Tourexpi
Urlauberinnen
und Urlauber sowie touristische Veranstalter wurden über einen langen Zeitraum
hinweg unverhältnismäßig belastet. Bereits frühere Vorschläge der
DRSF-Geschäftsführung sahen eine stärkere und frühere Entlastung vor. Diese
Vorschläge haben wir im politischen Berlin aktiv unterstützt und dabei auch
breite Rückendeckung aus Bundes- und Landespolitik erfahren. Der
Tourismussektor braucht diese Entlastung dringend, um Investitionen in
Deutschland wieder attraktiver zu machen. Ein übervoller Fonds schafft keinen
Arbeitsplatz, verhindert Investitionen und bringt Verbraucherinnen und
Verbrauchern keinerlei Mehrwert.
Politikerinnen
und Politiker aller Parteien haben sich seit Monaten für eine deutliche
Absenkung der Gebühren ausgesprochen. Es ist daher erfreulich, dass nun über
Parteigrenzen hinweg die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus anerkannt und
die wirtschaftspolitische Neuausrichtung der Bundesregierung mitgetragen wird.
Die beschlossene Absenkung belastet nicht den Staatshaushalt, sondern entlastet
gezielt Verbraucher und Unternehmen.
Unverständlich
bleibt, dass einzelne Spitzenbeamte im Bundesjustizministerium die Umsetzung
der Absenkung lange blockiert haben – entgegen den Forderungen aus dem
Parlament und zum Nachteil für unser Land und seine Bürger. Dadurch sind in den
vergangenen Monaten erhebliche Kosten entstanden – zulasten der Unternehmen und
Urlauber. Insbesondere einkommensschwächere Haushalte wurden dadurch in ihrer
Reisefreiheit eingeschränkt. Geld in Höhe von mittlerweile über einer Milliarde
Euro – davon allein über 400 Millionen Euro aus Sicherungsleistungen der TUI –
liegt ungenutzt im Fonds und steht dem Markt nicht für Investitionen zur
Verfügung. Was die Tourismuswirtschaft in diesem Zusammenhang erlebt hat, steht
exemplarisch für größere Herausforderungen: Die wirtschaftliche Neuausrichtung
Deutschlands muss gelingen – für die Menschen und das Land.
Die
aktuelle Struktur des DRSF muss überprüft werden. Das betrifft sowohl die
Gesellschafterstruktur, die 2021 kurz vor der Bundestagswahl geschaffen wurde,
als auch die heutige Aufsicht durch das Bundesjustizministerium, das
gleichzeitig Genehmigungsbehörde für Entgelte ist. Diese Doppelrolle sollte die
neue Bundesregierung kritisch hinterfragen. Tourismus ist ein Wirtschaftsthema.
Es geht um unternehmerische Entscheidungen mit weitreichenden Folgen – für
Unternehmen wie für Reisende. Daher sollte die Zuständigkeit unseres Erachtens
beim Bundeswirtschaftsministerium liegen. Die strukturellen Mängel aus der
Gründungsphase gehören zeitnah behoben.
Angesichts
der Größe des Fonds braucht es auch eine neue Anlagestrategie für die
einbezahlten Gelder – mit dem Ziel, Sicherheit und Kapitalwachstum zu
verbinden. Es handelt sich hier nicht um Steuergelder, sondern um Beträge, die
Unternehmen treuhänderisch aus Kundenzahlungen hinterlegen.
Wir
begrüßen, dass die DRSF-Geschäftsführung bereits einen Reformkatalog vorgelegt
hat und werden den politischen Reformprozess weiterhin aktiv begleiten. Ebenso
unterstützen wir ausdrücklich das starke Engagement der DRSF-Führung in
jüngster Zeit für eine frühere und deutlichere Gebührensenkung.
Bildnachweis:
© TUI Group
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