Tourexpi
Im
Fichtelgebirge ist Wasser allgegenwärtig. Bäche, Quellen und Seen durchziehen
die Landschaft und haben über Jahrhunderte das Leben, die Kultur und die
Traditionen der Region geformt. Hier entspringen mit Weißem Main, Eger,
Fichtelnaab und Sächsischer Saale gleich vier bedeutende Flüsse. Über die
Gipfel verläuft zudem die Europäische Hauptwasserscheide, eine der zentralen
Trennlinien zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Für die Jahre 2026 und 2027
rückt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge dieses Zusammenspiel unter dem
Jahresthema „Wasser vom Dach Europas“ in den Fokus und lenkt den Blick auf eine
Ressource, deren Wert angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler
Wasserknappheit weiter wächst.
Das
Thema lädt dazu ein, die Region bewusst zu erleben. Wanderungen entlang von
Quellen, Radtouren an Flussläufen, Aufenthalte in Heilbädern oder
Museumsbesuche eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Bedeutung der
Wasserlandschaften. Auch thematische Veranstaltungen und stille Momente an den
zahlreichen Seen gehören zu diesem Ansatz. Eine begleitende Broschüre liefert
Hintergründe, praktische Tipps und Anregungen, die das Fichtelgebirge aus einer
neuen Perspektive erfahrbar machen und zugleich für den Schutz des Wassers
sensibilisieren.
Heilendes
Wasser in den Kurorten
In
Bad Weißenstadt und Bad Alexandersbad zeigt sich Wasser von seiner
regenerierenden Seite. Bad Weißenstadt wurde im Juli 2025 offiziell als Heilbad
anerkannt, Bad Alexandersbad gilt als Bayerns kleinstes Heilbad. Spaziergänge
durch die Kurparks, achtsame Waldbad-Erlebnisse unter Anleitung von
Waldgesundheitstrainern sowie Anwendungen in den Thermalbädern bieten Erholung
für Körper und Geist. Das mineralreiche Thermalwasser ist Teil einer langen
regionalen Heiltradition, die durch Moorbäder ergänzt wird. Diese werden im
Fichtelgebirge seit Jahrhunderten für ihre wohltuende Wirkung genutzt.
Flüsse
und Wege in Bewegung
Aktiv
lässt sich das Thema Wasser besonders eindrücklich auf den Rad- und Wanderwegen
der Region erfahren. Der Egerradweg erstreckt sich über insgesamt 270
Kilometer, davon rund 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge. Er führt von der
Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur
Mündung des Flusses und verläuft durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus
Wiesen, Wäldern und Ortschaften im deutsch-tschechischen Grenzraum.
Vergleichbar mit dem Mainradweg, der von Bischofsgrün bis nach Mainz führt,
folgt die Strecke stets dem Wasserlauf.
Ein
besonderer Abschnitt ist die Perlenroute. Entlang der Flüsse Schwesnitz und
Perlenbach eröffnen sich Einblicke in eines der größten Vorkommen der
Flussperlmuschel in Europa. Gleichzeitig verweist der Name auf die
Industriegeschichte der Region. Entlang der früheren Bahnstrecke
Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich Orte aneinander, in denen
einst bedeutende Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer wiederum
folgen auf dem Quellenweg den Ursprüngen von Main, Naab, Saale und Eger und erleben
die landschaftliche Vielfalt des Fichtelgebirges auf besonders ursprüngliche
Weise.
Seen
und stille Wasserlandschaften
Der
Fichtelsee liegt idyllisch zwischen Schneeberg und Ochsenkopf und ist eines der
bekanntesten Gewässer der Region. Als Naturbad lädt er zum Schwimmen,
Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am
nördlichen Ufer beginnt mit der Seelohe ein Naturschutzgebiet, das eine
typische Hochmoorvegetation bewahrt. Dort befindet sich auch die Quellfassung
des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Granitpyramide auf steinernem Sockel. Der
Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des
Fichtelgebirges. Bereits 1694 als Mühlweiher genutzt, ist er heute ein
vielseitiges Ausflugsziel mit Liegewiese, Spielplatz, gastronomischen
Angeboten, Kneippanlage und einem Wassererlebnisbereich für Kinder.
Wasser
als Teil von Geschichte und Alltag
Über
die Natur hinaus hat Wasser im Fichtelgebirge stets auch wirtschaftliche und
kulturelle Bedeutung gehabt. Historische Holztriften und Flöße am
Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung der Stadt Bayreuth sowie
Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum dokumentieren die enge Verbindung
zwischen Wasser, Handwerk und Alltag. Entlang vieler Bäche informieren
Schautafeln über diese Zusammenhänge und machen sichtbar, wie sehr das Leben
der Region vom Wasser geprägt ist.
Weitere
Informationen zum Jahresthema „Wasser vom Dach Europas“ sowie kostenlose
Broschüren zum Fichtelgebirge sind bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.
V. erhältlich, telefonisch unter +49 (0) 9272 96903-0 oder online unter www.fichtelgebirge.bayern.
Aktuelle Hinweise finden sich zudem auf Facebook und Instagram.
Bildnachweis:
© Florian Trykowski
Die meistgelesenen Nachrichten
Lesen Sie die Nachrichten

