Solo Travel wird zur festen Reiseform aller Generationen - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Solo Travel wird zur festen Reiseform aller Generationen
Eine Opodo-Studie unter 9.000 Befragten zeigt, wie sich Motive, Sicherheitsbedürfnis und Erwartungen beim Alleinreisen verändern
Solo Travel wird zur festen Reiseform aller Generationen

Alleinreisen ist längst kein Nischentrend mehr. Eine internationale Studie des Online-Reisebüros Opodo unter 9.000 Befragten in sieben Ländern, darunter 1.000 Teilnehmer aus Deutschland, zeigt, dass Solo Travel heute über alle Altersgruppen hinweg fest im Reiseverhalten verankert ist. Besonders deutlich werden dabei Unterschiede zwischen den Generationen: Während Millennials vor allem ihre Bewegungsfreiheit schätzen, nutzen viele junge Erwachsene das Alleinreisen zur Selbstfindung. Ältere Reisende legen dagegen größeren Wert auf Sicherheit.

Bewegungsfreiheit bleibt wichtigstes Motiv

Für 37 Prozent der deutschen Befragten ist die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der wichtigste Grund, allein zu reisen. Im internationalen Durchschnitt liegt der Anteil mit 38 Prozent nahezu gleich hoch.

Vor allem Millennials schätzen die Möglichkeit, Reisezeit, Route und Tagesablauf unabhängig bestimmen zu können. 46 Prozent der zwischen 1981 und 1996 Geborenen nennen diese Autonomie als entscheidendes Motiv. Bei den Babyboomern trifft dies dagegen nur auf 26 Prozent zu.

An zweiter Stelle folgt die fehlende zeitliche Verfügbarkeit von Freunden oder Familienmitgliedern. 30 Prozent der Befragten in Deutschland reisen allein, weil im persönlichen Umfeld niemand Zeit hat. Ebenso hoch fällt der globale Durchschnitt aus.

26 Prozent möchten auf einer Soloreise Neues ausprobieren, 25 Prozent erhoffen sich eine bessere Selbsterkenntnis. Nur noch 19 Prozent verreisen allein, um neue Menschen kennenzulernen. Im Jahr 2019 lag dieser Anteil noch bei 28 Prozent, 2023 sogar bei 29 Prozent. Männern ist das Knüpfen neuer Kontakte mit 22 Prozent etwas wichtiger als Frauen mit 16 Prozent.

Sicherheit verdrängt Komfort im Reisegepäck

Deutlich verändert haben sich auch die Prioritäten bei der Reiseausstattung. In den Jahren 2019 und 2023 standen für deutsche Alleinreisende vor allem bequeme Kleidung, Reisekissen oder Snacks im Mittelpunkt. 2026 nennen nur noch 27 Prozent den Komfort als wichtigsten Faktor.

Stattdessen rückt die Sicherheitsausrüstung an die Spitze. 38 Prozent der deutschen Befragten halten Geldgürtel, Erste-Hilfe-Sets oder griffbereite Notfallkontakte für besonders wichtig.

Das Sicherheitsbedürfnis steigt mit dem Alter. Fast jeder zweite Babyboomer legt mit 48 Prozent besonderen Wert auf entsprechende Vorkehrungen. Unter den Frauen beträgt der Anteil 42 Prozent. Die Generation Z setzt dagegen andere Schwerpunkte: Nur 31 Prozent priorisieren Sicherheitsartikel, während 41 Prozent weiterhin den Komfort in den Vordergrund stellen.

Im internationalen Vergleich belegt Deutschland beim Sicherheitsbedürfnis den dritten Platz. In Großbritannien achten 40 Prozent der Befragten besonders auf Sicherheitsausrüstung, in Frankreich 39 Prozent. Dahinter folgen die USA mit 37 Prozent. Deutlich niedriger liegen Italien mit 28 Prozent, Spanien mit 27 Prozent und Portugal mit 25 Prozent.

Generation Z reist auf der Suche nach sich selbst

Das Motiv der Selbstfindung hat sich nach einem deutlichen Anstieg wieder normalisiert. Im Jahr 2019 nannten 21 Prozent der deutschen Befragten eine bessere Selbsterkenntnis als Reisegrund. 2023 erreichte der Anteil mit 32 Prozent seinen bisherigen Höchststand. 2026 liegt er nun bei 25 Prozent.

Bei der Generation Z spielt die persönliche Entwicklung jedoch weiterhin eine besonders große Rolle. 41 Prozent der jungen Erwachsenen reisen allein, um sich selbst besser kennenzulernen.

Auch das Gefühl wachsender Selbstständigkeit ist in dieser Altersgruppe stark ausgeprägt. 35 Prozent der Generation Z und 32 Prozent der Millennials berichten, dass ihnen das Alleinreisen helfe, schwierige Situationen eigenständig und souverän zu bewältigen. Im Durchschnitt aller deutschen Befragten liegt der Anteil bei 29 Prozent. Frauen nennen diesen Effekt mit 31 Prozent etwas häufiger als Männer mit 28 Prozent.

Jeweils 33 Prozent der deutschen Teilnehmer erklären zudem, dass Soloreisen ihnen mentale Klarheit verschaffen oder ihre Offenheit gegenüber fremden Kulturen fördern.

Internationale Unterschiede bei den Erwartungen

Die Gründe für eine Soloreise unterscheiden sich auch von Land zu Land. In den USA steht für 43 Prozent der Befragten das Gefühl mentaler Erneuerung und innerer Distanz zum Alltag im Vordergrund.

In Südeuropa suchen Reisende häufiger nach einer stärkeren Verbindung zur Umgebung und zu den Menschen vor Ort. Dies gilt für 25 Prozent der spanischen und 23 Prozent der italienischen Befragten.

„Alleinreisen ist erwachsen geworden. Heute geht es weniger um den bloßen Tapetenwechsel, sondern um persönliches Wachstum und ein sicheres Gefühl. Wir sehen, dass Reisende – besonders die Gen Z – Sicherheit und Selbstfindung in den Fokus rücken. Wir bei Opodo unterstützen diesen Trend mit Technologie, die Solo-Trips nicht nur einfacher, sondern vor allem sicherer und flexibler macht“, sagt Betty Lemeßier, Communications & PR Manager DACH/Nordics bei Opodo.

Bildnachweis: © Mit KI erstellte Illustration


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