Tourexpi
Der
Flughafen München und der Chubu Centrair International Airport im japanischen
Nagoya bauen ihre strategische Zusammenarbeit aus. Bei einem mehrtägigen
Treffen in München diskutierten Vertreter beider Flughäfen über Innovationen im
Flughafenbetrieb, steigende Passagierzahlen und Möglichkeiten, Prozesse stärker
zu automatisieren.
Im
Mittelpunkt standen dabei konkrete Herausforderungen, mit denen internationale
Drehkreuze konfrontiert sind. Dazu gehören zusätzliche Passagierströme bei
Großveranstaltungen, langfristiger Kapazitätsausbau und die Frage, welche
Aufgaben auf dem Vorfeld künftig von autonomen Fahrzeugen übernommen werden
können. Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen der bestehenden „Sister
Airport“-Partnerschaft.
Austausch
auf Führungsebene
Jost
Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, empfing
die japanische Delegation unter Leitung von Hironori Kagohashi, Präsident und
CEO von Centrair.
„Indem
wir unsere Erfahrungen teilen und voneinander lernen, können wir gemeinsam
innovative Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist es, die operative Exzellenz zu
steigern und das Reiseerlebnis für unsere Passagiere kontinuierlich zu
verbessern“, sagte Lammers.
Die
Partnerschaft zeige nach seinen Worten, wie Flughäfen durch internationale
Zusammenarbeit voneinander profitieren und Lösungen für künftige Anforderungen
entwickeln können.
Großveranstaltungen
stellen Flughäfen vor besondere Aufgaben
In
Workshops an der Munich Airport Academy beschäftigten sich Experten beider
Flughäfen unter anderem mit langfristiger Kapazitätsplanung und dem Umgang mit
saisonalen Verkehrsspitzen.
Auf
Münchner Seite spielte der geplante Ausbau des T-Stiels am Terminal 2 eine
Rolle. Für Centrair sind dagegen aktuell die Asian Games 2026 in Aichi-Nagoya
von besonderer Bedeutung. Das internationale Sportereignis dürfte zeitweise
erhebliche zusätzliche Passagierströme in der Region verursachen.
Die
Flughafenexperten untersuchten deshalb, wie Infrastruktur und operative
Prozesse auf kurzfristige Nachfragespitzen vorbereitet werden können, ohne den
regulären Betrieb unnötig zu beeinträchtigen.
Autonome
Fahrzeuge rücken aufs Vorfeld
Ein
weiterer Schwerpunkt war die Automatisierung des Flughafenbetriebs. München
berichtete über Tests zum autonomen Transport von Fracht. Centrair stellte im
Gegenzug Erfahrungen aus seiner „Smart Ramp“-Initiative und mit autonomen
Fahrzeugtechnologien vor.
Solche
Systeme könnten künftig insbesondere standardisierte Transportaufgaben auf dem
Flughafengelände übernehmen. Beide Partner beschäftigten sich außerdem mit
automatisierten Passagierprozessen und sogenannten „Fast Travel“-Lösungen.
Ziel
ist es, durch Digitalisierung einzelne Abläufe zu beschleunigen, den
Passagierdurchsatz zu erhöhen und wachsende Verkehrsmengen mit der vorhandenen
Infrastruktur effizienter zu bewältigen.
Auch
kommerzielle Geschäftsmodelle im Blick
Die
Kooperation beschränkt sich nicht auf den operativen Flughafenbetrieb.
Vertreter beider Unternehmen tauschten sich auch über kommerzielle Strategien
aus.
Dabei
ging es unter anderem um Geschäftsmodelle für Werbung und Medien sowie das
Parkgeschäft am Flughafen München. Diskutiert wurden außerdem kommerzielle
Konzepte, die sich im Zusammenhang mit neuen oder erweiterten
Flughafeninfrastrukturen entwickeln lassen.
Netzwerk
verbindet sechs internationale Flughäfen
München
und Centrair arbeiten im Rahmen eines internationalen Netzwerks von
Partnerflughäfen zusammen. Zu den „Sister Airports“ gehören neben dem Chubu
Centrair International Airport auch der Denver International Airport, der
Suvarnabhumi Airport in Bangkok, der Singapore Changi Airport und der Beijing
Capital International Airport. Ebenfalls Teil des Netzwerks ist die Airports
Company South Africa.
Der
regelmäßige Austausch soll den beteiligten Flughäfen ermöglichen, Erfahrungen
mit neuen Technologien und Betriebsmodellen zu teilen, bevor diese in größerem
Umfang eingesetzt werden.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration
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