Tourexpi
Der
Hotel- und Tourismussektor auf Ibiza rückt das Thema Wohnen erneut in den
Mittelpunkt der politischen Debatte. Vertreter der Branche fordern eine
deutliche Ausweitung des Angebots an öffentlichem und bezahlbarem Wohnraum, um
der zunehmenden sozialen Ausgrenzung auf der Insel entgegenzuwirken. Der Mangel
an geeigneten Wohnungen treffe nicht nur besonders verletzliche
Bevölkerungsgruppen, sondern belaste zunehmend das gesellschaftliche und
wirtschaftliche Gleichgewicht einer Region mit hoher demografischer und
arbeitsmarktbedingter Dynamik.
Kritischer
Punkt für Gesellschaft und Arbeitsmarkt
Manuel
Sendino, Geschäftsführer des Hotelunternehmerverbands von Ibiza und Formentera
(Fehif), sieht die Situation an einem kritischen Wendepunkt. Nach seiner
Einschätzung steht die Insel vor einem grundlegenden Zielkonflikt: Entweder
werde der Bestand an Wohnraum deutlich erweitert oder die Zahl der Menschen,
die auf die Ressourcen Ibizas angewiesen sind, müsse sinken. Ein Ausgleich sei
unerlässlich, um eine weitere Ausbreitung von Prekarität zu verhindern,
insbesondere unter Arbeitskräften, die für den Tourismus unverzichtbar sind.
Bestehende
Projekte reichen nicht aus
Wie
die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, sind sich die Arbeitgeberverbände
einig, dass die derzeit laufenden Projekte für staatlich geförderten
Wohnungsbau den tatsächlichen Bedarf bei Weitem nicht decken. Aus Sicht der
Unternehmen müsse der Bau von Sozial- und Schutzwohnungen beschleunigt werden,
auch durch eine stärkere Einbindung privater Investoren und durch Modelle, die
den Wohnungsbau wirtschaftlich attraktiver machen. Langwierige
Genehmigungsverfahren und hohe Grundstückspreise gelten dabei als zentrale
Hemmnisse.
Leerstand
und rechtliche Unsicherheit
Ein
weiterer Ansatzpunkt liegt nach Ansicht der Branche in der Aktivierung
leerstehender Wohnungen für den Mietmarkt. Vertreter der Fehif und anderer
Wirtschaftsorganisationen kritisieren, dass die aktuelle Gesetzeslage bei
vielen Eigentümern rechtliche Unsicherheiten auslöse. Dies schrecke potenzielle
Vermieter ab und verschärfe die Wohnraumsituation zusätzlich. Gefordert wird
ein klarer und stabiler Rechtsrahmen, der Vertrauen schafft und Anreize für die
Vermietung bietet.
Warnung
vor Schattenwirtschaft und prekären Strukturen
Abschließend
weist der Hotelverband darauf hin, dass der Mangel an würdigem Wohnraum
illegale Beschäftigung und informelle Siedlungsstrukturen begünstige. Diese
Entwicklung schade sowohl den Beschäftigten als auch den Unternehmen, die
innerhalb des rechtlichen Rahmens arbeiten. Vor diesem Hintergrund plädiert die
Branche für verstärkte Kontrollen und eine konsequente Wohnungspolitik als Teil
einer umfassenden Strategie gegen soziale Ausgrenzung auf Ibiza.
Bildnachweis:
© AA
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