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Bayerns Märchenkönig Ludwig II. kehrt auf Shanghais Bühne zurück
Das Musical „Ludwig² – Der König ist zurück!“ gastiert im Dezember erneut in China, für 2027 sind zudem Konzerte an historischen Ludwig-Orten in Deutschland geplant
Bayerns Märchenkönig Ludwig II. kehrt auf Shanghais Bühne zurück

Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Weltpremiere setzt „Ludwig² – Der König ist zurück!“ seine internationale Reise fort. Vom 2. bis 9. Dezember 2026 kehrt die Produktion mit einem 22-köpfigen Cast an das Culture Square Theatre in Shanghai zurück. Nach dem ersten Gastspiel 2024 steht damit erneut die Geschichte des bayerischen Königs Ludwig II. im Mittelpunkt einer deutsch-chinesischen Musiktheaterproduktion. 2027 sollen Live-Konzerte in Bayreuth, Bad Kissingen und Kloster Ettal folgen.

Ludwig II. fasziniert auch chinesisches Publikum

Das Leben Ludwigs II., seine Leidenschaft für Kunst und Musik, seine Schlösser und sein bis heute von Rätseln umgebener Tod bilden seit der Weltpremiere am 11. März 2005 den Stoff des Musicals. Am Originalschauplatz in Füssen kommt eine besondere Kulisse hinzu: Das Festspielhaus Neuschwanstein liegt unmittelbar am Forggensee mit Blick auf Schloss Neuschwanstein.

Nach Angaben der Veranstalter zieht die Produktion inzwischen verstärkt Besucher aus China nach Füssen. Einige verbinden ihren Aufenthalt mit mehreren Aufführungen rund um Ludwig II. und berichten anschließend in ihrer Heimat über ihre Erlebnisse.

Das Bild des Königs als rätselhafte Persönlichkeit gehört dabei zum Kern der Inszenierung. Ludwig II. verwendete in seinen Briefen wiederholt ein Zitat aus Friedrich Schillers Drama „Die Braut von Messina“: „Ein ewig Rätsel bleiben will ich, mir und anderen.“

Von Füssen nach Shanghai

Die Verbindung nach China entstand 2023. Im November jenes Jahres reiste Richard Fei, CEO des Culture Square Theatre in Shanghai, mit seinem Team nach Füssen, besuchte das Musical und führte erste Gespräche über eine Zusammenarbeit.

Anfang 2024 entwickelte sich daraus eine Co-Produktion der Cohns Welt Deutschland GmbH, des Gold & Silber Musikverlags und des Shanghai Culture Square Theatre. Für Shanghai entstand eine halbszenische, konzertante Fassung des Musicals. Nach dem ersten Gastspiel im Dezember 2024 folgt nun die zweite Aufführungsserie.

Vom 2. bis 9. Dezember 2026 steht ein 22-köpfiges Ensemble auf der Bühne des Culture Square Theatre. Begleitet wird es von der Novus-Classica Camerata Shanghai unter der Leitung von Heinz Walter Florin. Das große Symphonie-Orchester soll insbesondere den spätromantischen Charakter der Partitur herausarbeiten.

Drei Darsteller verkörpern Ludwig II.

Mit Jan Ammann kehrt ein Darsteller zurück, der bereits seit der Weltpremiere 2005 zur Geschichte des Musicals gehört. Trotz weiterer Engagements unter anderem bei „Rebecca“, „Tanz der Vampire“ und „Jekyll & Hyde“ blieb er der Produktion über viele Jahre verbunden.

In Shanghai wird Ammann gemeinsam mit Gian Marco Schiaretti und Oedo Kuipers die Rolle König Ludwigs II. übernehmen. Annemieke van Dam verkörpert Kaiserin Elisabeth von Österreich. Martin Markert, heute künstlerischer Leiter und Partner des Gold & Silber Musikverlags sowie der Cohns Welt Deutschland GmbH, tritt als Schattenmann und Prinz Otto von Bayern auf.

Konzerte an historischen Orten in Bayern

2027 soll die Geschichte des Musicals auch an mehrere Orte getragen werden, die eng mit Ludwig II. verbunden sind. Neben den regulären Aufführungen im Festspielhaus Neuschwanstein sind Live-Konzerte in Bayreuth, Bad Kissingen und Kloster Ettal geplant. Ein großes Orchester, Videoprojektionen und Bühnentechnik sollen dabei Musik und historische Bezüge miteinander verbinden.

Die Auswahl der Spielorte folgt der Biografie des Königs. Ludwig II. war einer der wichtigsten Förderer Richard Wagners und unterstützte die Verwirklichung des Bayreuther Festspielhauses. In Bad Kissingen hielt sich der Monarch wiederholt auf. Kloster Ettal wiederum liegt in unmittelbarer Nähe zum Graswangtal und damit zu Schloss Linderhof, einem seiner bedeutendsten Rückzugsorte.

Mehr als 140 Jahre nach dem Tod Ludwigs II. lebt die Faszination für den bayerischen König damit nicht nur an seinen historischen Wirkungsstätten weiter, sondern erreicht zunehmend auch ein internationales Publikum.

„Für uns ist er als Märchenkönig eine romantische Beziehung, ein positiver Mythos, der bis heute lebt“, sagt Jan Ammann.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration mit Material von PRB


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