Tourexpi
Das seit 2020 in der niederländischen Hafenstadt liegende Schiff war mit der Auflage „zur Verschrottung“ vom zuständigen Bezirksgericht im Wilhelminaplein 100-125 zur Versteigerung gebracht worden.
Der Termin wurde von der Kanzlei Hoek Sinke Ten Katen beim Bezirksgericht Rotterdam auf den 17. Juni angelegt. Das einzige Gebot soll 200.000 Euro von einem anonymen Bieter betragen. Die zuständige Kanzlei Hoek Sinke Ten Katen prüft nun die Offerte. Gleichzeitig muss der Bieter nachweisen, dass er die Fähigkeit zur rechtskonformen Verwertung des Schiffes besitzt. Erst wenn diese Unterlagen vorliegen und geprüft sind, darf das Schiff den Hafen von Rotterdam verlassen.
Ausgeschlossen sind Abwrackhäfen in Afrika und Asien. Nur die Verwertung in der Türkei erfüllt die Auflagen der EU. Wenn Abwrackwerften in benachbarten EU-Staaten den Zuschlag bekommen, kann die Ausfuhr mit einem Schlepper innerhalb weniger Tage genehmigt werden. Die Prüfung des Angebots laufe noch, heißt es. Solange ist das Gebot noch nicht rechtskräftig.
Mit 200.000 Euro liegt das Gebot weit unter dem, was sich die Gläubiger erhofft haben. Der Schrottwert des Schiffes liegt gemäß der aktuellen Preise pro Tonne Stahl in der Türkei bei zwei bis drei Millionen Euro.
Die Astoria ist angesichts ihres Zustands aber ohnehin nicht für längere Schleppreisen geeignet. Alle Anlagen wurden seit März 2020 nicht mehr betrieben und sind zum Teil auch defekt. Deshalb dürfte die Bewertung für ein Schleppzeugnis des Schiffes auch etliche Auflagen mit sich bringen. Es gibt in Rotterdam aber auch die Möglichkeit, die Astoria auf ein absenkbares Schwergutschiff zu verladen und dann huckepack zu einer Abwrackwerft zu bringen, die Kosten dafür belaufen sich aber auch im oberen sechsstelligen Bereich. Die Huckepack-Variante wird wegen des niedrigen Angebots als sehr wahrscheinlich bewertet.
Die Astoria war 1948 als Stockholm bei den Götaverken in Göteborg (Schweden) ausgeliefert worden. Am 25. Juli 1956 rammte die Stockholm im Nebel vor New York das italienische Passagierschiff Andrea Doria, die danach sank. Von 1960 bis 1985 fuhr sie dann als Völkerfreundschaft für DDR-Staatsreederei DSR.
1985 wurde sie aufgelegt. Diente als Schiff für Flüchtlinge und wartete auf einen Käufer. 1989 erwarb die italienische Reederei Star Lauro das Schiff und ließ es in Genua bis 1993 zur Italia Prima umbauen. Danach fuhr das Schiff in Europa und der Karibik meist auf klassischen Routen. Veranstalter wie Neckermann, Festival Cruises, Vivamare, Phoenix, Ambiente, Portuscale und schließlich CMV setzten die alte Lady danach ein. Mit der Pandemie kam dann aber das Ende.
Bildnachweis: © Frank Behling (Archiv)
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