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Welche Landschaft in Deutschland begeistert die Menschen am meisten? Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband rufen wieder zur Wahl des „Naturwunders des Jahres“ auf. Ab heute kann für die neun nominierten Naturschauplätze online abgestimmt werden.
Auch dieses Jahr stehen wieder neun Naturphänomene und Sehenswürdigkeiten zur Wahl, die durch ihre außergewöhnliche Schönheit, Einzigartigkeit oder Seltenheit beeindrucken. Die malerischen Landschaften und wertvollen Ökosysteme sind zugleich wichtige Rückzugsorte für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Sie können entlang der vielfältigen deutschen Wanderwege erlebt und bewundert werden.
Ein Bekenntnis zur heimischen Natur”
„Ob stilles Alpental, rauschender Buchenwald oder wildes Wattenmeer – Naturwunder gibt es überall in Deutschland. Mit der Naturwunderwahl laden wir alle Menschen dazu ein, genauer hinzusehen und die Einzigartigkeit unserer heimischen Natur zu entdecken. Jede abgegebene Stimme ist auch ein Bekenntnis zur Wertschätzung und zum Schutz unserer Naturlandschaften und der Vielfalt an Lebewesen, die sie bewohnen.“
Dr. Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Stiftungsrates der Heinz Sielmann Stiftung
„Die zur Wahl stehenden Naturwunder lassen sich allesamt wunderbar erwandern. Möglich wird das erst durch unsere Wandervereine und tausende ehrenamtlich Engagierte, die dafür sorgen, dass unser bundesweites Wanderwegnetz instandgehalten wird. Mit der Naturwunderwahl zeigen wir einmal mehr: Wandern ist Naturerleben pur – und stärkt gleichzeitig den Schutz unserer Lebensräume.“
Dr. Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbands (DWV)
Das sind die diesjährigen Naturwunder-Kandidaten
Vom 11. August bis zum 28. September 2025 können alle Menschen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz auf der Webseite der Heinz Sielmann Stiftung für ihren persönlichen Favoriten abstimmen. Unter allen Teilnehmenden werden zudem attraktive Preise verlost. Der frisch gewählte Titelträger wird nach Wahlschluss am 29. September offiziell verkündet.
Der Blautopf in Baden-Württemberg
Wie ein Juwel liegt der Blautopf am Fuß der Schwäbischen Alb – eine intensiv türkisfarbene Karstquelle, aus der die Blau entspringt. Was an der Oberfläche märchenhaft wirkt, reicht in ungeahnte Tiefen: Der Blautopf ist Eingang zu einem der größten Höhlensysteme Deutschlands, das teils noch unerforscht ist. Rund um die Quelle ranken sich Sagen und Mythen, zugleich ist sie Teil des Geoparks Schwäbische Alb und an einen Qualitätswanderweg angebunden.
Die Breitachklamm in Bayern
Wo sich Felswände an manchen Stellen über 100 Meter hoch auftürmen und das Wasser tosend durch die Enge stürzt, offenbart sich die rohe Kraft der Natur: Die Breitachklamm in den Allgäuer Alpen zählt zu den eindrucksvollsten Felsschluchten Mitteleuropas. In Jahrtausenden hat sich die Breitach ihren Weg durch den Kalkstein gegraben und dabei ein Naturdenkmal geschaffen, das nicht nur geologisch fasziniert, sondern auch einen einzigartigen Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen bietet.
Der Dreimühlen-Wasserfall in Rheinland-Pfalz
Der Dreimühlen-Wasserfall ist Deutschlands einziger „wachsender Wasserfall“. Über eine rund 12 Meter breite Kante stürzt kalkhaltiges, glasklares Wasser etwa vier bis sechs Meter tief in den Ahbach. In den moosbewachsenen Polstern lagert sich Kalksinter ab, wodurch der Wasserfall jährlich um bis zu zehn Zentimeter ins Tal wächst. Das als Naturdenkmal geschützte Gebiet wurde als „Nationales Geotop“ ausgezeichnet.
Die Externsteine in Nordrhein-Westfalen
Wie steinerne Zeugen der Erdgeschichte thronen die Externsteine als Relikte einer alten Meeresküste aus dem Teutoburger Wald. Die 40 Meter hohen Sandsteinformationen entstanden vor rund 80 Millionen Jahren und sind nicht nur geologisch beeindruckend, sondern waren auch religiöse Kultstätte und Schauplatz mittelalterlicher Legenden. Unter den schroffen Wänden blühen Orchideen, brüten Uhus und Pionierpflanzen gedeihen auf nacktem Felsen – ein Schatz für Biodiversität.
