Mexiko: Nayarit lockt mit neun Pueblos Mágicos jenseits der Strände - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Mexiko: Nayarit lockt mit neun Pueblos Mágicos jenseits der Strände
Kolonialstädte, Vulkane, Mangroven und Inselwelten zeigen eine weniger bekannte Seite des mexikanischen Bundesstaates
Mexiko: Nayarit lockt mit neun Pueblos Mágicos jenseits der Strände

Nayarit ist vor allem für seine Pazifikküste und Badeorte bekannt. Doch abseits der Strände verfügt der westmexikanische Bundesstaat über neun sogenannte Pueblos Mágicos. Ahuacatlán, Amatlán de Cañas, Compostela, Ixtlán del Río, Jala, Mexcaltitán, Puerto Balleto, San Blas und Sayulita verbinden historische Architektur und präkolumbische Kultur mit Vulkanlandschaften, Mangroven, regionaler Küche und teilweise ungewöhnlicher Inselgeschichte.

Die Bezeichnung Pueblo Mágico wird vom mexikanischen Tourismusministerium an Orte vergeben, die sich durch besondere historische, kulturelle oder natürliche Merkmale auszeichnen. In Nayarit liegen diese Ziele in sehr unterschiedlichen Landschaftsräumen. Eine Reise kann von den Bergen im Landesinneren über archäologische Stätten bis an die Pazifikküste und auf vorgelagerte Inseln führen.

Zwischen Vulkanen und kolonialer Geschichte

Am Fuß des Vulkans El Ceboruco liegt Ahuacatlán. Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem alten Camino Real verbunden, der einst den Hafen von San Blas mit Guadalajara verband. Koloniale Kirchen, der zentrale Platz und traditionelle Feste prägen das Ortsbild. Auch kulinarisch hat die Region Eigenheiten bewahrt, darunter Tostadas de Pata, die als Tortas de „Chago“ bekannten Sandwiches und Cajeta de Mango.

Nicht weit entfernt liegt Jala mit gepflasterten Straßen, kolonialen Häusern und historischen Kirchen. Überregional bekannt ist die im August veranstaltete Feria del Elote Gigante. Im Mittelpunkt steht dabei der in der Region angebaute Mais, dessen Kolben außergewöhnliche Größen erreichen können. Tamales, Atole und lokale Weine ergänzen das gastronomische Angebot.

Ixtlán del Río führt noch weiter in die Vergangenheit. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die archäologische Zone Los Toriles. Dort sind unter anderem ein ungewöhnlicher Rundtempel sowie weitere Bauwerke und Spuren präkolumbischer Kulturen erhalten geblieben.

Thermalquellen, Wasserfälle und alte Zeremonialstätten

Amatlán de Cañas ist der jüngste Pueblo Mágico Nayarits und vor allem von seiner natürlichen Umgebung geprägt. Thermalquellen, Wasserfälle und Berglandschaften schaffen Voraussetzungen für Wanderungen und andere naturbezogene Aktivitäten.

Compostela blickt dagegen auf eine bis ins Jahr 1530 zurückreichende Geschichte zurück. Kirchen, Kolonialbauten und alte Wohnhäuser bestimmen Teile des Stadtbildes. In der Umgebung liegen natürliche Badeplätze sowie die archäologische Stätte Altavista, die einst als Zeremonialzentrum diente.

Damit zeigen bereits die Orte im Landesinneren, wie unterschiedlich Nayarit jenseits seiner Küste ist. Vulkanismus, koloniale Geschichte und präkolumbisches Erbe liegen hier teilweise nur wenige Kilometer auseinander.

Mexcaltitán wird in der Regenzeit zur Insel der Kanäle

Eine der ungewöhnlichsten Stationen ist Mexcaltitán. Der Ort liegt auf einer Insel und wird häufig als „mexikanisches Venedig“ bezeichnet. Während der Regenzeit können sich einige Straßen in Wasserwege verwandeln, die mit Booten befahren werden.

Mit Mexcaltitán verbindet sich zudem eine historische Überlieferung. Die Insel wird als eine mögliche Lage des mythischen Aztlán genannt, von dem die Mexica der Legende zufolge aufbrachen, bevor sie sich im Tal von Mexiko niederließen.

Eine andere Verbindung von Geschichte und Natur bietet San Blas. Der Fuerte de la Contaduría und der Templo de la Virgen del Rosario erinnern an die koloniale Vergangenheit. In La Tovara führen Bootstouren dagegen durch Mangroven, in denen zahlreiche Vogelarten und Krokodile leben.

Auch die Küche trägt die Handschrift der Pazifikküste. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine zentrale Rolle, darunter der für die Region typische Pescado Zarandeado.

Sayulita verbindet Surfkultur und internationales Publikum

Sayulita steht für die moderne, kosmopolitische Seite Nayarits. Der Küstenort hat sich mit seinen Surfstränden, Kunsthandwerksmärkten, Wandmalereien, Galerien, Restaurants und Bars zu einem international bekannten Reiseziel entwickelt.

Trotz seiner touristischen Entwicklung zählt Sayulita zu den Pueblos Mágicos und verbindet damit die traditionelle Kultur der Region mit einer stark vom Surfen und internationalen Besuchern geprägten Atmosphäre.

Vom Gefängnis zum nachhaltigen Inselziel

Eine außergewöhnliche Geschichte besitzt Puerto Balleto auf den Islas Marías, rund 112 Kilometer vor der Küste von San Blas. Mehr als ein Jahrhundert lang gehörte die Siedlung zu einer Strafkolonie. Heute ist sie Bestandteil eines Projekts, das auf Naturschutz und nachhaltigen Tourismus ausgerichtet ist.

Der Archipel gehört zur Biosphärenreservat Islas Marías und steht unter UNESCO-Schutz. Damit führt die Reise durch Nayarits Pueblos Mágicos schließlich weit hinaus auf den Pazifik.

Die neun Orte ergänzen das klassische Strandangebot Nayarits um sehr unterschiedliche Reiseerlebnisse. Von den Vulkanlandschaften des Landesinneren über Kolonialarchitektur und archäologische Stätten bis zu Mangroven und abgelegenen Inseln erschließen sie einen Bundesstaat, dessen touristische Vielfalt weit über Sonne und Strand hinausgeht.

Bildnachweis: © KI-generierte Illustration


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