Zwölf Hideaways zeigen die stille Seite des Schwarzwalds - Wissen, was im Tourismus los ist!



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Zwölf Hideaways zeigen die stille Seite des Schwarzwalds
Vom ehemaligen Backhaus bis zum Luxus-Chalet verbinden zwölf besondere Unterkünfte Natur, regionale Architektur und zeitgemäßen Komfort
Zwölf Hideaways zeigen die stille Seite des Schwarzwalds

Rückzugsorte abseits des Trubels gehören zu den besonderen Stärken des Schwarzwalds. Zwölf der derzeit 37 von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg ausgewiesenen „Hideaways“ liegen in der Ferienregion. Das Spektrum reicht von einem früheren Backhaus und einer historischen Schnapsbrennerei über Baumhäuser und Tiny Houses bis zu modernen Holzchalets und traditionsreichen Schwarzwaldhotels.

Gemeinsam ist den Häusern ihre enge Verbindung zur Landschaft und zur regionalen Baukultur. Historische Gebäude erhalten dabei neue Funktionen, während moderne Unterkünfte mit heimischen Materialien, ungewöhnlicher Architektur und teilweise eigener Energieversorgung auf die Umgebung reagieren.

Vom Backhaus zum privaten Refugium

Auf dem Ramsteinerhof in Fischerbach wurde bis 2017 täglich Holzofenbrot gebacken. Heute befindet sich im ehemaligen Backhaus die 83 Quadratmeter große Ferienwohnung „Alte Backstube“ für zwei Personen. Lehmputz und Altholz treffen auf Wintergarten, moderne Küche, freistehende Badewanne und Boxspringbett. Eine eigene Außensauna und ein Hot Tub ergänzen das Angebot. Vom Grundstück reicht der Blick über Wiesen und Schwarzwaldhänge.

Eine ähnliche Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart findet sich in Gengenbach-Reichenbach. Das Ferienhaus „Brennküch“ diente jahrzehntelang tatsächlich als Schnapsbrennerei, bevor Familie Boschert das vom Verfall bedrohte Gebäude restaurierte. Heute bietet es Platz für bis zu sechs Personen. Holzofen und Bergpanorama erinnern an die ländliche Umgebung, Wander- und Mountainbikewege beginnen unmittelbar vor der Haustür.

Regionale Küche und Architektur in Todtnau

In Todtnau-Herrenschwand verbindet „derWaldfrieden“ traditionelle Schwarzwaldarchitektur mit modernen Elementen. Das Gebäude ist Teil der Architekturroute Schwarzwald. Der Familienbetrieb von Irmgard Hupfer, ihrem Sohn Volker und dessen Frau Dorothee arbeitet EMAS-zertifiziert und setzt auch in der Küche auf regionale Herkunft.

Als Gründungsmitglieder der Naturparkwirte und Naturparkhotels verwenden die Gastgeber konsequent Produkte aus dem Naturpark Südschwarzwald. Das gastronomische Konzept wurde vom Guide Michelin mit einem „Bib Gourmand“ ausgezeichnet.

Übernachten in zehn Metern Höhe

Ein deutlich anderes Schwarzwalderlebnis bietet das „'s Baumhaus-Dörfle“ im Ferienparadies Schwarzwälder Hof in Seelbach. Zehn Baumhäuser gruppieren sich rund um einen Aussichtsturm und liegen in etwa zehn Metern Höhe.

Jedes Haus verfügt über zwei Schlafräume, drei Balkone, Bad und Küchenecke und bietet Platz für bis zu sechs Gäste. Damit richtet sich das Angebot insbesondere an Familien. Auch beim Baumaterial bleibt die Verbindung zur Region sichtbar: Das Holz stammt aus der näheren Umgebung, größtenteils sogar aus dem eigenen Wald des Schwarzwälder Hofs.

Tiny Houses zwischen Wald, Bach und Wiesen

Auf dem Kieningerhof bei St. Georgen ergänzen drei Tiny Houses die klassischen Ferienwohnungen des Bauernhofs. Die jeweils rund 27 Quadratmeter großen Häuser sind individuell gestaltet und orientieren sich an den Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer. Zum Ensemble gehört auch eine Tiny-Sauna.

