zehn Jahren zurückzuführen. Seit 2014 hat sich die Bettenzahl um 42,8 % erhöht – von 10.716 auf 15.298 Betten im Jahr 2024.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Angebot im Landkreis Alzey-Worms und in Mainz. Im Landkreis Alzey-Worms stieg die Zahl der verfügbaren Betten um 42,6 % (von 1.281 auf 1.827 Betten), während Mainz mit einem Anstieg von 60,4 % (von 4.863 auf 7.802 Betten) die größte Expansion verzeichnete. In Worms hingegen gab es einen leichten Rückgang um 14,5 %.
Wirkung und Relevanz des Tourismus für die Wirtschaft
Welchen wirtschaftlichen Stellenwert die Branche für die Region hat, zeigt die Wertschöpfungsstudie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ der dwif-consulting GmbH, die am 25. Juni 2024 vorgestellt wurde. Entstanden ist sie im Auftrag von IHK für Rheinhessen, Rheinhessen-Touristik und mainzplus CITYMARKETING – mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Mainz.
Die Studie macht die Bedeutung der Branche für die Region an konkreten Zahlen fest: Demnach hat der Tourismus in Rheinhessen 2023 die Milliardenmarke überschritten und einen Bruttoumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet – 28 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. Davon konnte das Gastgewerbe mit einem Anteil von 520 Millionen Euro am stärksten profitieren, gefolgt von Einzelhandel mit 427 Millionen Euro und dem Dienstleistungsbereich mit 224 Millionen Euro. Alle drei Bereiche sind im Zehnjahresvergleich gewachsen.
Die Studie verdeutlicht, dass insbesondere die rheinhessischen Städte einen großen Anteil an der touristischen Wertschöpfung der Region besitzen. Insgesamt spielen Tagestouristen derzeit in Rheinhessen eine besondere Rolle: Vom Bruttoumsatz entfallen aktuell 70 Prozent auf den Tages- und 30 Prozent auf den Übernachtungstourismus.
Allein aus Mehrwertsteuer und Einkommensteuer resultieren 2023 ca. 108,3 Mio. € Steueraufkommen aus dem Tourismus, was einem Anstieg von 23 % gegenüber 2013 entspricht.
Erfolg durch Investitionen und Förderung vom Marketingmaßnahmen
Für Christian Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik (RHT), ist der Erfolg auf zwei grundlegende Faktoren zurückzuführen: „Die positive Entwicklung der Tourismusbranche in Rheinhessen im vergangenen Jahr ist zum einen das Ergebnis gezielter Investitionen; öffentliche und private Gelder flossen in den Ausbau der touristischen Infrastruktur, insbesondere in die Entwicklung zielgruppengerechter Angebote für Wanderer und Radfahrer. Zum anderen ermöglichten Fördermittel des Landes eine Intensivierung der Marketingmaßnahmen.“ In enger Zusammenarbeit mit mainzplus CITYMARKETING und der Tourist Information Worms wurde eine umfassende crossmediale Kampagne entwickelt und umgesetzt. Diese abgestimmten Maßnahmen stärken die Sichtbarkeit Rheinhessens als attraktive Destination und tragen maßgeblich zum Tourismuswachstum bei. „Dennoch - die Situation für viele Gastgeber, v.a. in der Gastronomie, ist nach wie vor schwierig, Sorgen machen der Personalmangel, die gestiegenen Energiepreise. Das ist uns bei aller Freude über die Zahlen sehr bewusst“, gibt Christian Halbig zu bedenken.
Reichweitenstarke Kommunikation
Die crossmediale Rheinhessen-Kampagne 2024 lief von März bis Oktober. Sie wurde mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz und durch regionale Partner kofinanziert. Das Gesamtbudget betrug 135.000 €
Herzstück der Kampagne war die kreative Inszenierung der Kontraste Rheinhessens – von Weingenuss bis Kultur. Der Slogan „Mal Sonnenlage. Mal Heldensage – Jedes Mal Magisch“ stellte etwa das Weinerlebnis den Nibelungen-Festspielen gegenüber. Sechs solcher Kontrastpaare wurden in emotionalen Bild- und Videomotiven umgesetzt.
Gezielte Online-Maßnahmen, darunter Social-Media-Posts, Reels und Ads auf Facebook und Instagram sowie Google Ads, sorgten für eine präzise Ansprache der Zielgruppen. Die Kampagne erzielte 25 Millionen Markenkontakte und hat das Ziel der größeren Reichweite und breiten Sichtbarkeit in den Quellmärkten der Region erreicht.
Zielführende Kooperationen
Erwin Malkmus, Vorsitzender der Rheinhessen-Touristik GmbH (RHT), wirft einen Blick in die Zukunft: „Die RHT entwickelt sich zunehmend zur zentralen Managementgesellschaft für die touristische Entwicklung der größten Weinregion Deutschlands. Sie hält viele Serviceangebote für unsere kommunalen Partner in der Region vor und bündelt relevante Infrastruktur- und Marketingmaßnahmen. Um den Anforderungen des Landes Rheinland-Pfalz an eine wettbewerbsfähige Destinationsmanagement-Gesellschaft gerecht zu werden, ist es notwendig, die Gesellschaft zu stärken und handlungsfähig zu machen.“
Ein bedeutender Schritt wurde 2024 mit dem Umzug der Rheinhessen-Touristik an den Rheinhessenwein-Standort in Alzey vollzogen. Neben bestehenden Projektkooperationen haben sich beide Gesellschaften auf weitere richtungsweisende Zusammenarbeiten verständigt, darunter die Bündelung der Onlinekommunikation, gemeinsames Kampagnenmanagement und personelle Verzahnung.
Das immer engere Kooperationsnetzwerk mit den kommunalen Tourist-Informationen zahlt sich für Rheinhessen aus. Zielführende Projekte wie die crossmediale Rheinhessen-Kampagne, eine einheitliche Website in der Region, die Rheinhessen-Mediathek, Datenmanagement und Qualitätsprodukte im Infrastrukturbereich werden gemeinschaftlich entwickelt und von der RHT gemanagt.
Um die positive Entwicklung weiter zu fördern, setzt die RHT auf eine einheitliche Präsenz der kommunalen Partner. Ein geschlossener Rheinhessen-Markenauftritt in Broschüren, Karten und anderen Marketingmaterialien soll die Strahlkraft der Region erhöhen. Ein klares Bekenntnis der touristischen Partner und anderer Branchen zur Marke Rheinhessen als zentralem Werbeträger ist ein wesentlicher Bestandteil der gemeinsamen Strategie.
Bildnachweis: @Rheinhessen Touristik
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