EU-Registrierungspflicht für Ferienwohnungen: Was Vermieter bis 2026 beachten müssen - Wissen, was im Tourismus los ist!



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EU-Registrierungspflicht für Ferienwohnungen: Was Vermieter bis 2026 beachten müssen
Ab Mai 2026 gelten einheitliche Regeln für Ferienunterkünfte – mehr Transparenz, aber auch neue Pflichten für Gastgeber
EU-Registrierungspflicht für Ferienwohnungen: Was Vermieter bis 2026 beachten müssen

Was bislang je nach Stadt unterschiedlich geregelt war, wird künftig EU-weit vereinheitlicht. Ab Mai 2026 müssen Ferienunterkünfte in allen Mitgliedstaaten offiziell registriert sein. Vermieter sind verpflichtet, ihre Objekte anzumelden und die vergebene Registrierungsnummer in jedem Online-Inserat anzugeben. Ziel der neuen Regelung ist es, illegale Vermietungen einzudämmen und die Transparenz auf Buchungsplattformen deutlich zu erhöhen.

Einheitliche Regeln für einen bislang fragmentierten Markt

Die rechtliche Grundlage bildet die EU-Kurzzeitvermietungsverordnung, die bereits seit Mai 2024 gilt. Ihr Kernanliegen ist die digitale Erfassung sämtlicher Kurzzeitvermietungen innerhalb der Europäischen Union. Damit sollen erstmals belastbare Daten über Angebot, Nachfrage und Auslastung entstehen. Der Deutsche Ferienhausverband begrüßt diesen Schritt, da bisher oft nur mit Schätzungen gearbeitet wurde. Einheitliche Daten sollen künftig politische Entscheidungen fundierter machen und Wettbewerbsverzerrungen reduzieren.

Registrierung wird Pflicht – und sichtbar

Zentraler Bestandteil der Verordnung ist die Registrierungspflicht. Vermieter müssen Angaben wie Adresse, Art der Unterkunft, Bettenanzahl und Eigentumsverhältnisse melden. Für jedes Objekt wird eine individuelle Registrierungsnummer vergeben. Diese muss in allen Online-Angeboten erscheinen. Ab Mai 2026 dürfen Inserate ohne Nummer von Plattformen nicht mehr veröffentlicht werden.

Auch Buchungsplattformen werden stärker eingebunden. Sie sind verpflichtet, monatlich Daten zu Buchungszeiträumen, Preisen und Belegungen an eine nationale Behörde zu übermitteln. In Deutschland übernimmt diese Aufgabe die Bundesnetzagentur. Zusätzlich müssen Anbieter ihre Angaben regelmäßig aktualisieren, um eine hohe Datenqualität sicherzustellen.

Plattformen und Kommunen stärker in der Verantwortung

Neben Vermietern stehen auch Plattformen wie Airbnb oder Booking in der Pflicht. Sie müssen prüfen, ob Inserate korrekt registriert sind, und fehlerhafte Angebote entfernen. Zudem sollen technische Schnittstellen geschaffen werden, über die Behörden automatisiert auf relevante Daten zugreifen können.

Kommunen wiederum sollen digitale Registrierungssysteme bereitstellen. Verbindlich ist dies bislang nur in Städten mit Zweckentfremdungssatzungen, etwa in Berlin. In anderen Regionen bleibt die Einführung freiwillig. Sollte sich jedoch zeigen, dass viele Kommunen untätig bleiben, könnten weitere gesetzliche Anpassungen folgen.

Gefahr eines neuen Flickenteppichs

So klar die Ziele der Verordnung formuliert sind, so komplex könnte ihre Umsetzung werden. Denn trotz EU-weiter Vorgaben können Kommunen eigene Verfahren etablieren. Für Vermieter mit Unterkünften in mehreren Regionen bedeutet das möglicherweise unterschiedliche Abläufe und Anforderungen. Der Deutsche Ferienhausverband warnt daher vor einem neuen Flickenteppich und spricht sich für ein bundesweit einheitliches System aus. Erfahrungen aus größeren Städten zeigen, dass standardisierte Prozesse den Verwaltungsaufwand deutlich senken können.

Vorbereitung als strategischer Vorteil

Für Gastgeber empfiehlt sich ein frühzeitiges Handeln. Wer den Kontakt zur zuständigen Kommune sucht und alle erforderlichen Daten strukturiert zusammenstellt, kann spätere Hektik vermeiden. Für professionelle und rechtstreue Vermieter bietet die neue Regelung sogar Chancen: Nicht genehmigte Anbieter könnten vom Markt verschwinden, während registrierte Unterkünfte von klareren Wettbewerbsbedingungen profitieren.

Mehr Transparenz für alle Beteiligten

Trotz zusätzlicher Pflichten bringt die Verordnung auch Vorteile. Verlässliche Daten schaffen eine bessere Grundlage für politische Entscheidungen, Gäste profitieren von mehr Sicherheit und Transparenz, Anbieter von faireren Marktbedingungen. Langfristig könnte die Registrierungspflicht dazu beitragen, Vertrauen in digitale Buchungsplattformen zu stärken und die Ferienvermietung in Europa nachhaltiger und professioneller aufzustellen.

Bildnachweis: © Tourexpi mit Adobe Express


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