Tourexpi
Die
deutsche Reisewirtschaft positioniert sich erneut klar zum Klimaschutz. Mit
einem aktualisierten Positionspapier unterstreicht der Deutsche Reiseverband
(DRV) das gemeinsame Ziel von Politik, Wirtschaft und Reisenden, die
natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und den Tourismus langfristig
zukunftsfähig zu gestalten. Der Verband beschreibt den Klimawandel als eine der
prägenden Herausforderungen für die Branche und ihre wirtschaftliche Basis.
Klimawandel
als wirtschaftliche und ökologische Realität
Steigende
Temperaturen, veränderte Wetterlagen und zunehmende Extremereignisse verändern
bereits heute die Rahmenbedingungen des Reisens. Der DRV verweist darauf, dass
der Klimawandel nicht nur ökologische Folgen habe, sondern unmittelbar
touristische Ziele und Geschäftsmodelle betreffe.
„Klimaschutz
ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Reisenden. Die
Reisewirtschaft übernimmt Verantwortung und treibt die Transformation aktiv
voran – im Einklang mit der Nationalen Tourismusstrategie und dem Ziel, Reisen
klimaverträglich, wettbewerbsfähig und attraktiv zu gestalten“, betont
DRV-Präsident Albin Loidl.
Fokus
auf Emissionsreduktion und defossilisierte Mobilität
Im
Zentrum des Positionspapiers stehen langfristige Emissionsreduktionen, die
Transformation hin zu einer defossilisierten Mobilität sowie die stärkere
Ausrichtung touristischer Angebote auf Klimaverträglichkeit. Der Verband setzt
dabei auf Innovationen, Kooperationen entlang der gesamten Reisekette und
stabile politische Leitplanken.
„Nationale,
europäische und internationale Klimaschutzvorgaben, insbesondere für
internationale Verkehrsträger, müssen so gestaltet werden, dass sie einen
fairen Wettbewerb gewährleisten und die Verlagerung von CO2e-Emissionen in
Drittstaaten mit geringeren Vorgaben verhindern“, verdeutlicht Loidl.
Forderung
nach EU-weiten Wettbewerbsregeln
Neben
klimapolitischen Fragen greift das Papier auch marktbezogene Aspekte auf. Der
DRV spricht sich für eine EU-weite Anti-Dumping-Regelung aus. Ziel sei es, den
Verkauf von Reiseleistungen – insbesondere Flugtickets – unterhalb der
tatsächlichen Kosten für Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren zu
unterbinden.
Nach
Auffassung des Verbands stehen wirtschaftliche Stabilität und Klimaschutz in
engem Zusammenhang. Verzerrter Wettbewerb könne Investitionen in nachhaltige
Technologien und Infrastrukturen erschweren.
Transparenz
und Einbindung der Reisenden
Der
DRV betont zudem die Bedeutung von Transparenz, Investitionen in nachhaltige
Infrastrukturen und der aktiven Beteiligung der Reisenden am
Transformationsprozess. Klimaschutz und wirtschaftliche Tragfähigkeit müssten
zusammen gedacht werden.
„Ohne
erhebliche Investitionen, innovationsfreundliche politische Leitplanken und die
Akzeptanz der Reisenden kann die Transformation nicht gelingen“, so Loidl.
Mit
dem aktualisierten Positionspapier unterstreicht der Verband seinen Anspruch,
die deutsche Reisewirtschaft als konstruktiven Partner im Klimaschutz zu
positionieren und den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Tourismus- und
Mobilitätslandschaft aktiv mitzugestalten.
Bildnachweis:
© DRV
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