Zwei von drei Europäern brechen digitale Vorgänge ab: Barrieren werden zum Umsatzrisiko - Wissen, was im Tourismus los ist!



International
Zwei von drei Europäern brechen digitale Vorgänge ab: Barrieren werden zum Umsatzrisiko
Europaweite Umfrage von AccessiWay zeigt: Rund drei Viertel der europäischen Konsumenten stoßen auf digitale Barrieren
Zwei von drei Europäern brechen digitale Vorgänge ab: Barrieren werden zum Umsatzrisiko

Europas Wirtschaft hat ein Zwei-Drittel-Problem: 68,4 Prozent der europäischen Konsumenten haben bereits mindestens einen digitalen Vorgang abgebrochen, weil Websites, Apps oder Inhalte nicht barrierefrei nutzbar waren.

Am stärksten betroffen ist Italien mit 84 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 80,7 Prozent und Österreich mit 78,6 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer europaweiten Umfrage von AccessiWay, einem der führenden europäischen Anbieter für digitale Barrierefreiheit und Teil der team.blue-Gruppe, unter insgesamt 6.599 Konsumenten in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Hinter diesen Abbrüchen steht vor allem ein strukturelles Problem: Knapp drei Viertel der befragten Europäer, 73,1 Prozent, stoßen regelmäßig auf digitale Barrieren. Die meisten davon in Italien mit 88 Prozent, vor Österreich mit ebenfalls 88 Prozent, Frankreich mit 84 Prozent und Deutschland mit 80,1 Prozent. Trotz gesetzlicher Vorgaben wie dem European Accessibility Act in der EU oder dem Equality Act sowie den Public Sector Bodies Accessibility Regulations in Großbritannien machen es viele europäische Unternehmen ihren Kunden weiterhin schwer, digitale Angebote problemlos zu nutzen. Die Folgen sind direkt messbar: Reichweite, Conversion und Umsatz gehen verloren, noch bevor digitale Prozesse überhaupt richtig beginnen.

Junge Zielgruppen: Europa verliert seine Kunden von morgen

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich: Digitale Barrierefreiheit ist in Europa kein Nischenthema für Menschen mit Behinderung oder ältere Nutzergruppen, sondern betrifft den Großteil der Bevölkerung. Besonders auffällig ist das Verhalten junger Zielgruppen. Vor allem Angehörige der Generation Z und junge Millennials brechen digitale Vorgänge überdurchschnittlich häufig ab.

In Deutschland haben in dieser Altersgruppe bereits 79,8 Prozent digitale Prozesse abgebrochen, in Österreich 74 Prozent, in Frankreich 64 Prozent und in Großbritannien 51 Prozent. Die junge Generation zeigt damit europaweit die geringste Toleranz gegenüber schlechter Usability.

„Wenn bereits junge Menschen an digitalen Hürden scheitern, hat das Online-Business in Europa ein grundlegendes Problem“, sagt Jan Stedul, Managing Director Germany bei AccessiWay. „Die Generation Z entscheidet über die Märkte von morgen. Wer sie heute verliert, verspielt seine Zukunft. Europäische Unternehmen müssen ihre digitalen Angebote konsequent verbessern und durchgängig zugänglich machen. Ohne echte digitale Barrierefreiheit gibt es künftig keine digitale Qualität und keinen nachhaltigen Geschäftserfolg.“

Pop-ups, kleine Schriften, schlechte Struktur: Die größten digitalen Stolperfallen

Die Gründe für die hohen Abbruchquoten werden in der AccessiWay-Umfrage klar benannt. Besonders störend sind Pop-up-Fenster, die Prozesse unterbrechen oder Inhalte verdecken. In Italien nennt fast die Hälfte der Befragten, 44 Prozent, Pop-ups als Hauptproblem. In Österreich sind es 38 Prozent, in Deutschland knapp ein Fünftel mit 18 Prozent.

Hinzu kommen Lesbarkeitsprobleme durch zu kleine oder ungünstig platzierte Texte. In Frankreich stellt dies mit 38 Prozent die größte Barriere dar, gefolgt von Großbritannien mit 27,3 Prozent. Viele Konsumenten scheitern zudem an komplizierten Navigationsstrukturen. Unklare Seitenaufbauten erschweren digitale Vorgänge unnötig. In Frankreich kämpfen 36 Prozent mit mangelnder Orientierung, in Österreich 31 Prozent und in Deutschland 17 Prozent.

„Angesichts dieser Ergebnisse stehen Europas Unternehmen vor einem klaren Handlungsauftrag“, so Jan Stedul. „Das wirtschaftliche Potenzial digitaler Barrierefreiheit ist enorm: Rund 101 Millionen Menschen mit Behinderung in Europa stellen eine bislang weitgehend unerschlossene Zielgruppe dar. Hinzu kommen Millionen weiterer Nutzer, die aufgrund mangelnder Zugänglichkeit abbrechen und als Kunden verloren gehen. Digitale Barrierefreiheit ist kein Randthema – sie ist eine zentrale Voraussetzung für langfristigen Erfolg im europäischen Markt.“

Über die europaweite Umfrage

Die Ergebnisse basieren auf repräsentativen Online-Umfragen, die AccessiWay in den fünf europäischen Schlüsselmärkten Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Großbritannien in Zusammenarbeit mit renommierten Marktforschungsinstituten durchgeführt hat. Insgesamt wurden 6.599 Konsumenten befragt.

In Deutschland wurden für den Report 2.500 Personen ab 18 Jahren vom Meinungsforschungsunternehmen Civey im Zeitraum vom 7. bis 8. August 2025 befragt. In Österreich führte Marketagent zwischen dem 27. August und dem 3. September 2025 insgesamt 1.057 Interviews mit Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren durch. In Frankreich befragte Opinea im September 2025 1.012 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren. In Italien wurden vom 30. September bis 1. Oktober 2025 insgesamt 1.030 Personen von YouGov befragt. In Großbritannien interviewte Censuswide zwischen dem 7. und 11. November 2025 1.000 Konsumenten ab 18 Jahren.

Bildnachweis: © AA


Unsere Webseite ist auf allen Computern und mobilen Geräten gut nutzbar.
Tourexpi, turizm haberleri, Reisebüros, tourism news, noticias de turismo, Tourismus Nachrichten, новости туризма, travel tourism news, international tourism news, Urlaub, urlaub in der türkei, день отдыха, holidays in Turkey, Отдых в Турции, global tourism news, dünya turizm, dünya turizm haberleri, Seyahat Acentası,