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Barcelona will Touristensteuer für Kreuzfahrtgäste auf 30 Euro erhöhen
Die geplante Anhebung richtet sich gegen Kurzaufenthalte von Kreuzfahrtschiffen und soll den Besucherstrom besser steuern
Barcelona will Touristensteuer für Kreuzfahrtgäste auf 30 Euro erhöhen

Kreuzfahrtpassagiere, die sich weniger als zwölf Stunden in Barcelona aufhalten, sollen künftig deutlich mehr Touristensteuer zahlen. Nach den Plänen der katalanischen Regionalregierung und mit Unterstützung mehrerer Parteien soll die Abgabe auf insgesamt 30 Euro pro Person steigen. Ziel der Maßnahme ist es, Kurzstopps von Kreuzfahrtschiffen unattraktiver zu machen und den zunehmenden Besucherdruck auf die Stadt zu verringern.

Deutliche Erhöhung der Abgabe geplant

Derzeit beträgt die kommunale Touristensteuer für Kreuzfahrtgäste fünf Euro. Ab April 2027 war bereits eine Anhebung auf acht Euro vorgesehen. Nach dem neuen Vorschlag soll der kommunale Anteil nun auf 24 Euro steigen. Hinzu kommen weiterhin sechs Euro Touristensteuer der Generalitat de Catalunya, sodass sich die Gesamtbelastung auf 30 Euro pro Person erhöht.

Von den Einnahmen sollen 24 Euro an die Stadt Barcelona und sechs Euro an die Regionalregierung fließen.

Kurzaufenthalte sollen reduziert werden

Mit der höheren Abgabe will Barcelona vor allem Kreuzfahrtschiffe mit Aufenthalten von weniger als zwölf Stunden abschrecken. Nach Ansicht der Stadt bringen diese Gäste deutlich geringere wirtschaftliche Impulse als Passagiere, deren Kreuzfahrt in Barcelona beginnt oder endet.

Bürgermeister Jaume Collboni unterstützt die geplante Maßnahme. Nach Angaben der Stadt beginnen oder beenden bereits 61 Prozent der Kreuzfahrtreisenden ihre Reise in Barcelona.

Weitere Begrenzungen werden diskutiert

Parallel zur Steuererhöhung setzt sich die Partei ERC für eine Obergrenze bei der Zahl der Kreuzfahrtgäste ein. Vorgeschlagen wird ein jährliches Limit von rund 3,5 Millionen Passagieren.

Zum Vergleich: Im Jahr 2025 wurden in Barcelona 3,99 Millionen Kreuzfahrtreisende gezählt. Bereits vor rund zehn Monaten hatte die Stadt angekündigt, die Zahl der Kreuzfahrtterminals von sieben auf fünf zu reduzieren, um den Kreuzfahrttourismus stärker zu steuern.

Quelle: https://www.tourinews.es/destinos-turismo/ya-hay-acuerdo-politico-cruceristas-pasen-en-barcelona-menos-12-horas-pagaran-tasa-30-euros_4493185_102.html

Bildnachweis: © Tourinews


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