Tourexpi
Das zeigt eine im Januar 2026 durchgeführte repräsentative Umfrage des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) unter 3.021 Personen der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 74 Jahren. Neben der Bekanntheit des Begriffs wurden auch Themen wie Assoziationen mit dem Begriff, Erfahrungen mit Overtourism/Übertourismus, verändertes Reiseverhalten wegen Overtourism/Übertourismus und die Akzeptanz bestimmter Maßnahmen zur Beschränkung der Besucherzahlen an touristisch stark frequentierten Orten und Sehenswürdigkeiten abgefragt.
Allgemeine Einstellungen zum Thema Overtourism/Übertourismus
Besonders in den jüngeren Altersgruppen ist der Begriff weit verbreitet: Während der Anteil bei den 18- bis 29-Jährigen bei 64 Prozent liegt, ist er in der Gruppe der 70- bis 74-Jährigen nur 44 Prozent bekannt. Inhaltlich wird Overtourism vor allem mit „Überfüllung“ und „zu vielen Touristen an einem Ort“ verbunden (75 Prozent). Weitere Assoziationen sind „Belastungen für Einheimische“ (15 Prozent) sowie „Umweltbelastungen und -schäden“ (13 Prozent).
Im weiteren Verlauf der Befragung wurde den Probandinnen und Probanden folgende Begriffsdefinition vorgelegt, um ein einheitliches Verständnis der Begrifflichkeit Overtourism/Übertourismus zu schaffen:
Bei der Beschäftigung mit dem Phänomen „Overtourism“ bzw. „Übertourismus“ zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Personen, die den Begriff bereits gehört oder gelesen haben, und jenen, denen er bislang unbekannt war. In der letztgenannten Gruppe geben 32 Prozent an, sich darüber bislang keine Gedanken zu machen. Nachdem sie jedoch eine Definition des Begriffs gelesen haben, berichten immerhin 16 Prozent, dass sie das Phänomen stark oder sehr stark beschäftigt. Unter den Befragten, die bereits vor der Erhebung mit dem Begriff vertraut waren, geben hingegen 38 Prozent an, dass sie sich stark oder sehr stark damit auseinandersetzen und ihre Reiseentscheidungen entsprechend ausrichten.
Bezogen auf Deutschland berichten 43 Prozent von Erfahrungen mit Overtourism/Übertourismus im Rahmen eines Urlaubs in Deutschland oder an ihrem Wohnort.
Grundsätzlich stimmen 68 Prozent der Aussage zu, dass zu viele Touristen das eigene Reiseerlebnis beeinträchtigen. Zudem sind 67 Prozent der Meinung, dass Reisende eine gewisse Verantwortung tragen, negative Auswirkungen zu reduzieren. Deutliche Ablehnung (56 Prozent) erhält die Aussage, die Lebenswelt der Einheimischen sei ihnen egal. Unsicher zeigen sich viele hingegen bei der Frage, ob die eigene Anwesenheit am Reiseziel ausschließlich Vorteile für die lokale Bevölkerung bringt: 50 Prozent geben hier „teils/teils“ als Antwort an.
Änderungen im Reiseverhalten
Mehr als die Hälfte derjenigen, die Overtourism bereits selbst erlebt haben, hat das eigene Reiseverhalten verändert. 61 Prozent geben an, lieber in der Nebensaison zu verreisen und 56 Prozent bekannte Hotspots zu vermeiden. Beinahe die Hälfte der Personen, die ihr Reiseverhalten geändert haben, beabsichtigen, anderswo Urlaub zu machen.
Akzeptanz von Maßnahmen zur Beschränkung der Besucherzahlen
Den höchsten Zuspruch zur Einschränkung der Besucherzahlen erhalten die „Einführung gesetzlicher Sanktionen“ und „Verhaltensregeln für Besucher“. Auch die Einführung von Besucherobergrenzen sowie Vorabbuchungen von Tickets an Sehenswürdigkeiten erfahren Zustimmung bei mehr als der Hälfte der Befragten. Abgelehnt werden Maßnahmen wie Erhöhung von Eintrittspreisen oder gar die Schließung von Orten und Sehenswürdigkeiten.
Bildnachweis: © Bayerisches Zentrum für Tourismus
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