Tourexpi
Die
späten Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg können Familien in diesem
Jahr einen Preisvorteil bei der Urlaubsbuchung verschaffen. Wer erst ab dem 1.
September verreist, zahlt für Pauschalreisen im Durchschnitt 12,2 Prozent
weniger als bei einem Start Ende August. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des
Online-Reiseveranstalters weloveholidays.
Da
in beiden Bundesländern noch mehr als drei Wochen Sommerferien bevorstehen,
können insbesondere Familien mit schulpflichtigen Kindern die günstigeren
Preise im September nutzen. Wie groß die Unterschiede ausfallen, hängt
allerdings sowohl vom Abflughafen als auch vom Reiseziel ab.
München
bietet den größten durchschnittlichen Preisvorteil
Unter
den untersuchten Flughäfen fällt die durchschnittliche Ersparnis bei Abflügen
ab München mit 14,1 Prozent am höchsten aus. Auch ab Memmingen liegen
Pauschalreisen mit einem Start Anfang September durchschnittlich 13,8 Prozent
unter dem Preisniveau von Ende August.
Ab
Nürnberg beträgt der Unterschied 13,5 Prozent, ab Karlsruhe/Baden-Baden 12,5
Prozent und ab Stuttgart 12,3 Prozent. Selbst bei Abflügen vom für viele
Reisende aus Süddeutschland erreichbaren Flughafen Frankfurt ergibt die
Auswertung noch einen durchschnittlichen Preisvorteil von 9,6 Prozent.
Gerade
bei einer Reise mit mehreren Familienmitgliedern können sich solche
prozentualen Unterschiede deutlich auf das gesamte Urlaubsbudget auswirken.
Varna
ab Nürnberg im Vergleich 37 Prozent günstiger
Noch
größer werden die Unterschiede bei einzelnen Kombinationen aus Abflughafen und
Urlaubsziel. Den höchsten Wert der Auswertung erreicht Varna bei einem Abflug
ab Nürnberg. Reisen ab Anfang September sind dort 37 Prozent günstiger als bei
einem Start Ende August.
Auch
für Varna ab Memmingen ergibt sich mit 30 Prozent ein deutlicher Unterschied.
Barcelona ist ab München 27 Prozent günstiger, Heraklion ab Frankfurt 17
Prozent. Für Antalya ab Stuttgart beträgt die Ersparnis elf Prozent, für Palma
ab Karlsruhe/Baden-Baden sechs Prozent.
Die
Zahlen zeigen zugleich, dass es keinen einzelnen Zielmarkt gibt, der Anfang
September grundsätzlich besonders günstig ist. Entscheidend ist vielmehr die
konkrete Verbindung zwischen Abflughafen und Urlaubsort.
Später
Ferienbeginn verlängert das Last-Minute-Fenster
Die
vergleichsweise späten Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg sorgen
dafür, dass Familien noch Anfang September verreisen können, wenn in vielen
anderen Bundesländern die Schule bereits wieder begonnen hat. Die sinkende
Nachfrage nach dem Ende der Ferienzeit in weiten Teilen Deutschlands kann sich
entsprechend auf die Reisepreise auswirken.
„Es
gibt in diesem Sommer noch zahlreiche Last-Minute-Reisen, bei denen man nicht
zwischen Preis und Qualität abwägen muss – es lohnt sich, die niedrigeren
Preise im späteren Verlauf der Sommerferien zu nutzen, um das beste
Preis-Leistungs-Verhältnis zu bekommen“, sagt Charlotte Gogstad, VP
International Expansion bei weloveholidays.
Sie
verweist zugleich auf die Absicherung bei Pauschalreisen: „Mit einer
Pauschalreise sind Familien zudem automatisch abgesichert, was ihnen die
Sicherheit und Vertrauen gibt, auch spontan zu verreisen.“
Für
Familien in Süddeutschland entsteht damit 2026 ein ungewöhnlich langes
Zeitfenster für späte Sommerreisen. Wer beim Abflughafen und beim Reiseziel
flexibel ist, kann die letzten Ferienwochen insbesondere im September für
günstigere Pauschalangebote nutzen.
Bildnachweis:
© KI-generierte Illustration
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