Wald, Bach und Wiesen bestimmen die Umgebung, hinzu kommen die Tiere des Hofs. Damit verbindet der Kieningerhof die kompakte Wohnform mit dem klassischen Ferienerlebnis auf einem Schwarzwälder Bauernhof.

Eine besonders kleine Unterkunft bietet auch der Campingplatz Bankenhof in Hinterzarten. Seine Ferienhütte für zwei Personen verfügt über Schlafsofa, Kommode, Tisch, Stühle und eine kleine Terrasse. Nach einem Vollbrand ist der Campingplatz allerdings vorerst geschlossen.

Sechseckige Holzhäuser mit eigener Energieversorgung

Im Nordschwarzwald setzt das „SchwarzwaldDeck“ bei Bad Herrenalb auf zeitgenössische Architektur. Das Ensemble besteht aus drei sechseckigen Massivholzhäusern mit jeweils rund 80 Quadratmetern Wohnfläche und energieautarker Versorgung.

Lärchenholzfassaden, umlaufende Laubengänge und große Fensterflächen öffnen die zweigeschossigen Häuser zur Landschaft des Oberen Gaistals. Auch dieses Ensemble wurde in die Architekturroute Schwarzwald aufgenommen.

Private Wellness mit Blick bis zu den Vogesen

Auf rund 600 Metern Höhe bei Kappelrodeck liegt das Luxus-Chalet „Brennhus“. Das für zwei Personen ausgelegte Haus ist von Wäldern, Wiesen und den Hängen des mittleren Schwarzwalds umgeben. Sauna und Hot Tub bieten Aussicht über das Tal bis zu den Vogesen.

Die Umgebung lässt sich unter anderem auf dem knapp 18 Kilometer langen Kappelrodecker Hexensteig erkunden. Für einen kürzeren Ausflug bietet sich die etwa einstündige Wanderung zur Bergvesperstube „Zum Fiesemichel“ an.

Auch der restaurierte „Huber Xaveri-Hof“ bei Ottenhöfen verbindet historische Bausubstanz und privaten Wellnessbereich. Der Bauernhof stammt aus dem Jahr 1810 und bietet auf 170 Quadratmetern fünf Schlafzimmer sowie Sauna und Hot Tub. Damit eignet er sich auch für größere Familien und Freundesgruppen. Für Kinder gibt es einen Spielplatz sowie Hühner und Hasen auf dem Hof.

Historische Gasthöfe treffen auf moderne Chalets

Im Bernauer Hochtal blickt „Breggers Schwanen“ auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurück. Historische Schwarzwaldstuben wurden 2011 um einen modernen Holz-Glas-Bau mit Zimmern, Suiten und großzügigen Aufenthaltsbereichen ergänzt. Auch dieser Gebäudeteil gehört zur Architekturroute Schwarzwald. Ein Spa-Bereich mit Schwimmbad, Saunalandschaft und Dampfbad ergänzt das Angebot.

Noch länger in Familienbesitz ist das Hotel „Rößle“ in Todtmoos-Strick. Seit 1670 wird es von derselben Familie geführt. Vier 2020 errichtete Chalets aus eigenem Schwarzwaldholz verbinden die Eigenständigkeit eines Ferienhauses mit den Angeboten des 4-Sterne-Superior-Wellnesshotels. Die Häuser verfügen über zwei Schlafzimmer und Küche und liegen an einer geschützten Mähwiese. Auch ihre Namen – Schneflerhüsle, Säge, Milchhüsle und Schmiede – greifen die regionale Geschichte auf.

Vom Acker direkt in Küche und Hotel

Im Markgräflerland verbindet der Bohrerhof in Hartheim-Feldkirch Landwirtschaft, Gastronomie und Beherbergung. Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 200 Hektar und baut unter anderem Spargel, Feldsalat, Zucchini, Chicorée und Kürbis an.

Das Prinzip „Vom Acker auf den Tisch“ prägt Landmarkt und Restaurant, dessen offene Küche den Gästen Einblick in die Zubereitung gibt. Auch beim Bau des Landhotels wurde auf regionale Herkunft gesetzt. In den 64 Zimmern wurden unter anderem Tanne und Fichte aus dem benachbarten Schwarzwald verarbeitet. Jedes Zimmer verfügt über einen Balkon oder eine Terrasse mit Blick zum Park oder in Richtung Schwarzwald.

Bildnachweis: © Christoph Wassmer


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