Vom Familienunternehmens zum Global-Player
Roland Mack hat den Europa-Park mit unbändigem Arbeitseifer, visionären Ideen und mutigen Entscheidungen weltweit bekannt und vor allem beliebt gemacht.
Lesen Sie die Nachrichten

MSC Cruises passt das Winterprogramm 2026/2027 an
Die MSC World Europa wird auf den Französischen Antillen eingesetzt
Lesen Sie die Nachrichten

Jubiläen, neue Attraktionen und die FIFA-WM
Ein besonders Jahr für Missouri
Lesen Sie die Nachrichten

Afghanistan startet E-Visum zur Förderung des Tourismus
Die afghanische Regierung führt erstmals in ihrer Geschichte ein elektronisches Visasystem ein, um den Zugang für internationale Reisende zu erleichtern.
Lesen Sie die Nachrichten

Erster auf See gereifter Whiskey an Bord
Holland America Line kündigt anlässlich des International Whiskey Day eine Partnerschaft mit Jefferson’s Bourbon an
Lesen Sie die Nachrichten

Eurowings ermöglicht Hochzeiten über den Wolken
Rückläufige Heiratszahlen in Deutschland inspirieren Airline zu innovativem Angebot
Lesen Sie die Nachrichten

Condor feiert neue Verbindung Frankfurt–London Gatwick
Mit dem Erstflug ist die britische Hauptstadt nun offiziell Teil des Condor-City-Streckennetzes.
Lesen Sie die Nachrichten

KLM und gategroup erzielen Einigung zur Übernahme von KLM Catering Services
Nach Abschluss der Transaktion wird gategroup einen Anteil von 75 Prozent an KCS halten, während KLM einen Anteil von 25 Prozent behält.
Lesen Sie die Nachrichten

Sommerflugplan 2026: Air Astana erweitert Streckennetz und erhöht Frequenzen
Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana startet in den Sommerflugplan, der bis zum 24. Oktober 2026 gilt.
Lesen Sie die Nachrichten

Urlaub in unsicheren Zeiten
Berghütten bieten krisensichere Auszeit in der Natur
Lesen Sie die Nachrichten

Trinkgeld per Terminal: Nur 3 von 10 finden vorgeschlagene Beträge praktisch
Besonders skeptisch zeigen sich ältere Menschen
Lesen Sie die Nachrichten

Neue Airlines und mehr Sonnenziele
Das Streckennetz ab Hamburg wird noch vielfältiger
Lesen Sie die Nachrichten

Sachsen zählt heute über 500 Millionen Übernachtungen seit der Wende
Der Landestourismusverband Sachsen e. V. (LTV SACHSEN) feiert am 5. April 2026 sein 35-jähriges Bestehen
Lesen Sie die Nachrichten

Neue Hauptstadtverbindungen nach London und Lissabon
Wachstumsphase von Eurowings am BER gestartet
Lesen Sie die Nachrichten

Bundeskabinett beschließt Rücknahme der Steuererhöhung von 2024
Für eine Trendwende sind weitere Entlastungen erforderlich, meint der Flughafenverband.
Lesen Sie die Nachrichten

Münchner Airport bleibt auf Wachstumskurs
Erheblich gesteigertes Jahresergebnis und neuer Umsatzrekord
Lesen Sie die Nachrichten

Markus Kohli übernimmt die Leitung von Switzerland Travel Centre als CEO
Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Schweizer Reisebranche, unter anderem aus seiner Product- und Retailtätigkeit bei TUI Suisse.
Lesen Sie die Nachrichten

Die erste KI-gestützte Personalberatung für Tourismus im DACH-Raum
Marktstart mit Signalwirkung: TOUREC Executive Search geht an den Start
Lesen Sie die Nachrichten

Das Wallis stärkt nachhaltigen Tourismus
Das Wallis lanciert gemeinsam mit der Alliance SwissPass das Mobility Ticket und unterstreicht damit sein Engagement für nachhaltigen Tourismus
Lesen Sie die Nachrichten

Breite Unterstützung für die Vereinfachung von Geschäftsreisen in Europa
Business Travel for Europe (BT4Europe) brachte die Diskussion über die A1-Reform ins Europäische Parlament.

