Tourexpi
Kultur-
und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy hat bekannt gegeben, dass die Türkei in
den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 mit 25,8 Milliarden US-Dollar einen
neuen Rekord bei den Tourismuseinnahmen erzielt hat. Diese Zahlen präsentierte
er im Rahmen einer Pressekonferenz im Atatürk-Kulturzentrum in Ankara zur
Auswertung der Halbjahreszahlen sowie zur Vorstellung der Initiative Bir
Anadolu Şenliği („Ein anatolisches Fest“).
Ersoy
betonte, dass man seit 2018 eine strategische Neuausrichtung im Tourismus
verfolge, die nicht mehr allein auf Masse, sondern auf Qualität und höhere
Ausgaben pro Gast setze. Auch die Widerstandskraft des Sektors gegen Krisen
sollte gezielt gestärkt werden. Trotz globaler Unsicherheiten, Konflikte und
Naturereignisse – etwa das Erdbeben in Istanbul während der Osterzeit oder der
Krieg zwischen Israel und Iran im Juni – seien die Zahlen stabil geblieben.
Wachstum
trotz widriger Rahmenbedingungen
In
den ersten sechs Monaten stieg die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr
um 1 %
auf 26,4 Millionen. Im April war ein deutlicher Anstieg auf 4,8 Millionen
Besucher zu verzeichnen. Auch im Mai und Juni konnten die Werte des Vorjahres
gehalten werden. Laut Ersoy war das erste Halbjahr von zahlreichen Risiken geprägt – darunter geopolitische Spannungen,
klimatische Anomalien sowie die Gefahr nuklearer Eskalationen –, doch die ergriffenen Maßnahmen hätten sich als wirksam erwiesen.
Kriterien
wie Aufenthaltsdauer und Ausgaben steigen
Besonders
erfreulich sei laut Ersoy die Zunahme der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer
um 8 %
–
gegenüber
einer ursprünglich
erwarteten Steigerung von 5 %.
Dies habe erheblich zur Erreichung der Einkommensziele beigetragen. Im
Vergleich zum Vorjahr (24 Milliarden USD) stieg der Umsatz im ersten Halbjahr
2025 auf 25,8 Milliarden USD. Allein im zweiten Quartal wurden 16,3 Milliarden
USD erzielt (2024: 15 Milliarden USD). Das Jahresziel wurde auf 64 Milliarden
USD erhöht
–
eine Steigerung von 4,7 %.
Derzeit liegt das Wachstum bei 7,6 %, was Ersoy als „wichtigen Schritt in Richtung Ziel“ bewertet.
Tourismus
in Ost- und Südostanatolien stärken
Im
Rahmen der Initiative Bir Anadolu Şenliği will das Ministerium kulturelle und
touristische Aktivitäten gezielt in die Regionen Ost- und Südostanatoliens
bringen. Veranstaltungen sind für folgende Orte geplant:
·
Hakkari (22. August – 4. September)
·
Tunceli (5.–11. September)
·
Şırnak (12.–18. September)
·
Bingöl (19.–25. September)
·
Bitlis (22.–28. September)
Ziel
sei es, Tourismus ganzjährig auf alle Regionen des Landes auszudehnen und
regionale Potenziale stärker in Wert zu setzen – von Gesundheitstourismus über
Archäologie bis zur Gastronomie. Kultur und Kunst würden dabei nicht nur als
„Unterkapitel des Tourismus“ gesehen, sondern als eigenständige Säulen zur
Identitätsbildung und Zukunftssicherung.
TÜIK
bestätigt 8,4 %
Umsatzplus im zweiten Quartal
Nach
Angaben des Türkischen Statistikamts (TÜIK) stieg der Tourismuserlös im zweiten
Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 % auf rund 16,28 Milliarden USD. Der Großteil entfiel auf persönliche Ausgaben (11,1 Milliarden USD)
und Pauschalreisen (5 Milliarden USD). 16,3 % der Einnahmen stammen von im Ausland
lebenden türkischen
Staatsangehörigen.
Insgesamt
besuchten im zweiten Quartal 16,4 Millionen Menschen die Türkei – ein Plus von
2 %.
Der durchschnittliche Tagesausgabenwert betrug 110 USD, bei Auslandstürken lag er bei 73 USD.
Hauptreisegrund waren mit über
71 %
Freizeit, Sport und Kultur, gefolgt von Familienbesuchen (16,8 %) und Shopping (5,6 %).
Auslandsreisen
von Inländern nehmen zu
Auch
die Ausgaben türkischer Staatsbürger für Auslandsreisen stiegen im zweiten
Quartal um 41,1 %
auf 2,76 Milliarden USD. Die Zahl der Reisenden sank dabei leicht auf 2,95
Millionen, während
die durchschnittlichen Ausgaben pro Person bei 936 USD lagen.
Finanzminister
Şimşek: „Tourismus bleibt wirtschaftliche Stütze“
Finanzminister
Mehmet Şimşek kommentierte die Zahlen auf Social Media und hob hervor, dass
trotz regionaler Spannungen die Tourismusbranche ihre starke Dynamik
beibehalte. Die Zahl der Besucher sei im Jahresvergleich auf 62,7 Millionen
gestiegen, die Tourismuseinnahmen auf 62,9 Milliarden USD. Der Sektor leiste
weiterhin einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Zahlungsbilanz
und zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes.
Bildnachweis:
© AA
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