Die Lange Anna in Schleswig-Holstein
Die Lange Anna ist ein etwa 47 Meter hoher Felsen aus rotem Buntsandstein, der auf der Insel Helgoland aus der Nordsee ragt. Die Erosionskräfte der Brandung formen die markante Säule stetig weiter. Sie gilt als Symbol für den Schutz unserer Meeres- und Küstenlandschaften: Sie ist bedeutender Brutplatz für eine bedeutende Seevogelkolonie mit Basstölpel, Trottellumme, Tordalk, Eissturmvogel und Dreizehenmöwe. Diese brüten in Deutschland ausschließlich auf Helgoland.
Der Obersee der Rurtalsperre in Nordrhein-Westfalen
Wo stille Buchten auf steile Uferhänge treffen, wird der Obersee der Rurtalsperre zum „Amazonas der Eifel“. Das verzweigte Gewässer schlängelt sich durch die waldreiche Mittelgebirgslandschaft und schafft Rückzugsorte für seltene Tiere wie Biber, Eisvögel oder den scheuen Schwarzstorch. Der durch ein ausgeklügeltes Talsperrensystem entstandene See ist ein Paradebeispiel dafür, wie Technik, Naturschutz und Erholung zusammenwirken können.
Die UNESCO-Buchenwälder Serrahn in Mecklenburg-Vorpommern
Im Müritz-Nationalpark erstreckt sich mit den Serrahner Welterbe-Buchenwäldern eines der ältesten naturnahen Laubwaldgebiete Deutschlands. Hier durfte sich der Wald über Jahrhunderte weitgehend ungestört entwickeln. Urwüchsige Baumriesen, mächtige Rotbuchen und Jahrhunderte alte, einzelne Kiefernbäume prägen die Landschaft. Seen und Moore bereichern dieses vielfältige Strukturmosaik, das Lebensraum für tausende Pflanzen-, Pilz- und Tierarten schafft.
Der Staatsbruch Lehesten in Thüringen
Wo einst Schiefer abgebaut wurde, breiten sich heute stille Wasserflächen und Pionierwälder aus. An steilen Felswänden und Schieferhalden wachsen Moose und Flechten. Am ehemaligen Staatsbruch bei Lehesten zeigt sich beispielhaft, wie sich Industrieareale in artenreiche Sekundärlandschaften verwandeln können. Das Gelände ist Teil des Grünen Bands und bietet Tierarten wie Schlingnatter, Bartfledermaus, Schwarzspecht, Uhu oder auch durchziehenden Luchsen einen wichtigen Rückzugsort.
Der Wasserbaum Ockensen in Niedersachsen
Der Wasserbaum bei Ockensen macht das Zusammenspiel von Wasser, Gestein und Leben eindrucksvoll sichtbar. Er entstand durch die langsame Ablagerung von Kalksinter, der sich aus kalkhaltigem Quellwasser über Jahrzehnte Schicht für Schicht zu dem charakteristischen, baumförmigen Tuffsteingebilde formte. Dieses liefert ideale Bedingungen für spezielle Moose, Flechten und kleine Tiere, die sich an die feuchte Umgebung angepasst haben.
Die Naturwunderwahl
Die Naturwunderwahl ist eine Initiative der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands, bei der Menschen aufgerufen sind, ihre Lieblings-Naturwunder aus Deutschland zu wählen. Die Initiative soll das Umweltbewusstsein und den Schutz der Natur stärken.
Vorab können Vorschläge eingereicht werden. Unter allen Bewerbungen wählt eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands neun Naturwunder aus, die anschließend in den offiziellen Wettbewerb gehen. In einer Online-Abstimmung auf der Webseite der Heinz Sielmann Stiftung entscheidet am Ende das Publikum, welche Naturschönheit als „Naturwunder des Jahres“ ausgezeichnet wird.
Die „Naturwunder“ – oft das Ergebnis geologischer, atmosphärischer, biologischer oder ökologischer Prozesse – beziehen sich auf außergewöhnliche Naturphänomene oder natürliche Erscheinungen, die aufgrund ihrer Schönheit, Einzigartigkeit oder Seltenheit Bewunderung und Staunen hervorrufen. Sie sind meist auch wichtige Rückzugsorte oder Lebensräume für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.
Bildnachweis: © Tanma66
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