Tourexpi
Antalya
zählt heute zu den international bekanntesten Tourismusregionen der Türkei –
mit spürbaren Effekten für die gesamte Volkswirtschaft. Nach Angaben der
Industrie- und Handelskammer Antalya (ATSO) beläuft sich der jährliche Beitrag
der Stadt zur türkischen Wirtschaft auf rund 20 Milliarden US-Dollar, getragen
vor allem vom Tourismus, ergänzt durch Landwirtschaft und Industrie. Das
erklärte Yusuf Hacısüleyman, Präsident der Antalya Ticaret ve Sanayi Odası, bei
einem Treffen mit Mitgliedern des Wirtschaftsjournalistenverbands in Antalya.
Rekordzahlen
im Tourismus
Antalya
habe sich zu einer weltweit anerkannten Tourismusstadt entwickelt, betonte
Hacısüleyman. Allein im Jahr 2025 besuchten mehr als 17 Millionen Gäste die
Region. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Tourismuserlös von 972 US-Dollar
ergebe sich daraus ein tourismusbezogener Umsatz von rund 17 Milliarden
US-Dollar. „Rechnet man die Exporterlöse aus Landwirtschaft und Industrie
hinzu, kommt Antalya insgesamt auf einen wirtschaftlichen Beitrag von etwa 20
Milliarden US-Dollar“, so Hacısüleyman.
Stabile
Nachfrage trotz globaler Unsicherheiten
Trotz
weltwirtschaftlicher Abschwächung und geopolitischer Krisen – unter anderem in
Osteuropa und im Nahen Osten – wertet Hacısüleyman die aktuellen Besucherzahlen
als Erfolg. Reisen erfüllten für viele Menschen eine wichtige Funktion zur
Erholung und mentalen Stabilisierung, zugleich führten Unsicherheiten oft zu
verzögerten Buchungsentscheidungen. Für Antalya lägen die Reservierungen
derzeit auf dem Niveau des Vorjahres. Eine klare Tendenz nach oben oder unten
lasse sich erst nach Ende des ersten Quartals erkennen. Sein Fazit: Das Ziel
von 17 Millionen Gästen sei realistisch, ein darüber hinausgehendes Ergebnis
würde die Branche zusätzlich stärken.
Große
Kapazitäten und internationale Erreichbarkeit
Mit
einer Bettenkapazität von rund 657.000 Plätzen sieht Hacısüleyman Antalya gut
aufgestellt. Die Destination ist direkt aus etwa 330 Städten weltweit
erreichbar und verfügt damit über eine außergewöhnlich breite internationale
Anbindung. Diese Infrastruktur mache Antalya nicht nur für Urlaubsgäste
attraktiv, sondern auch für neue touristische Segmente.
Potenzial
für Messe- und Kongresstourismus
Gleichzeitig
verwies der ATSO-Präsident auf strukturelle Defizite jenseits des klassischen
Urlaubstourismus. Das rund eine Million Quadratmeter große EXPO-Gelände, das
seit 2016 weitgehend ungenutzt ist, eigne sich ideal als modernes Messe- und
Kongresszentrum. Antalya verfüge über Hotels und Flugverbindungen, es fehle
jedoch an einer leistungsfähigen Infrastruktur für internationale
Großveranstaltungen. Eine solche Nutzung könne den Tourismus um eine
ganzjährige, hochwertige Komponente erweitern.
Antalya
auf dem Weg zur internationalen Wirtschafts- und Tourismusstadt
Neben
dem Tourismus unterstrich Hacısüleyman die wachsende internationale Bedeutung
des Standorts. Von den rund 67.000 bei der ATSO registrierten Unternehmen
verfügen mehr als 6.000 über ausländisches Kapital. Diese Unternehmen stellen
zwar nur knapp neun Prozent der Firmen, vereinen aber rund ein Viertel des
gesamten Kapitals auf sich. Das zeige, dass Antalya nicht nur touristisch,
sondern auch wirtschaftlich zunehmend als internationale Stadt wahrgenommen
werde.
Sein
Fazit: Antalya entwickle sich von einer reinen Urlaubsdestination zu einem
vielseitigen, global vernetzten Standort, in dem Tourismus weiterhin der
zentrale Wachstumstreiber bleibe – ergänzt durch Investitionen, Handel und
internationale Kooperationen.
Bildnachweis:
© AA
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